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GVmanager_06_07_2013

Foto: Henkel selle und leistungsfähige Produkte beinhal-tet. Die Produkte unserer drei Marken – also Persil zum Waschen, Pril zum Handspülen und Somat zum Maschinenspülen – wur-den so konzipiert, dass sie alle möglichen Probleme der Zielgruppe Großverbrauch abdecken. Auch für den Fall, dass das Sor-timent ausgeweitet werden sollte, werden wir den fokussierten Ansatz beibehalten. Vielen ist das lieber als ein 60-seitiger Ka-talog mit sehr problemspezifischen Wasch- und Reinigungsmitteln. Inwieweit kommt die enzymatische Formel auch beim zweiten Anwendungsbereich, den Spülmitteln, zum Einsatz? Speckmann: Allein aufgrund der ganz an-deren Gerätetechnik weicht die Formel der maschinellen Spülmittel von derjenigen der Waschmittel ab. Gewerbliche Spülma-schinen arbeiten mit wesentlich kürzeren Zeiten und höheren Temperaturen. Unter diesen Bedingungen können Enzyme ihre Vorteile nicht so gut ausspielen,weshalb wir hier auf sie verzichtet haben. Allerdings sind die Reinigungsbedingun-gen hier auch anders: Der Schmutz ist weni-ger stark eingetrocknet als im privaten Be-reich. So lässt er sich mittels etwas stärkerer Bleiche und den bewährten phosphathalti-gen Formeln gut entfernen. Wie sieht es mit den Handspülmitteln aus? Speckmann: Die Handspülmittel bestehen aus einer ausgeklügelten Kombination sehr leistungsfähiger, also fettlösender, zugleich aber auch hautfreundlicher Tenside. Tönnesmann: Generell sind uns bei der chemischen Konzipierung auch Sekundär-eigenschaften, wie die Hautfreundlichkeit oder der Faserschutz sehr wichtig. So gren-zen wir uns bewusst von den sogenannten „Schrubbern“ ab, extrem leistungsstarke Waschmittel, die aber auch die Faser stark beanspruchen. Unser Anspruch ist es, dass der Untergrund, sei es die Haut, das Spül-gut oder das Textil, bei all unseren Pro-dukten nachhaltig ge-schont werden soll. Eine wesentliche Sekundäreigen-schaft, in die wir viel Geld und Zeit in-vestieren, ist auch der Duft – nach der Sauberkeit das wichtigste Kaufkriterium für den Privathaushalt und ein Grund, warum wir mit Persil, trotz abweichender Zusammensetzung, in den Großverbrauchermarkt gegangen sind. Bieten Sie Außer-Haus-Betrieben auch be-stimmte Services wie Schulungen? Tönnesmann: Wir haben eine Beratungs- Hotline mit zwölf Experten, die in Textil-kunde, Schmutzarten und verschiedenen Maschinen geschult sind. Falls gewünscht, führen wir bei einzelnen Kunden auch Schu-lungen durch. Besonders liegt uns dabei die richtige Dosierung am Herzen. Hier ist uns Nachhaltigkeit wichtiger als die Verkaufs- und Verbrauchszahlen unserer Produkte. Herzlichen Dank für das Gespräch! kir „Bei der chemischen Konzipierung sind uns auch Sekundär-eigenschaften wie der Duft, der Faserschutz oder die Haut-freundlichkeit sehr wichtig.“ Thomas Tönnesmann Reinigung


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