Patientenverpflegung - Room Service: Was man will, wann immer man will

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Foto: DM&A Patientenverpflegung Um keine falschen Vorstellungen zu wecken: Ganz ohne Einschränkun-gen für den Patienten ist das Hotel Room Service-Konzept nicht. So kann er z. B. nur Komponenten und Speisen bestel-len, die in der großen, jährlich oder saisonal wechselnden Karte aufgeführt sind. Bestellung rund um die Uhr Doch die Wahlmöglichkeiten sind vielfältig und erinnern an das Baukastensystem so mancher amerikanischen Fastfood-Kette: Welches Dressing darf‘s zu welchem Salat sein, welches Brot für welches Sandwich und welche Beilage zu welchem Hauptge-richt? Auch die Bestellzeiten sind geringfü-gig eingeschränkt: „Gängig ist es, den Room Service von 7 bis 19 Uhr anzubieten, mit einer Frühstückszeit bis 11 Uhr und einer Mittagessenzeit bis 15 Uhr, es gibt aber auch 24-stündige Modelle“, berichtet Bill Klein, der dieses Konzept als Berater bei DM&A in den USA individuell auf interessierte Klini-ken anpasst. Allerdings lässt sich auch das erste Modell auf eine Art Rund-um-die-Uhr- Service ausweiten, indem eine Gourmet Box mit heißer Suppe für die Zeiten von 19 bis 7 Uhr bevorratet wird. Egal welche Variante eingeführt wird, die Patientenzufriedenheit schnellt laut Bill Klein in kürzester Zeit hoch auf Werte zwischen 90 und 99 %. Frisch vor Ort gekocht Auf der Suche nach einem möglichen Ha-ken dieses Konzepts, kommen weitere Vor-züge zutage: Jedes Gericht wird individuell und vor allem aus frischen Zutaten in einer eigenen Küche auf dem Klinikgelände ge-kocht. „90 % der Menükomponenten wer-den frisch produziert, nur z. B. Schmorge-richte etwas im Voraus“, erläutert Bill Klein. „Selbst Convenience-Produkte sind nicht nötig. Allerdings kann man unser Frischkü-chenkonzept etwas modifizieren und Cook & Chill- oder Sous Vide-Produkte miteinbe-ziehen“, ergänzt er. Stößt dieses Konzept in großen Kliniken sowie bei einem Campus- Gelände nicht an seine Grenzen? „Auch da-für haben wir spezielle Prozesse entwickelt, die auf einem besonderen Transportsystem und einer Art Satellitenküchen basieren. Um das zu verstehen, empfiehlt sich aber ein Vor-Ort-Besuch“, erläutert Bill Klein. Trotz des hohen Service-Charakters ermög-liche das Konzept zudem enorme Kosten-einsparungen. „Hotel Room Service ist die im Vergleich günstigste Methode, hochwer- Wa s man will, wann immer man will Room Service wie im Hotel gibt es in den USA auch in immer mehr Krankenhäusern. Das Konzept setzt auf das hier bekannte Stationsküchenkonzept noch eins drauf: Der Patient kann dann, wann er Hunger hat, das bestellen, was er gerade möchte. Wenig später wird statt eines regenerierten, ein frisch gekochtes Essen geliefert. 20 GVmanager 3/2013


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