Gasthof Kaiserblick, Oberaudorf: Bayern erleben

24_Stunden_Gastlichkeit_02_2013

ERFOLGSFAKTOREN ➙➙ Konsequentes Eingehen auf die Wünsche der einzelnen Gästegruppen: Stammgäste, Kinder, Reisegruppen ➙➙ Autobahnnähe und konsequenter Ausbau dieses Geschäfts ➙➙ Angepasste Speisekarte ➙➙ Ausrichtung von Veranstaltungen ➙➙ Hoher Qualitätsanspruch, z. B. Aus- zeichnung mit GastroManagementPass KONZEPT GASTHOF KAISERBLICK – OBERAUDORF Gutbürgerlicher Gasthof mit bayrischer Ausrichtung und erweiterter Speisekarte mit Extras für jeden Geschmack. Musikabende, Events und Raum für größere Gruppen. l Inhaber: Johann Bäuerle l Mitarbeiter: 9 l Plätze: 170 (innen), 100 (außen) PROFI-PARTNER • Brot & Backwaren: Resch & Frisch • Eis: Langnese • Gläserspülmaschine: Karlheinz Friedrichs/ Decker Spültechnik • Kaffeemaschine: Douwe Egberts • Küchenplanung und Ausstattung (u. a. Induktionsherd, Lüftung, Kombi-dämpfer): König F. Fotos: Franke • Porzellan: Vega 39 flexiblere Tischordnung zu ermöglichen. Die Stube mit den dunklen Holzbänken von 1972 wurde aufgrund einer Umfrage be-wusst so gelassen, da das Urteil der Gäste lautete: Die gehören zum Kaiserblick! Bayern plus Extras „Während wir früher viel mehr Umsatz mit Getränken erzielten, läuft das heute über das Mehr-Essen“, erklärt der Wirt, der sein Geschäft von der Pike auf gelernt hat: 1972 fing er nach einer Lehre als Commis beim Arabella Spitzingsee an und arbeitete sich bis zum Restaurantchef und Direktionsassis-tent hoch. „Früher haben die Leute drei Bier getrunken, heute trinken sie eins. Auch der Stammtisch ist weggestorben. Die Jungen kommen viel mehr zum Essen. In die Wirt-schaft allein zum Trinken zu gehen, ist nicht mehr“, berichtet er. Auf diese veränderten Strukturen ging der Gastronom ein, indem er seine bayrische Speisekarte erweiterte, z. B. um Steaks, Asia- und Fischgerichte. Die Umstellung der Speisekarte ermöglich-te erst der Chefkoch Detlef Herglotz, der seit acht Jahren dabei ist. Zusammen gestalten sie die Speisekarte einmal im Jahr anhand des Kassensystems, das „Schläfer“ und „Renner“ wie Schnitzel, Haxn, Schweins-braten oder Tafelspitz mit Meerrettichsauce ermitteln hilft. Zudem gibt es jeden Sonntag frische Enten. „Dass wir bodenständig ge-blieben sind, hat sich als goldrichtig heraus-gestellt“, hebt der Wirt hervor. Bayern als Event Außerdem packt er die Gelegenheiten beim Schopf, um Events zu starten: Dieses Jahr ist es sein 25-jähriges Jubiläum, 2012 waren es „90 Jahre Löwenbräu“, und der 550-jährige Geburtstag des Hauses wurde 1995 gefei-ert. Seit der Fußball-WM 2006 gab es auch immer wieder Fußball-Events auf Großlein-wand. „In Oberaudorf hat damals niemand daran gedacht, Fußballspiele im Maxiformat zu übertragen, aber ich bin auf dem Speicher herumgerannt und habe Kabel verlegt. Das war eine große Investition, aber ich war da-von überzeugt und der Erfolg hat uns recht gegeben“, resümiert er. Im Eventgeschäft zahlt sich Durchhaltevermögen aus. Das sind für ihn alles Mosaiksteine des Erfolgs, so wie die Musikabende, die er seit 40 Jahren mit seinen Geschwistern veranstaltet. Stolz ist er auch auf den 2012 erlangten „GastroManagementPass“, eine Auszeichnung des bayrischen Staates sowie mehrfacher Gewin-ner im Wettbewerb „Bayerische Küche“ zu sein. Doch Johann Bäuerles Erfolgsgeheim-nis liegt näher: „Gastronomie ist eine sehr persönliche Sache. Der Gast muss fühlen: Hier bin ich gut aufgehoben.“ F. König www.gasthof-kaiserblick.de 24 Stunden Gastlichkeit 2/2013


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