Manager im Gespräch - Günther und Stefan Lehmann, Lehmanns Gastronomie, Köln-Dransdorf: Zusammen stark

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Foto: Lehmanns Gastronomie Service Zusammen stark Nicht nur für das eigene Unternehmen haben Günther Lehmann und Sohn Stefan als Geschäftsführer das Potenzial von Zusammenschlüssen genutzt. Beide haben auch Zusammenschlüsse begründet, die die Branche vorantreiben, z. B. beim Einkauf. Wir haben zu klein gedacht“, ent-schuldigt sich Stefan Lehmann beinahe, wenn er von den Neu-bauplänen der Lehmanns Gastronomie be-richtet. Erst seit 2,5 Jahren als komplett neu gebaute Zentralküche in Betrieb, ist diese bereits jetzt an ihre Kapazitäten gestoßen. Gestartet mit 2.000 Essen im Jahr 2010, kamen pro Jahr etwa 1.000 Essen hinzu, die von dort ausgeliefert werden sowie wei-tere 2.000 Essen, die in großen Schulzent-ren vor Ort gekocht und/oder regeneriert werden. Kurz vor dem Umzug bezeichnete Günther Lehmann die alte Küche noch als „U-Boot-Küche“, in der nichts mehr ging, heute hat der Neubau beinahe ähnlichen Status – und das obwohl bereits von 4 bis 20 Uhr produziert wird. Mehr dazu haben uns Stefan und Günther Lehmann im Ge-spräch berichtet. Wie wollen Sie dem Kapazitätsproblem be-gegnen, Kunden abweisen oder anbauen? Stefan Lehmann (SL): Wir werden im Som-mer ein Kühlhaus zur Kaltkommissionie-rung sowie ein Thermoportelager anbauen, das entzerrt bereits einiges. Darüber hinaus tauschen wir demnächst zwei 60-l-Kessel gegen einen weiteren 300-l-Kessel aus. Weiter können wir technisch nicht mehr viel aufstocken. Zudem haben wir ein Grundstück dazuge-kauft, auf dem wir für unsere unerwartet vielen Mittagsgäste des Bistros und unsere vielen Mitarbeiter einen größeren Parkplatz bauen wollen. Etwas später folgt dort even-tuell eine Lagerhalle und in einigen Jah-ren vielleicht sogar eine ganz neue Küche. Dann hätten wir wieder für jedes unserer Kerngeschäfte eine Küche: die neue für die Kita- und Schulverpflegung und die jetzi-ge, die man für Catering und Partyservice zurückbauen könnte. Bisher hatten wir die-ses Geschäftsfeld von der Altenheimküche aus betrieben – übrigens unser allererstes Standbein, das wir im vergangenen Jahr mit Auslaufen des Pachtvertrags zugunsten unserer Kerngeschäfte aufgegeben haben. Zweijährliche Ausschreibungen, Preis-kampf – Schulverpflegung ist ein hartes Geschäft. Wie haben Sie trotz allem so schnell wachsen können? SL: Um auf uns, als neuen, kleinen Schul-verpfleger aufmerksam zu machen, haben wir anfangs viel Werbung gemacht. Mit meiner Projektarbeit im Rahmen der Wei-terbildung zum Verpflegungsbetriebswirt habe ich für derartige Marketingaktionen, aber auch für die Erschließung des Markts generell einen guten Grundstein gelegt. 10 GVmanager 5/2013


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