Friedrich Schock und Frank Höck, Blanco Professional: "Graswurzelgeschäft" mit Design

GVmanager_05_2013

Foto: Kirchner „Graswurzelgeschäft“ mit Designanspruch Der Kauf der Unternehmen Kugel und Stahl sowie personelle Änderungen haben Blanco Professional eine neue PS-Stärke verliehen. Wie diese auf die Überholspur führen soll, haben Friedrich Schock, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Frank Höck, Leiter der Geschäftseinheit Catering, erzählt. Herr Schock, welche Rolle spielt die Umfirmierung von Blanco CS in Blanco Professional für die künftige Ausrichtung? Friedrich Schock (FS): Damit haben wir einen Begriff ge-sucht, der die angestammten Geschäftseinheiten Catering, Blick und auch international aus, wer unsere Zielgruppe ist. Damit wollen wir auch unser neues Selbstverständnis doku-mentieren und verdeutlichen, dass wir der B2B-Bereich der Blanco sind, aus der wir erst 2007 als Spin-off hervorgegan-gen sind. An den Werten des Traditionsunternehmens werden wir uns aber weiter orientieren.Welche Bedeutung nimmt die junge Geschäftseinheit Railway ein – und wie wird sich der bisher stärkste Bereich Catering dagegen durch-setzen können? FS: Railway ist ein eigenständiges, internatio- nales Geschäft mit völ-lig anderen Kunden, v. a. Großkonzernen mit hohen Standards und Si-cherheitsanforderungen. Die Welt der Anbieter ist sehr beschränkt, und die Aufträge erreichen schnell mal Millionensum-men – folglich steckt hier ein großes, aber schwer kalkulierbares Potenzial für Kugel, das diese Aufträge unter dem Blanco Professional- Dach ausführen wird. Frank Höck (FH): Ich bin mir sicher, dass Catering in den nächsten zehn Jahren die größ-te Einheit bleiben wird, auch wenn die Zweige Industrial und Railway andere Potenziale ha-ben. Das können wir durch ein stetes nationales und internationales Wachstum ausgleichen. FS: Der Bereich Catering ist einfach ein Graswurzelgeschäft mit vielen Hundert Kunden in vielen Ländern. Daher wird weiterhin all unsere Kraft im Catering liegen. Herr Höck, was tun Sie als neu-er Leiter der Geschäftseinheit Catering, um deren Position zu festigen? FH: Wir haben die Geschäfts-einheit im Oktober restruk-turiert und den Vertrieb der neuen Unternehmensmitglie-der Kugel und Stahl, wo sinn-voll, integriert, um schlagkräftiger zu sein. So haben wir durch den Zukauf von Stahl zusätz-lich zur Blanco-Kompetenz der modularen Speisenausgabe, die Kompetenz des konstruierten Anlagenbaus hinzubekommen. Durch die gemeinsame An-sprache von bisherigen, reinen Blanco- oder Stahl-Kunden ent-stehen Synergien. Kugel hatte bisher keinen professionellen Vertrieb und profitiert von der Integration seines Geschäfts-zweigs Abdeckungen und Sys-temgastronomie- Einrichtungen in die Vertriebsstruktur Catering. Welche Produkte stehen 2013 im Bereich Catering im Fokus? FH: Die zweite Generation von Blanco Cook hat einen Inno-vationsschub durch die neue Abluftfilterung mittels Ion-Tec bekommen, die auch Blaurauch eliminiert. Was zählt, sind aber nicht immer nur große Innovationen. Auch relativ unspek-takuläre Neuheiten im Serienbereich können für Furore sor-gen und gut dazu beitragen, das Seriengeschäft auszubau- Friedrich Schock (l.) und Frank Höck Medical, Industrial sowie die junge vierte Geschäftseinheit Railway besser abdeckt. Die Abkürzung CS für Customized Solutions war nicht aussage-kräftig genug, geschweige denn selbsterklärend. Blanco Professional sagt auf den ersten Interview


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