Food - Spargel: Spargel auf Weltreise

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und Zitronensaft oder Essig und mit Salz angerichtet. In Namibia wiederum wird er in süß-exotischen Gerichten mit Mandeln, Mango und Süßkartoffeln gegessen. Weltweit ist grüner Spargel am bekanntes-ten und findet z. B. in Italien in Risottos, zu Pasta, Kalbsschnitzeln oder als Pizzabelag Verwendung. In den USA wird der grüne Spargel als Gemüsebeilage zu Fleisch ge-gessen, während man den weißen Spargel nur von deutschen Auswanderern kennt. Die Franzosen wiederum schätzen den wei-ßen und den violetten Spargel. Letztere Sor-te hat einen rosa bis violett-purpurnen Kopf und wird nicht sofort nach dem Durchsto-ßen der Erde geschnitten. Der Geschmack ist etwas intensiver als der des weißen Spargels, aber nicht so kräftig wie der des grünen. Mit der intensiven Farbe sorgt er für Abwechslung auf dem Teller. Zubereitet wird er in Frankreich am liebsten, indem man Stücke davon in Olivenöl an-brät. So wird er als Beilage serviert oder einem Salat beigemischt. Gekocht wer-den sollte er nicht, da er sonst seine Farbe verliert und dunkelgrün wird. Der Seespargel, wie er auch in einem Rezept verwen-det wird, das in unserem Online-Special zu finden ist (s. Tipp r.), hat übrigens nichts mit Spargel zu tun. Auch Sali- Vete a freír espárragos!“ – „Geh doch, um Spargel zu braten!“ Dieser in Spanien gängige Ausspruch ist mit dem deutschen „Geh, wohin der Pfeffer wächst!“ zu vergleichen und kommt wohl daher, dass die Menschen es früher als ver-werflich empfanden, den teuren Spargel einfach in die Pfanne zu werfen. Doch die Zeiten haben sich geändert, heute ist die Zubereitung in der Pfanne nicht nur in Spa-nien, sondern rund um die Welt gängig. Der Deutsche isst dabei immer noch am meisten Spargel – bevorzugt den klassi-schen weißen Bleichspargel. Knapp 2 kg werden pro Person und Jahr ge- und ver-putzt. Zudem ist Spargel in Deutschland die Gemüseart mit der größten Anbaufläche – noch vor Karotten und Zwiebeln. Dabei liegt die Herkunft des Spargels höchstwahr-scheinlich in Ägypten. Die Römer sorgten für die rasche Verbreitung des Spargels in ganz Europa und waren auch die ersten, die das Gemüse „professionell“ anbauten. Dabei garten sie den Spargel in kochendem Salzwasser, die Wüstenvölker Arabiens da-gegen grillten ihn über dem Feuer. Die wilden Stangen Die Griechen und Römer waren regelrechte Fans des sogenannten Wildspargels mit sei-nem besonders aromatischen Geschmack. Dieser wird auch heute wieder angeboten und ist gerade in den Mittelmeerländern und Südostasien sehr beliebt. Die Stangen sind wesentlich dünner als die des norma-len Spargels, müssen nicht geschält werden und können ohne Kochen z. B. nur kurz an-gebraten werden. Sparangi heißt etwa der wilde griechische Spargel. Gekocht wird er in Griechenland typisch mit Olivenöl Fotos: © volff – Fotolia.com, © sato – Fotolia.com, Unilever Food Solutions Des Deutschen liebstes Gemüse ist und bleibt der Spargel. Wie kommt er in den Küchen anderer Länder auf den Tisch? Welche Ideen lassen sich aus den weißen, grünen oder violetten Kreationen für die deutschen Töpfe abschauen? Spargel auf Weltreise 22 GVmanager 4/2013


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