Seniorenverpflegung - Wettbewerb gesund.gekocht.gewinnt: Fünf Sieger - fünf Erfolgskonzepte

GVmanager_03_2013

BRK Seniorenhaus am Schloss, Tüßling Das Konzept in Kürze: Die Bewohner der Wohngruppen helfen den Präsenz-kräften in der offenen Wohnküche beim Kochen. Ziel ist es, weiter einen nor-malen Alltag zu leben. Den Speiseplan bestimmt die Hausgemeinschaft selbst. Dabei stammen frisches Obst oder Gemüse oft aus dem eigenen Garten. Warum haben Sie teilgenommen? Das Ziel war, unsere Leistungen darzu-stellen und zu zeigen, dass auch die Verpflegung in stationären Einrichtungen qualitativ hochwertig sein kann. Was hat’s gebracht? Es hat sich bestätigt, dass im Hausgemeinschafts-mo-dell die Verpflegung einen besonderen Stellenwert hat und Fachkräfte auch im hauswirtschaftlichen Bereich unverzichtbar sind. Wir haben ge-lernt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Was machen Sie mit dem Geldpreis? Damit können die Präsenzkräfte Dinge kaufen, die sonst nicht ins Budget passen. Seniorenwohnen Grafenau Das Konzept in Kürze: Die Küche versteht sich als aktiver Teil des Hauses, ist für Wünsche der Bewoh-ner sehr offen und kennt sie sogar persönlich. Das Essen ist traditionell geprägt, primär aus frischen Zuta-ten und selbstgemacht. Warum haben Sie teilgenommen? Wir wollten unser Verpflegungsan-gebot darstellen und uns mit und an anderen messen. Zudem war es eine Möglichkeit, das eigene Handeln zu reflektieren und zum Wohle der Bewoh-ner weiterzuentwickeln. Was hat’s gebracht? Eine wichtige Erkenntnis war, dass die Zusammenarbeit im Küchenteam, sowie ein intensiver Kontakt zwischen Küche und Bewohner unverzichtbare Qualitätskriterien sind. Zudem wissen wir nun, dass es nicht primär darauf ankommt, wie viel Geld man für die Lebensmittel ausgibt, sondern mit welchem Bewusstsein sie zubereitet werden. Hier ist das Team gefragt, aber auch der Betrieb. Dieser entscheidet, ob im klassischen Sinn mit weitgehend frischen Lebensmitteln gekocht wird oder einfach nur Fertigprodukte bezogen werden. Wir haben uns für Ersteres entschieden und fühlen uns darin bestärkt. Was machen Sie mit dem Geldpreis? Es wird etwas sein, das unseren Bewoh-nern zu Gute kommt und mit dem wir unsere Verpflegung weiter verbessern. Seniorenverpflegung Maria-Martha-Stift, Lindau Das Konzept in Kürze: Nach dem Prinzip Kost in Form wird pürierte oder passierte Kost op-tisch aufbereitet. Auch Smooth-food, Fingerfood, eine mobile Saftmaschine und ein wöchent-liches Frühstücksbuffet zählen zum Portfolio. Um speziell auf die Senioren eingehen zu können, investiert das Haus regelmäßig in weiterführende Mitarbeiterqualifikationen. Warum haben Sie teilgenommen? Mit der Bewerbung haben wir gleich mehrere Ziele verfolgt, begonnen beim Grundsatz „Tue Gutes und rede darüber“. Zweitens war uns klar, dass uns eine Auszeichnung ein gutes Argument für die Pflegesatz-verhandlungen in die Hand geben würde. Drittens sorgt so ein Preis für Werbung. Viertens ging es uns darum, die Mitarbeiter der Küche etwas ins Rampenlicht zu stellen und meine Wert-schätzung als Heimleiterin ihnen gegenüber auszudrücken. Was hat’s gebracht? Durch die Auszeichnung wurden wir für unser Engagement und die Kreativität belohnt – Dinge, die auch den Weiterbildungen entspringen, in die wir investieren, um das Team zu motivieren und zu befähigen. Durch die an-schließende Diskussion haben wir gelernt, dass Pflege und Hauswirtschaft in engerem Austausch stehen müssen. Was nützt es, wenn die Küche die kreativsten Kostformen anbieten kann, die Kapazitäten und das Know-how vorhanden sind, diese aber nicht in dem Umfang abgerufen werden, wie es sinnvoll wäre? Anzustreben ist, dass die Köche und Hauswirtschafts-mitarbeiter alle Bewohner und deren Besonderheiten kennen. Was machen Sie mit dem Geldpreis? Der Geldpreis ist denen zu Gute gekommen, die ihn sich erarbeitet haben. Die Hälfte wurde bar ausgezahlt, den anderen Teil will das Team nutzen, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Auch das fördert den Zusammenhalt. 18 GVmanager 3/2013 Fotos: KErn Fünf Sieger – fünf Erfolgsrezepte Fünf Senioreneinrichtungen wurden beim bayerischen Wettbewerb „gesund.gekocht.gewinnt.“ des Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn) ausgezeichnet. Warum haben sie teilgenommen? Durch welche Konzepte haben sie gepunktet? Die Redaktion hat sie dazu befragt:


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