Convenience - Milch vor der Haustür

GVmanager_09_2012

Die Milch vor der Haustür Obst und Gemüse vom Bauern nebenan – das verstehen viele heute unter Regionalität. Bei Molkereiprodukten ist das schon nicht mehr so einfach, besonders in der GV. Werfen hier der Preis und die nötigen Mengen die regionale Herkunft aus dem Rennen bei der Lieferantenauswahl? F „Mopro werden überwiegend als aus- dukte zu erkennen und teils werden dort zogenen Waren kommen aus der Region, 40der be-bis 70 %ten so weit wie möglich auf Regionalität“,begründet er seine Wahl. 60schieden: „In Süddeutschland ist eine ten-denziell höhere Präferenz für regionale Pro-remdzugehen“ ist beim Einkauf vonMolkereiprodukten keine Seltenheit: tauschbar bzw. lieferantenneutral empfun- heimische Spezialitäten gezielt nachge- bis 50 % davon sind sogar Bio, da das Be- den“, weiß Oliver Schrock, der das Einkaufs- fragt“, fasst Oliver Schrock das Nachfrage- triebsrestaurant Bio-zertifiziert ist. Viele portal S&F-Buy von S&F-Consulting be- verhalten bei S&F-Buy zusammen. Die- Milchprodukte bezieht Kurt Stümpfig von treut, aus Erfahrung über dieses sen Trend bestätigt auch Metro der Naturkäserei Tegernseer Land, einer jun- sehr umsatzstarke Segment im „Mopro werden Cash & Carry: „Im hessischen gen Genossenschaft von Milchbauern aus Warenkorb eines Verpfle- überwiegend als Raum beliebt sind z. B. regio- dieser Region. Sie liefert etwa dreimal pro gungsbetriebs zu berichten. nale Käsesorten wie Kochkä- Woche einen Großteil des Bedarfs an Käse, Dabei schweift der Blick der austauschbar bzw. se, die im Norden weniger frischer Milch und Joghurt. Produkte, die fremdgehenden GV-Betrie- lieferantenneutral gefragt sind.“ Im GV-Be- nicht regional bezogen werden können, z. B. be nicht immer in die Ferne. empfunden.“ reich, so die Erfahrung von italienischer Käse, oder Fruchtjoghurt, be- „Regionale Anbieter bedienen Metro, sind regionale Milch- zieht der Küchenleiter anderweitig. Oliver Schrock, im Vergleich zu den Marktfüh- S&F-Consulting produkte zwar gefragt, spielen Einen festen Vertrag hat Kurt Stümpfig rern eher Nischen und haben ihren aber eine untergeordnete Rolle. mit seinen regionalen Zulieferern dabei Ursprung im Bio-Fachhandel“, erläutert nicht: Er möchte seine Partner, wie er sie Oliver Schrock zwei Vorteile, die manche Vielversprechende Partnerschaft nennt, nicht zu unerfüllbaren Leistungen dabei höher eingeschätzt als der immer rant Agora von Linde in Pullach. Bei Küchen- und Verfügbarkeit sowie Saisonalität. Das Foto: Meggleverpflichten und bestellt daher nach BedarfDas Gegenteil beweist das Betriebsrestau- zum Wechsel bewegen. Regionalität werde noch aktuelle Bio-Trend. Doch die Bedeu- leiter Kurt Stümpfig kommt z. B. Käse größ- hat auch einen weiteren Vorteil: „Ange- tung der regionalen Herkunft ist national ver- tenteils nicht aus dem Großhandel. „Wir ach- sichts der aktuellen Marktpreisentwicklun- 22 GVmanager 9/2012


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