Food - Lebensmittelsicherheit und -qualität: Auf Nummer sicher

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Auf Nummer sicher „ Fotos: Alb-Gold, privat Deutsche Lebensmittel sind so sicher wie noch nie zuvor. Dennoch erwecken Skandale, wie jüngst Pferdefleisch und Bio-Eier, und deren Medienwirkung ein gegenteiliges Bild. Wie sollten Außer-Haus-Betriebe, unterstützt von ihren Food-Lieferanten, hier gegensteuern? Welche Rolle spielen Siegel und Zertifikate für eine hohe Qualität? Angesichts der Skandalitis, die in den Medien kursiert, kommen folgende Umfragewerte überraschend: Nur je-der zehnte Deutsche fühlte sich laut BfR durch EHEC bedroht. 91 % der Deutschen sind laut einer Infratest-dimap-Umfrage, die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz An-fang 2013 durchführen ließ, mit der Lebens-mittelqualität sogar (sehr) zufrieden. Den-noch lassen sich die Verbraucher kurzfris-tig immer wieder von Skandalmeldungen verunsichern. „Bei gravierenden Ereignis-sen, wie EHEC, fragen viele Gäste unserer Betriebsgastronomie nach“, erläutert Silke Lichtenstein, ökotrophologische Beraterin der Zentralen Services der KfW Banken-gruppe. Derartige Reaktionen kennt auch Gabriele Pflug vom Studentenwerk Berlin: „Im Tagesgeschäft kommen eher Fragen zu Allergenen. Die Herkunft interessiert nur bei Skandalen.“ Dabei ist die Herkunft bzw. der Hersteller laut Infratest-dimap-Umfrage Welche Zertifizierungen oder Siegel nutzen Sie, um Ihre Standards an Lebensmittelqualität und -sicherheit zu sichern und zu kommunizieren? Matthias Klumpp, Leitung Marketing, Alb-Gold Wir nutzen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben die Bio-Siegel auf unseren zertifizierten Bio-Produkten. Zusätzlich loben wir unsere konventionellen Produkte „Ohne Gentechnik“ aus. Außerdem haben wir die Haltungsform der Hühner, die die Eier für Alb-Gold Eiernudeln liefern, ausgelobt (Bodenhaltung). Bei Maulta-schen verweisen wir mit dem Siegel „Schwä-bische Maultaschen ggA“ auf die regionale Verarbeitung. Weitere Siegel sind schwierig auf der Packung anzubringen, ohne für allzu große Verwirrung zu sorgen. Fabienne Endemann, Senior Productmanager, Bonduelle Die Bonduelle-Werke sind nach den internationalen Stan-dards ISO, BRC und IFS zerti-fiziert. Darüber hinaus gibt es die Bonduelle-Charta, die von allen Vertragsbauern unterzeichnet werden muss. Durch die enge und langfristige Zusammenarbeit mit den Bauern wissen wir jederzeit, woher unser Gemüse kommt und haben ein großes Vertrau-ensverhältnis. Die Bonduelle-Charta enthält z. B. Anforderungen an die Düngung, die alle strenger als die gesetzlichen Vorgaben sind. Wir entwi-ckeln z. B. das Saatgut für unseren Mais selbst. Und nur dieses dürfen unsere Vertragsbauern verwenden. So können wir sicherstellen, dass kein genveränderter Mais für uns produziert wird. 12 GVmanager 3/2013


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