Pressekantine Nürnberg e.V., Nürnberg: 40 Jahre Eigenregie

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Betriebsverpflegung 40 Jahre D berger Presse würde sich lesen wie---ie 40-jährige Geschichte des Betriebsrestaurants des Verlags Nürnder klassische Wandel der Betriebsverpfle Eigenregie Vorstand des Vereins Pressekantine dort--rein. Offiziell heißt das, dass der freigegung, wenn da nicht diese eine Besonderheit wäre: die Firmierung als eingetragenerVestellte Betriebsrat des Unternehmens als das „Sagen“ hat. „Diese Doppelfunktion des Betriebsrats als Vertreter für 1.500 Ar- beitnehmer und als Arbeitgeber für ein Bereits in der sprachlichen Außendarstellung wird 15-köpfiges Küchen- und Serviceteam ist der Wandel deutlich: So tritt das vor 40 Jahren gegründete außergewöhnlich“, erläutert Winfried Tolle, Betriebsrestaurant der Nürnberger Nachrichten heute als Wirken beschneidet ihn das aber nicht. „IchBetriebsleiter der Pressekantine. In seinem Presserestaurant auf, der Träger firmiert aber immer noch unter habe alle Kompetenzen, die ich brauche, dem Gründertitel Pressekantine Nürnberg e.V. Was hat sich um das Tagesgeschäft des Presserestau- noch seit der Gründung am 20.12.1972 getan? ist ebenso daran interessiert, dass das Ge-rants zu führen“, betont er. „Der Betriebsrat schäft läuft, schließlich bilanzieren wir voll als Wirtschaftsunternehmen.“ Aus Neid entstanden Entstanden ist die Pressekantine e.V. Er- zählungen zufolge aus Unmut über den damaligen Pächter des Betriebsrestaurants, der sich ein Hotel „vom Geld der Kantinen- gäste“ baute. Folglich beschlossen die Ge- schäftsleitung und der Betriebsrat, die Pres- sekantine in Eigenregie weiterzuführen und wählten als zusätzliche Sicherheit die Unternehmensform des Vereins. Obwohl Winfried Tolle diese Geschichte nur vom Hörensagen kennt, kann er doch viel über die Entwicklung des Presseres- taurants berichten, schließlich liegt diese seit fast 21 Jahren in seinen Händen. Eines seiner ersten Projekte in den 1990er-Jahren war die Einführung der „Automatenkan- tine“ für die Nachtschicht. Heute bieten die mehr als 20 Verpflegungsautomaten ein breites Spektrum – von belegten Brötchen und kompletten Mittagsgerichten, die ge- kühlt bevorratet werden und in Gastrono- mie-Mikrowellen schnell zu erwärmen sind, bis hin zu Süßigkeiten und Eis. Automaten für Kalt- und Heißgetränke runden das An- gebot ab, wobei Winfried Tolle besonders Letztere ausgebaut hat. „Automaten sind generell ein Geschäft, das im Gegensatz zum Mittagsangebot gute Roherträge ab- wirft und ich daher nie an einen Operator abgeben würde. Gerade die Kaffeeautoma- ten bringen mir einen Umsatz ein, mithilfe dessen ich den Betrieb wirtschaftlich stabi- lisieren kann“, erläutert Winfried Tolle. Der Kampf um die Gäste Die Wirtschaftlichkeit zu sichern, ist für ihn zahlen bei den Nürnberger Nachrichten Foto: Kirchner- auch angesichts sinkender Beschäftigten eine fortwährende Herausforderung. „We- niger Zwangsentlassungen, sondern viel- 20 GVmanager 12/2012


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