Facebook: Marketing unter Freunden

GVmanager_03_2013

Management Marketing unter Freunden Facebook wird immer mehr zu einem Online-Marketinginstrument. Wie nutzen GV-Betriebe die Plattform und welche Erfahrungen haben sie damit gemacht? Wir haben nachgefragt. Foto: © kbuntu – Fotolia.com chef. „Da wir verschiedene Betriebsrestaurants, Cafeterien und Kantinen betreiben, mit überall unterschiedlichen Anforderungen, Speisen und Preisen, haben wir uns entschieden, unsere Außendarstellung für das Betriebsrestaurant im GSZM über Facebook zu optimieren.“ Facebook sei dabei eines von mehreren Marketingtools. „Das allein reicht sicher nicht“, ist sich Küchenchef Stefan Niggemann sicher. Inwiefern GV-Betriebe von Facebook profi-tieren und welche Herausforderungen da-hinter stecken, haben uns die Betriebe im Gespräch verraten: Welchen Nutzen können Sie durch Ihre Präsenz auf Facebook spüren? Thomas Faust, Assistent strategische Ent-wicklung, Studentenwerk Halle: Der Gast kann jedes Essen mit „Gefällt mir“ bewerten und/oder kommentieren. Beides erfolgt in zunehmenden Maße und bezüglich der Kommentare erfreulicherweise gleich verteilt mit Lob und Kritik. Beides muss natürlich moderiert oder kommentiert werden. Wir erreichen dadurch ein direktes Feedback und können so noch besser auf die Kundenwünsche eingehen. Facebook-Seite des Studentenwerks Halle werden auch auf Twitter und Google+ gesendet bzw. gepostet. Nahezu täglich ist auch das Studentenwerk Göttingen auf seiner Facebook-Seite aktiv, z. B. um Änderungen im Speiseplan, Öffnungs- und Schließzeiten oder Termine und Veranstaltungen bekannt zu machen. „Gemäß der Bitkom forsa Umfrage sind 96 % der 14- bis 29-jährigen Internetnutzer in sozialen Netzwerken und 67 % davon aktiv bei Facebook“, verdeutlicht Katrin Schöll, Studentische Kommunikation des Studentenwerks Göttingen. Die Erkenntnis, dass große Teile ihrer Zielgruppe studiVZ und mittlerweile Facebook und Twitter nutzen und darüber erreichbar sind, gaben den Entschluss, im Oktober 2009 beizutreten. Auch auf Twitter, studiVZ, myspace und YouTube ist das Studentenwerk aktiv. Zeitnahes Feedback Seit etwa einem Jahr nutzt Lebenswelten- Catering aus Berlin die Online-Plattform Facebook. „Wir wollen damit vor allem unseren Gästen die Möglichkeit geben, sich zeitnah über Speisepläne, Aktionen, Trends etc. in unserem Restaurant zu informieren“, sagt Stefan Niggemann, Leitender KüchenW as als soziales Netzwerk unter Studenten begann, hat mittlerweile Weltruhm erlangt. Die Online- Plattform Facebook wird schon lange nicht mehr nur für private Zwecke genutzt. Neben Restaurants, Bars und Hotels zieht auch die Gemeinschaftsverpflegung, vor allem Studentenwerke und Betriebsrestaurants, mit eigenen Facebook-Seiten nach, auf denen sie z. B. Speisenpläne veröffentlichen. „Wir haben damit die Hoffnung, in direkten Kontakt mit unseren Gästen treten zu können“, nennt Klaus Schrage, Vorsitzender des Vereins Pressekantine e.V., dem Träger des Presserestaurants Nürnberg, einen Grund für den Facebook-Beitritt im Mai 2011. „Außerdem wollten wir mehr spontane Besuche generieren und ein jüngeres Publikum ansprechen.“ Auf der Facebook- Seite sind z. B. die Wochen- und Tagesspeisepläne oder Aktionen zu sehen, gelegentlich werden auch Fotos oder Rezepte veröffentlicht. Junge Zielgruppe Um die jungen Gäste anzusprechen, sind bereits viele Studentenwerke in Facebook vertreten. Das Studentenwerk Halle ist derzeit mit zehn der 13 Mensen und Cafebars dort zu finden. „Unser Speiseninformationssystem, das den Internetspeiseplan zum Abruf und die Information und Wegführung über Monitore in den Einrichtungen vor Ort bietet, postet automatisch zu einem von uns gewählten Zeitpunkt den Speiseplan auf die jeweilige Mensa-Facebook-Seite“, erklärt Thomas Faust, Assistent strategische Entwicklung des Studentenwerks Halle. „Dadurch muss der Studierende – unsere Hauptzielgruppe – nicht einmal mehr den Speiseplan abrufen (pull), sondern liest ihn automatisch auf der Timeline in Facebook auf dem Smartphone, dem PC im Computerpool … (push). Es wird also noch einfacher, informiert zu sein.“ Die Inhalte der 68 GVmanager 3/2013


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