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24_Stunden_Gastlichkeit_05_2012

MEINUNG Fachkräfte fördern Marco Theimer Chefredakteur Jgeht, das auch über anderen Branchen wie ein Da- werden sie bei flexiblen Mietköchen, für die so mancherrer z. B. händeringend nach erfahrenen Köchen. Fündigammern hilft nichts, vor allem wenn es um das Thema moklesschwert schwebt: der Fachkräftemangel. Dabei ohne weiteres dazu bereit ist, sogar höchste Gehaltsfor- sind die Voraussetzungen, diesem aktiv zu begegnen, derungen zu bezahlen. Die duale Ausbildung in Deutsch- ideal: Bei Touristen aus dem In- und Ausland ist Deutsch- land genießt im Gegensatz zu anderen europäischen land als Urlaubsziel beliebter denn je, die Umsätze der Staaten einen sehr guten Ruf. Nicht umsonst haben in Betriebe steigen wieder, und viele Auszubildende gehen der Vergangenheit viele Ex-Azubis Karriere gemacht oder motiviert zur Arbeit. den Schritt in eine erfolgreiche Selbständigkeit gewagt. Aber: Nur langsam hat sich die Erkenntnis durchge- Angesichts des Fachkräftemangels kann es sich die setzt, dass der Fachkräftemangel keine leere Worthülse, Branche daher nicht erlauben, Potenziale guter Mitar- sondern eine echte Herausforderung für die Zukunft ist. beiter brachliegen zu lassen. Denn: Es gibt sie, die hoff- Immer öfter bleiben ausgeschriebene Stellen und Aus- nungsvollen Fachkräfte von morgen – z. B. bei regional bildungsplätze länger unbesetzt als geplant. Gab es und überregional stattfindenden Ausbildungswettbe- 2007 im Gastgewerbe noch rund 107.000 Ausbildungs- werben wie dem Rudolf Achenbach Preis, dem Azubi- verhältnisse, waren es 2011 nur noch etwa 77.000. Die Award der Systemgastronomie oder dem bis auf weite- Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse sank im gleichen res stillgelegten Rewe-Deutschland-Pokal. Alle diese Zeitraum von rund 46.000 auf etwa 33.000. Vor allem bei Auszubildenden haben Einsatzbereitschaft, Kreativität Restaurantfachkräften und Köchen wurden rund 15 % und Leistung gezeigt und weitere Entwicklungsmöglich- weniger Lehrverträge abgeschlossen. Dafür sind nicht keiten mehr als verdient. Und wenn auch Sie, liebe nur die sinkenden Geburtenraten verantwortlich, son- Leser, einen Auszubildenden mit besonderem Engage- dern scheinbar auch die mangelnde Attraktivität der ment haben, fördern Sie ihn, es lohnt sich! Berufe. Geringe Verdienstmöglichkeiten, unregelmäßige Familie und Beruf prägen vielerorts immer noch das NQualifizierung und Weiterbildung bestehender Mit-ie war es wichtiger als heute an der systematischen Arbeitszeiten oder die schlechte Vereinbarkeit von Image. Hinzu kommt, dass die Qualität der Auszubil- arbeiter, dem Image der gastronomischen Ausbildungs- denden, die sich bewerben, oft schlecht ist. berufe und deren fairer Entlohnung zu arbeiten. Gastro- nomie und Hotellerie können künftig nur attraktive Ar- DGange und wird sich in Zukunft noch verstärken. Be- bildung im Zentrum allen Handelns steht. Das ist derbeitgeber sein, wenn die Qualität der Aus- und Weiter-er Wettbewerb um gute Mitarbeiter ist in vollem reits heute suchen etwa Gastronomen oder Event-Cate- Schlüssel zu qualifizierten Fachkräften. BEST OF MARKET 2013 führt wieder eine große Marktfor schung über Ihre Zufriedenheit mit den Leistungen Ihrer Industrie - partner durch. Wir freuen uns, wenn Sie teilnehmen, indem sie den beiliegen denFragebogen ausfüllen und an uns zurücksenden. Fragebogen Es warten tolle Preise. auch im Internet! Vielen Dank! www.gastroinfoportal.de Einfach ausdrucken, ausfüllen und an uns zurückschicken! B&L MedienGesellschaft, Augustenstraße 10, 80333 München oder per Fax an: (089) 370 60 111 24 Stunden Gastlichkeit 5/2012 3


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