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dann auf vorgefertige Pro- „Für die Entwicklung fen, die 100%ig zu seinem dukte, wenn es sie selbst individueller Produkte Unternehmensprofil pas- nicht besser und güns- sen und auch sein Image tiger herstellen kann. eignen sich vor allem unterstreichen“, betont „Die Fertigung von Nu- kleinere Unternehmen, da Burkhard Gabbe, Ge- deln erfordert einen ho- diese flexibler agieren schäftsführer Marketing hen Aufwand, der in kei- und Vertrieb bei Frosta ner Relation zu den Kosten können.“ Foodservice. frisch produzierter Nudeln Werner Gosch, Leiter BMW Doch was sich der Kunde von Pasta Sassella steht“, nennt Gastronomie, München im Vorfeld ausmalt, lässt sich in der Küchenchef ein Beispiel. Unge- der Realität oft nicht umsetzen. Das füllte Nudeln wie Papardelle fertigt das gilt sowohl für die Rezeptur als auch für die Team um Ralf Meyer daher nicht selbst. abzunehmende Menge. Sollten die Kun- mal für den Kunden garantiert. Darüber Rentabel ist die individuelle Produktent- Kopf auf italienisch verdrehen?Wollen Sie Ihren Kunden auch mal www.selezione-italiana.comden---Ist das Convenience-Produkt nun nachden Vorstellungen desWirklich einzigartig?wicklung.“darfsgerechte Produktent-de steckt viel Arbeit in die be-denwünsche zu exotisch sein, distanziertsich FFS von einem solchen Fertigungs-wunsch. „In solchen Fällen bietet FFS gerneandere kulinarische Alternativen an“, sagtDoreen Balk. Bei Frosta Foodservice beste-hen hinsichtlich der Rezeptur generell jegliche Freiheiten – es sei denn, die Kundenwünschen sich Rohwaren, die der Convenience-Hersteller bislang nicht verarbeitet.Derartige Wünsche können nur ab einergewissen Mengenabnahme des Produkts„Marke Eigenbau“ erfüllt werden. Dies istgenerell das betriebswirtschaftliche Gebot,da sich Mengen nur ab einer gewissen Los-größe rechnen. Sofern nur Kleinstmengengekocht würden, sei die Produktion unren-tabel – vor allem, da die Köche, die bei derEntwicklung tätig sind, sich individuell aufden Kundenwunsch vorbereiten, erläutertDoreen Balk den aufwendigen Prozess.selbst Mengen für Veranstaltungen mit5.000 oder 10.000 Personen sind machbar.ment weiß jedoch aus Erfahrung: „Das istauch nie ein Thema, denn auch unser Kun-tivenrakter,, als Vorteil hervor.Um die Eigenkreationen zu realisieren,Werner Gosch wägt im kreativen Prozessebenfalls genau ab: „Finden wir einen Zu-lieferer für das Produkt oder tragen wir denAufwand für die Zubereitung selbst?“ Grenzen gesetzt greifen Convenience-Spezialisten krea Kunden unter die Arme und unterstützen sie bei der Rezepturher- und -umstellung. Demnach sind Teams aus Mitarbeitern der Unternehmen und der Kunde selbst verant- wortlich für das produktspezifische Schnitt- muster, das später auf den Tellern landet. Die Mühe lohnt sich: Die individuelle Hand- Foto: Frosta Foodservice schrift und den geschmacklichen Cha den diese Produkte bieten, hebt Doreen Balk, Marketing- und PR-Managerin bei FFS Fresh Food Services Denn dadurch sei ein Alleinstellungsmerk- hinaus „kann der Kunde Angebote schaf- wicklung für Mengen ab 50 Personen, aber Die Penne Pfanne Verdura mit frittiertem Paprika Zu geringe Verkaufsmengen sind auch bei und einer tomatisierten Sahnesauce entwickelte Karl Kemper Convenience nicht denkbar. Frosta Foodservice speziell für einen Kunden. Christina Bittner vom Business Develop- Betriebsrestaurants X, der Klinik Y oder des Altenheims Z gefertigt, sollte es nirgendwo sonst auf dem Teller landen. Aber ist ein „individuel- les“ Convenience-Produkt tatsächlich „individuell“? Die Antwort von Christina Bittner ist ernüchternd, denn es gebe (fast) keine Möglich- keit Rezepturen zu schützen. „Theoretisch können Rezep- turen von jedem nachgebaut 9/2012 GVmanager 25


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