Page 15

GVmanager_11_2012

triebsrestaurants? „Den Google-Mitarbei- tern ist bewusst, dass ihnen den ganzen Tag lang Verpflegung in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Daher gibt es für sie keinen Grund, sich über alle Maßen am Buffet zu bedienen“, antwortet Dr. Thorsten Voigt von der Compass Group. Er verweist damit indirekt auf die Snackstationen, die im Bürogebäude verteilt und die vom Küchenteam regelmäßig nachbestückt wer- den, gemäß dem Gesundheitsanspruch z. B. mit Gemüsesticks, Wraps, Obst oder Müsli- riegeln. Beide Angebote sind unbeschränkt und kostenlos für die 300 Google-Mitarbei- ter in Hamburg verfügbar. Die Sitzmöbel wurden optisch an Holzkisten angelehnt und sind bei Events schnell wegzurollen. Punktgenau Dem gesunden Anspruch noch mehr Rechnung trägt auch die neue Küchentech- nik. Dank der raschen Reaktionszeit kann gene Inhaltsstoffe – beides ausnahmsweise das Küchenteam so noch frischer nach- auf deutsch und englisch, so viel Internatio- kochen. „Wir können so flexibler auf Gäs- nalität darf sein. „Ein Googler ist es ge- teschwankungen eingehen und uns ganz wohnt, nach Informationen Ausschau zu auf die Gäste und das Kochen konzentrie- halten. Daher machen wir die Inhaltsstoffe ren, da sich auch die Logistik dank der der Speisen transparent“, erläutert Michael größeren Räume vereinfacht hat“, resü- McKay die Hintergründe. Auch auf den miert Dr. Thorsten Voigt. Snacks und Sandwiches, die das Küchen- Aus dem FlexiChef von MKN kommen team mehrmals täglich für eine ganztags heute z. B. die punktgenau nachproduzier- zugängliche Kühltheke herstellt, werden ten Bohnen. Im neuesten SelfCookingCen- Etiketten mit der Zutatenliste angebracht. ter whiteffi ciency von Rational, das direkt im Free Flow-Bereich steht, werden die Gesundes zuerst Lammfilets für die Fleischtheke dank Kern- Geht man von Block V weiter, schließen temperaturfühler lehrbuchmäßig gegart, sich zwei freistehende Inseln an, Block K sodass sie noch ihren zartrosa Kern beibe- mit kalten Speisen wie Salaten und Block D halten. „Bei der Auswahl der Technik ha- mit einem breiten Portfolio an Desserts, von ben wir per Ausschreibung nach den mo- frischem Obst, über Cremes bis zu Eis. Ein- dernsten und besten Geräten gesucht, die gerahmt werden die Inseln in Richtung Kü- zudem energieeffizient arbeiten und die che vom Aktionscounter Block A. Entlang Umwelt schonen“, erläutert Michael Mc- der großen Fensterfront folgen die Fleisch- Kay. So punktet neben den erwähnten Her- theke Block F und Block H mit weiteren stellern im Bereich der Spültechnik Meiko heißen Speisen, heute z. B. einem Apple mit seiner neuen M-iQ-Technologie. Crumble in winzigen Auflaufförmchen. Als Planer und Einrichter fungierte Fried- Die Anordnung dieser einzelnen Free mann Großkücheneinrichtung, der auch Flow-Linien ist genau kalkuliert. So sollen den Zuschlag für die Standorte München die gesunden Produkte zuerst ins Auge fal- und Zürich erhalten hat. „Google arbeitet len, hier also die vegetarischen Komponen- mit vielen Architekten und Küchenplanern ten sowie die dahinter anschließende Salat- zusammen, Friedmann kennt unser Kon- insel. Das Food-Konzept ist damit Teil zept inzwischen aber sehr gut, weiß, was des betrieblichen Gesundheitsmanagements wir wollen und konnte daher mehrmals in von Google, das auch eigene Fitnessstudios den jeweiligen Ausschreibungen punkten“, und Kochkurse für die Mitarbeiter umfasst. begründet Michael McKay. „Da es nicht nur darum geht, was man isst, Stets auf der Suche nach dem Besten, ist sondern auch wie viel, unterstützen wir un- es Google somit auch in Hamburg gelun- sere Mitarbeiter bei der Portionskontrolle gen, die für den Standort optimale Lösung zusätzlich durch kleinere Teller“, erläutert zu finden. Ein Trost bei all der Innovativität Michael McKay. Diese wurden extra für bleibt: Auch ein Suchmaschinenspezialist Google Hamburg mit einem Speicherstadt- bedient sich der bewährten, branchenüb- Dekor versehen. Die Desserts sind in klei- lichen Ausschreibungsmethode statt seines Foto: Kirchner nen Mengen vorportioniert, wie der Apple eigenen Suchportals. Es würde aber nicht Crumble bereits gezeigt hat. verwundern, wenn einem der kreativen Widerspricht dieses Gesundheitskonzept Köpfe in der Mittagspause die Idee kommt, nicht dem All you can eat-System des Be- wie man das auch googlen könnte. kir


GVmanager_11_2012
To see the actual publication please follow the link above