Gedächtnis inklusive

GVmanager_04_2013

RECHENBEISPIELE: Wie lassen sich bei der Speisenverteilung Logistikkosten sparen? 1) Durch den Hol- und Bringdienst Ausgangssituation: Die Tabletttransportwagen Nach der Speisenproduktion und -portionie-rung sollten die Behältnisse bzw. das Schwarzgeschirr zentral und sortenrein gespült werden, um anschließend für die ersten rücklaufenden Tablettsysteme freie Kapazitäten zu haben. Weitere Hinweise und ausführliche Checklisten rund um die Logistik und vieles mehr erhalten Interessenten in den Seminaren von Netzwerk Culinaria. kosten etwa um denselben Faktor, also um rund ein Drittel. „Krankenhäuser sollten mindestens in einen zweifachen Wagensatz zum Transpor-tieren investieren, um einen möglichst reibungs-losen Kreislauf zu gewährleisten: Ein Wagensatz ist z. B. für das Mittagessen im Umlauf, der zwei-te steht zum Vorportionieren des Abendessens am Speisenverteilband bereit“, veranschaulicht Thomas Loos. EXTRA Klinik & Heim Stellfläche benötigen – doch ein diskontinu-ierlicher Wagenrücklauf blockiert den laufen-den Spülbetrieb, führt zu einer verminderten Maschinenauslastung, verlängert die Spülzeiten und verzögert möglicherweise die Vorportionie-rung der nächsten Mahlzeit.“ Sind der Spülbetrieb sowie die Logistik auf sechs Stunden ausgelegt, werden aber tatsäch-lich acht Stunden gespült, steigen die Personal- Gedächtnis inklusive Bei Rieber bekommt „SMS“ eine ganz neue Bedeutung: Scannen – Messen – Senden sind die drei wesentlichen Aktionen des Systems °Check, welches das Hygienemanagement mittels QR-Code und Temperatursensoren automatisiert. QR-Code auf Am selben Ort produziert und ausgege-ben wird heute nur noch selten. Der immer komplexeren Logistik und Organisation beim Inhouse- oder Außer-Haus-Geschäft kommt das System °Check entgegen, das Rieber mit dem Unternehmen Protecting Resources entwickelt hat. Es dient dazu, in Echtzeit zu sehen, welche Spei-se sich wo und mit welcher Tem-peratur befindet. Möglich wird dies durch die Kombination von QR-Codes und Temperatursen-soren. Letztere werden dazu z. B. im Rieber Thermoport® oder dem Systemkühlschrank gastropolar® angebracht. Sie können aber auch an weiteren Critical Points, die für die HACCP-Dokumentation zu messen sind, installiert werden. Die Übertra-gung der Daten kann automatisch oder manuell erfolgen. Beim Auto-°Check gelangen die Werte zu Gerät, Zeit und Tempe-ratur per Router und WLAN automatisch an die Datenbank. Werden Kern- oder Raumtemperatu-ren überschritten, werden auf diesem Weg auch Warnmeldungen ausgegeben. Beim Manuell-°Check kommt das SMS-Prinzip zum Tragen. Per Smartphone und einer App werden die pro Test-punkt angebrachten QR-Codes gescannt. So wird das jeweilige Gerät der Dokumentationskette identifiziert. Nachdem der An-wender einen ans Smartphone angeschlossenen Kerntempe-raturfühler an den Testpunkt bringt, startet er die Messung der Daten, die anschließend per Smartphone an die Da-tenbank gesendet werden. „Hintergrund dieser Ent-wicklung war u. a., die einzelnem GN QR-Code auf Großgebinde oder definierter Einheit MANUELL-°CHECK Smartphone scannt den QR-Code zur eindeutigen Identifikation der Critical Points. Temperatur wird mit Kerntemperaturfühler erfasst. Zusätzliche Infos können eingegeben werden. Produkt, Zeit, Tempe-ratur, Info werden an die Datenbank gesendet. Zettelwirtschaft in Großküchen zu minimieren“, erläutert Ralph Martin, Leiter Design & Marketing bei Rieber. Damit das System langfristig markt- und produktübergreifend eingesetzt werden kann, will Rieber weitere Partner gewinnen. (TTW) liefern 3 Mal täglich Essen, ein Weg dauert 5 Min. (hin und zurück = 10 Min.). Essen wird an 365 Tagen im Jahr an 1.000 Patienten ausgeteilt. Der Stunden-satz inkl. Lohnnebenkosten beträgt 13 €. Variante 1: TTW für 40 Tabletts 1.000 : 40 = 25 TTW sind nötig 25 (TTW) x 10 (Min.) x 3 (Mal pro Tag) x 365 (Tage) = 273.750 Min. = 4562,5 Std. Die jährlichen Personalkosten betragen 59.312,5 € (= 4562,5 Std. x 13 €) Variante 2: TTW für 20 Tabletts 1.000 : 20 = 50 TTW sind nötig Jährliche Personalkosten: 118.625 €. Quelle: Netzwerk Culinaria 2012 2) Durch das Regeneriersystem Induktion Ausgangssituation: 16 Tabletts je TTW, ca. 500 Patienten/Tag, 45 Min. Regenerier-zeit, Stromkosten je kW 0,25 € Variante 1: Regenerieren mit Induktion Jährliche Energiekosten (inkl. Vorkühlen) bei - Vollbestückung: 5.600,93 € - Teilbestückung, 50%ige Wagenauslastung: 3.790,53 € Variante 2: Regenerieren mit Heißluft Jährliche Energiekosten (inkl. Kühlung) bei - Vollbestückung: 8.486,25 € - Teilbestückung, 50%ige Wagenauslastung: 6.789 € Quelle: Netzwerk Culinaria – Praxistests Hupfer Marketing Center 2012 Fotos: Netzwerk Culinaria, Rieber 30 GVmanager 4/2013


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