Tischkultur - Harte Schale, durchdachter Kern

GVmanager_06_07_2013

Foto: Schönwald Tischkultur Harte Schale, durchdachter Kern Den Blick auf innere Werte zu richten, lohnt sich für Küchenleiter auch bei der Auswahl von Geschirr – denn häufig haben Teller und Tassen mehr zu bieten, als sie rein optisch vermuten lassen. Da zeigen sich hilfreiche Details, die dem betagten Gast das Essen oder dem Küchenteam den Alltag erleichtern. Universal Design nennt Ornamin diese besondere Gestaltung seines Melamingeschirrs. Das heißt, „im schönen Äußeren von Teller, Becher und Co. sind innere Werte versteckt“, erläutert Marie Obermeier, Be-reichsleiterin Strategie & Marketing bei Ornamin, und nennt ein Beispiel: „Das sind Funktionen, die z. B. ein selbstständiges Essen und Trinken ermöglichen, ohne zu stigmatisieren.“ Auch Schönwald setzt bei der Gestaltung seines Seniorengeschirrs Donna Senior auf diskrete Details, die eine Hilfestellung beim Essen bieten. Somit kann das Spezialgeschirr nicht gleich als solches entlarvt werden. „Ar-tikel wie Schnabeltassen lehnen ältere Menschen mit kleinen Handicaps häufig ab“, weiß Matthias Schöffel, Marketingleiter von Schönwald, aus Erfahrung. Denn diese sind für jeden sicht-bar auf starke körperliche Beeinträchtigungen zugeschnitten. Manch ein Küchenleiter hätte bei der Geschirrauswahl vielleicht gar nicht die Sichtweise des Essensteilnehmers bedacht, sondern lediglich die der Küche. Doch den Zusatznutzen von Geschirr zu betrachten, lohnt sich. Denn die jeweiligen Produkte helfen z. B. bei der Speisenaufnahme, „wenn die Kraft in den Händen nach-lässt, die Motorik nicht mehr so gut funktioniert oder das Sehver-mögen geringer wird“, beschreibt Natalie Dobler, Bereichsleiterin Ornamin ProVita. Oder das Geschirr dient dazu, Platz und Zeit zu sparen und so wiederum Kosten zu senken – wie es bei der PN (Porzellannorm) von Seltmann Weiden der Fall ist. Zudem ermöglichen es Geschirrhersteller heu-te oftmals auch, eine gemeinsame Lösung für ein individuelles „Problem“ zu finden. Die Se-rie Campus von Ornamin z. B. ist auf diese Wei-se mit dem Studentenwerk Göttingen entstan-den, ein Glasteller der Serie Axum Bohemia von Schönwald dagegen in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Kassel. Im ersten Fall ging es darum, den ökonomischen Workflow zu verbessern, im zweiten Fall darum, ein genaues Abwiegen von Salat zu gewährleisten – beides fällt auf den ersten Blick nicht ins Auge. Optisch ins Auge stechen allerdings die bunten Farben auf weißem Grund, mit denen sich die Kollektion touch! von Kahla von „normalem“ Geschirr abhebt. Das Porzellan ist mit einer spül-maschinenfesten und lebensmittelechten Samtbe-schichtung versehen. „Tassen mit der patentierten Oberfläche bieten ein intensives haptisches Erleb- Schönwald, Donna Senior


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