Spültechnik: Reines Wasser lohnt sich

24_Stunden_Gastlichkeit_03_2013

Reines Wasser lohnt sich Eine optimale Wasseraufbereitung beim Spülen sorgt nicht nur für fleckenfreies Porzellan und glänzendes Besteck, sondern schützt die Maschinen und schont den Geldbeutel. Aber es gibt auch noch weitere Vorteile, über die Gastronomen informiert sein sollten. Unbehandeltes Leitungswasser, oder wie die Techniker es nennen „Roh-wasser“, enthält je nach regionaler Bodenzusammensetzung unterschiedliche Inhaltsstoffe. Dabei handelt es sich im We-sentlichen um Kalk in Form von Kalzium- oder Magnesiumkarbonat, gelöste Salze wie Kalzium, Magnesium oder Natrium, Stoffe wie Schwermetalle, z. B. Kupfer, so-wie feste Stoffe wie Sand oder Rostpartikel aus dem Leitungssystem. Sie alle können nicht nur unansehnliche Be-läge verursachen, sondern das einwandfreie Arbeiten von Spülmaschinen behindern, frühzeitig Ersatzinvestitionen auslösen und höhere laufende Kosten verursachen. „Durch eine Kalkschicht von bereits 0,4 mm auf den Heizstäben der Spülmaschinen erhöht sich deren Energieverbrauch um rund 25 %,“ erläutert Dietmar Zapf, Prokurist bei Meiko, einen der möglichen Nachteile von nicht adäquat aufbereitetem Wasser. Die Hersteller von Spülmaschinen bieten unterschiedliche Methoden zur Wasserauf-bereitung an: Enthärtung, Teilentsalzung, Vollentsalzung und Umkehrosmose. Wel-niger und Klarspüler voll wirken und müs-sen die Härte nicht abbinden.“ Allerdings sei das, betont er, auch eine finanzielle Ab-wägung. „Das Optimum aller Entsalzungs-bemühungen bildet das Umkehr-Osmose-verfahren, mit dem ein fast mineralienfreies Wasser von hohem Reinheitsgrad herge-stellt werden kann“, so Dietmar Zapf. Das Wasser wird dabei unter Druck durch eine Membrane hindurchgepresst, die etwa 98 % aller Inhaltsstoffe zurückhält. Die mit demi-neralisiertem Wasser erzielten Reinigungser-gebnisse seien beeindruckend, und sind be-sonders augenscheinlich bei hoch sensiblem Spülgut wie Gläsern und Bestecken. Das Polieren von Hand ist so überflüssig. Um-kehrosmoseanlagen bieten die deutschen Markenhersteller in unterschiedlichen Lö-sungen: Kompakte Module zum Beistellen auf kleinstem Raum sind für Untertischma-schinen im Thekenbereich geeignet. Integrierte Lösungen gibt es sowohl für kleinere Geräte wie Gläserspülmaschinen als auch als komplette Anlagen für Korbtransport- bzw. Bandtransportanlagen. Diese Anlagen können ihre Wirkung noch besser entfal- ches Verfahren das individuell geeignete für eine Spülküche ist, hängt von drei Aspekten ab: „Die Wasserqualität vor Ort, die Art und Menge des Spülguts und der Anspruch an das Spülergebnis bestimmen das Verfahren der Aufbereitung,“ erläutert Experte Arndt Manter von Winterhalter und ergänzt: „Bei Rohwasser mit einer Gesamthärte von 3°dH (deutsche Härtegrade) ist eine Wasserauf-bereitung dringend geboten. Bei unter 3°dH empfehlen wir gleichwohl zumindest eine Enthärtung. Das bietet u. a. einen langfristi-gen Schutz vor Kalkablagerungen im Boiler. Im anschließenden Spülprozess können Rei- Meiko 50 24 Stunden Gastlichkeit 3/2013 Fotos: Winterhalter, Meiko SPÜLTECHNIK


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