Großhandel - Einkaufsmanagement: Zweigleisiger Einkauf

GVmanager_06_07_2013

Preis-Leistungs-Verhältnis und haben genaue Vorstellungen von der benötigten Produktqua-lität“, heißt es bei Metro Cash & Carry. Entsprechend setzen Großhandelsunternehmen bei ihren Eigenmarken auf ähnliche, aber auch neue Produkte, die sich in Qualität und Preis mit den Produkten von Herstellermarken decken und zu diesen eine Alter- native – und weniger eine Kon-kurrenz – darstellen. „Kaufent-scheidungen des Verbrauchers werden im LEH direkt am Regal getroffen, im Außer-Haus-Markt stehen Qualität und Preis deutli- cher im Fokus“, weiß Claas Ravn aus dem Eigenmarkenmanagement von CITTI/GV-Partner. Kirsten Machedanz, die beim Service-Bund für Eigenmarken zuständig ist, bestätigt dies: „Während im LEH Eigenmarken häufig das Billig-Preis-Segment betreffen, spielen bei uns u. a. die Produktsicherheit und der Zuschnitt auf die Bedürfnisse der Profiköche eine große Rolle, z. B. eine lange Standfestigkeit oder der Convenience-Grad. Erst dann ist der Preis relevant.“ Ziel der Eigenmarkenstrate-gie von Metro Cash & Carry ist es z. B., ein gestrafftes, auf die Anforderungen der einzelnen Zielgruppen zugeschnittenes Portfolio anzubieten. Zurzeit umfasst dieses rund 4.000 Food- und 8.200 Nonfood-Artikel. Ein aufeinander abgestimmtes De-sign erleichtert dabei die Ori-entierung des Kunden. Deshalb hat das Unternehmen im Herbst 2009 auch seine Eigenmarken-welt von mehr als 40 Labeln auf sechs Kernmarken reduziert und hält seitdem z. B. mit Aro eine Eigenmarke auf Discount-niveau bereit und mit Rioba eine für den Kaffeesektor. Im Durchschnitt 15 % günstiger als vergleichbare A-Marken-artikel sind die Produkte der sechs Exklusivmarken nach ei-gener Angabe: „Dabei bieten sie gleichwertige Qualität, auch da überwiegend namhafte Her-steller mit der Produktion be-auftragt sind.“ Im Einheitslook Auch wenn derzeit Bewegung in die Eigenmarken des Food- Zweigleisiger Einkauf Wie im LEH finden Eigen- und Herstellermarken auch im Foodservice zu einem Mit- statt Gegeneinander zusammen. Dabei unterscheiden sich die Strategien der Großhändler aber wesentlich vom LEH. Etwa 70 % aller Verbrau-cher greifen im Lebens-mitteleinzelhandel 44 GVmanager 6-7/2013 immer oder häufig auf Lebensmittel von Handelsmarken zurück, so das Ergebnis einer Studie des IfH (Institut für Handels-forschung) aus dem Jahr 2009. Auch der GV-Koch hat im Groß-handel viele Möglichkeiten dazu. So liegt der Umsatz der Eigenmarkenartikel von Metro Cash & Carry Deutschland z. B. bei ca. 25 %. Einen Anteil von 15 % – gemessen am Umsatz der Gruppe – verdeutlicht die Nachfrage nach Eigenmarken beim Service-Bund. Im LEH werden Eigenmarken vor allem – und im ursprüngli-chen Sinn – als günstige Dop-pelgänger von teureren Her-stellermarken verstanden, die die breite Masse ansprechen. „Aber im Gegensatz zu End-verbrauchern orientieren sich Gewerbetreibende nicht so sehr an Zahlen, sondern vielmehr am für Transparenz in der Verpfl egung! Das Verpflegungs-management system sichert optimale Ergebnisse in der Gemeinschaftsgastronomie: • Speisenmanagement • Menüwunscherfassung • Beschaffungsmanagement • Kostenmanagement JOMO GV-Partner Beratungs- und Software GmbH & Co. KG info@gvpbs.de · www.JOMOsoft.de Foto: © Jacek Chabraszewski – Fotolia.com, © HPW – Fotolia.com Einkaufsmanagement


GVmanager_06_07_2013
To see the actual publication please follow the link above