Page 23

GVmanager_03_2013

Foto: DM&A Hotel Room Service-Konzept Besonderheiten ■ Bestellung rund um die Uhr, i.d.R. aber von 7 bis 19 Uhr (Frühstück bis 11 Uhr, Mittagessen bis 15 Uhr, Abendessen bis 19 Uhr) ■ Lieferung erfolgt max. 45 Min. nach Bestellung ■ komplettes Frischküchenkonzept, aber Ergänzung um Sous Vide- oder Cook & Chill-Produkte möglich ■ Speisen individuell zusammenstellbar aus jährlich wechselnder, saisonal angepasster Karte ■ Bestellung per Call Center oder Flatscreen am Bett ■ intelligente Software von Delegate koordiniert Bestell- und Produktionsprozesse und beachtet diätetische Restriktionen Vorteile ■ Patientenzufriedenheit von 90-99 % ■ geringere Kosten ■ weniger Essensreste ■ Genesungsprozess durch Ernährung beschleunigt ■ Entzerrung der Prozesse: Behandlungszeiten korrelieren nicht mit Essenszeiten ■ kleinere Küchen nötig ■ Personalbedarf verteilt sich kontinuierlich Weitere Informationen: www.chefdon.com tige Speisen zu servieren“, behauptet Bill Klein. Zur Berechnung der genauen Kosten und Einsparungen sei aber eine Machbar-keitsstudie unerlässlich. Ein Zahlenbeispiel liefert das University of Alabama at Bir-mingham Hospital, mit 1.000 Betten eines der größten Krankenhäuser des Landes, das mit Hotel Room Service arbeitet. Es erwartet Einsparungen von 250.000 Dollar im Jahr – und das bei einer Speisenauswahl mit allein 18 Desserts. Dazu tragen verschiedene Fak-toren bei: Es fallen weniger Speisereste an, die Patienten essen besser und benötigen entsprechend keine Zwischenmahlzeiten oder Zusatznahrung. Zudem reichen kleine-re Küchen aus. Dank dieser Sparpotenziale amortisieren sich die Start-up-Kosten erfah-rungsgemäß in weniger als zwei Jahren. Personalkosten lassen sich dagegen, je nach Modell, kaum einsparen. Zwar ent-zerren sich die Produktionszeiten, dafür ist der Personalbedarf – verteilt auf mehrere Schichtzeiten – auf konstantem Niveau. Fachpersonal ist aufgrund des Frischkü-chensystems ebenfalls unerlässlich. Hinzu kommen Mitarbeiter für den Lieferservice und den Bestellprozess, der großteils per Call Center abgewickelt wird. Teils wäh-len die Patienten auch per Touchscreen am Bett aus. Die Software im Hintergrund ist das Herzstück des gesamten Konzepts und koordiniert alle Prozesse. Darüber hinaus fungiert sie aber auch als „Ernährungsbe-rater“ und gibt bei der Speisenwahl diäteti-sche Restriktionen vor. „Die Software kann sogar Mangelernährung vorbeugen. Sie re-gistriert, wenn ein Patient nichts bestellt hat und lässt dann nachhaken. Manchmal ist schlichtweg Demenz die Ursache“, erläu-tert Dieter Raebel von Delegate, der diese Software anbietet. „Dann kann eingerichtet werden, dass Angehörige oder Pflegekräfte das Essen für diese Patienten bestellen.“ Problemlos importierbar Eignet sich das Konzept auch für Deutsch-land? „Wir setzen es bereits in den USA, Australien, Kanada und bald in England um. In Deutschland ist es ebenfalls mög-lich“, erläutert Bill Klein, der bereits über 150 derartige Konzepte betreut hat. „Man sollte aber unbedingt einen Profi für die Planung und Umsetzung hinzuziehen, da so viele Kleinigkeiten zu berücksichtigen sind – bis hin zur Schulung der Pflege.“ kir Das neue SefCookngCente whteffcency Effzenz tfft Genuss Besuchen Se uns auf de NTERNORGA n Hambug, Hae Aˆ/Stand Š‹ˆ Das patent e te H Dens tyCont o – Ga qua tät neu e funden mehr Kapazität* weniger Energieverbrauch* schneller* % % % Ds neue, ptentete HDenstyConto sot fü heusende Gqutat und -estun und ds be mnmem Ressoucenvebuch. Zusatzch spen Se duch kue schbeschckunen ehebch n Zet. De Bedenun st evoutona enfch. Se psst sch n und ent stand dzu. Ds st whteffcency! www.atona-onne.de * m Veech zu hekömmchen Comb-Dampfen. Lesen Sie im Online-Archiv, wie das Stationsküchenkonzept derzeit in Heidelberg umgesetzt wird: GVmanager 1-2/2013, S. 16ff. 3/2013 GVmanager 21


GVmanager_03_2013
To see the actual publication please follow the link above