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24_Stunden_Gastlichkeit_03_2013

Präsentation permanent zu erwei-tern bzw. zu verbessern. Welche aktuellen Trends bzw. Entwicklungen werden die Gastronomie Ihrer Meinung nach hierzulande nachhaltig beeinflussen und verändern? Durch die verschiedenen Lebensmit-telskandale der letzten Jahre hat der Verbraucher wieder ein Gefühl für Quali-tät entwickelt. Er hinterfragt den Weg und die Herstellung, legt mehr Wert auf Frische und Zubereitung und ist durchaus bereit, dafür auch mehr zu bezahlen. Dies kommt natürlich der Gastronomie im Allgemeinen zugute, da nicht mehr nur „auf billig“ pro-duziert werden muss und die Köche selbst auch wieder mehr Spaß am Job haben. Was sollten Newcomer oder Quereinsteigern in die Gastronomie vor dem Start eines eigenen Betriebes beachten? Eine solide Finanzierung, die Einhaltung des Budgetplans, ein klares und schlüssi-ges Konzept bzw. einen hieb- und stichfes-ten Businessplan, Beratung und Anschluss an Einkaufsverbände, die Teilnahme an Weiterbildungen sowie einen Rückhalt durch die Familie zu haben. Welche Veränderungen halten Sie für die deutsche Gastronomie für notwendig? Es muss generell ein Umdenken erfolgen – jeder Gastronom und Koch sollte noch mehr Wert auf die Qualität seiner Produkte legen. Die deutsche Küche sollte wieder mehr in den Vordergrund gelan-gen. Nicht jeder Trend aus dem Ausland muss kritiklos übernommen werden. Der Markt wurde in den letzten Jahren be-sonders von asiatischen, mediterranen und südamerikanischen Gerichten regelrecht überschwemmt. Die gute deutsche Küche ist hier in den Hintergrund getreten. In an-deren Ländern lebt man die eigene Kultur konsequenter und ist stolz darauf. Wie beurteilen Sie die Qualität der in Deutschland ausgebildeten Mitarbeiter bzw. Azubis in Gastronomie und Hotellerie? Die Ausbildung in Deutschland zählt auch international zu einer der besten. Unsere Azubis erhalten eine fundierte und teil-weise auch fachübergreifende Ausbildung. Einem Fachkräftemangel kann man als Ausbildungsbetrieb immer entgegenwir-ken. Sehr viele unserer Azubis können übernommen werden. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Mitarbeiter aus? Unsere Mitarbeiter werden natürlich in erster Linie nach ihrem fachlichen Kön-nen ausgewählt. Zweites Kriterium ist die Teamfähigkeit. Wir arbeiten oft in großen Teams, die eingespielt sein müssen. Diffe-renzen oder Querulanten können wir uns hier nicht leisten. Durch regelmäßige Schu-lungen können sich die Mitarbeiter gezielt weiterbilden. Wie schaffen Sie es, Ihren Mitarbeitern Ihre Philosophie von Gastlichkeit zu verinnerlichen? Ich lebe Ihnen vor, was Qualität, Service und Gastlichkeit ausmachen. Die enge Zusammenarbeit mit dem F&B sowie der Direktion ermöglicht es den Mitarbeitern, auch über die Kochtöpfe hinaus ein Gefühl für die Gäste zu erlangen und so entschei-dend zu deren Zufriedenheit beizutragen. Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Ich möchte weiterhin erfolgreich im Job bleiben und für Menschen und Projekte im-mer neugierig und offen sein. Ich sehe mich auch in den kommenden Jahren hier im Unternehmen und freue mich schon heute auf viele interessante Veranstaltungen und Herausforderungen. Daneben steht natür-lich meine Familie, die mich trotz unge-wöhnlicher Arbeitszeiten und oft langer Abwesenheit immer unterstützt hat und voll hinter mir stand und steht. Vielen Dank für das Gespräch! mth aviko.de ERFOLGSFAKTOREN ➙➙ Stringentes Konzept ➙➙ Gutes Qualitätsmanagement und -bewusstsein ➙➙ Auswahl und Motivation der Mitarbeiter ➙➙ Budgetplanung und -kontrolle ➙➙ Verhandlungsgeschick beim Wareneinkauf ➙➙ Stets die Übersicht behalten IM PROFIL l Betriebe: Hotel Esperanto Kongress- und Kulturzentrum Fulda (2005), Bäder Park Hotel – Sieben Welten Therme & Spa Resort (2010) l Zielgruppen: Tagungs-, Wellness- und Individualgäste l Anzahl der Mitarbeiter: ca. 160 l Internet: www.hotel-esperanto.de, www.baeder-park-hotel.de, www.sieben-welten.de STARTHILFE Fotos: Theimer


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