Seniorenverpflegung - CBT-Wohnhaus Emmaus, Bonn: Hand in Hand

GVmanager_08_2012

Seniorenverpflegung O nur ein sehr treuer und begeisterterhne Susanne Littfinski würde derKüche im Wohnhaus Emmaus nicht Gast fehlen. „Weil es einfach so lecker ist“, ordert sie regelmäßig Mittagessen mit Nachschlag, was man der zierlichen Geschäftsleiterin des Hauses aber nicht gerade ansieht. Ohne Susanne Littfinski hätte die Küche wohl auch nicht so einen hohen Stellenwert innerhalb des Gesamt- konzepts. „Wir wollen hohe Lebensqualität bieten und da gehört für mich das Essen an vorderste Stelle“, erläutert sie. „Ich weiß, dass Heimküche eine hohe Kunst ist, vor allem angesichts des Budgets. Umso mehr schätze ich die Leistung meines Küchen- teams“, ergänzt sie. Weltoffene Klientel Was sie damit meint, zeigt bereits ein Blick an den Pass. Hier werden gerade die bestellten Mittagessen tischweise angerich- tet: Rechts befindet sich „Daniels Krabben- burger“ – eine Kreation des Kochs Daniel Bareuter. Der Bratling, der zwischen Blät- terteighälften steckt, besteht aus Couscous, Ebly, Krabben, Zucchini, Feta und Rucola, und wird mit Tomaten-Orangenmarmelade, Grillgemüse und Pesto serviert. In der Ver- gangenheit weit gereist, sind die 100 Be- wohner und weitere Mittagessen-Tages- gäste, die primär aus dem ehemaligen Regierungsviertel stammen, einem außerge- wöhnlichen, auch internationalen Einschlag der Gerichte nicht abgeneigt. Dennoch stehen zudem traditionelle Klassiker wie das heutige Zürcher Geschnetzelte auf dem Speiseplan. Zusätzlich gibt es täglich ein Salatbuffet, morgens Frühstücksbuffet, nachmittags Kaffee und Kuchen, Getränke- oasen in den Wohngruppen und abends Brot mit diversen Aufstrichen und Belag- variationen oder auch mal eine warme Klei- nigkeit. Darüber hinaus bestückt die Küche das Nachtcafé, in dem täglich demente Bewohner betreut werden. Selbst herge- stellte, hochkalorische Fleischbällchen als Hand in Hand zwei Köche, mit einer durchschnittlichenFingerfood für diese tüftelt die Küche gera-de aus. Sonderwünsche und Diätkost wer-den in dividuell erfüllt. All das leistet dasderzeit zehnköpfige Küchenteam, darunter Verpflegungspauschale von 4,05 €. Dass das Budget nicht immer ausschlag- Das CBT-Wohnhaus Emmaus in Bonn, getragen von einer gebend für eine kreative Küche sein muss, Gesellschaft der Caritas, tritt den Beweis an, dass auch bei weiß Küchenleiterin Amira El-Arabi aus normalem Personalschlüssel und durchschnittlichem Budget eigener Erfahrung. Sie hat vorher 16 Jahre lang in der Schweiz gearbeitet, u. a. in ein vorbildliches Konzept umsetzbar ist – ganz einfach, einem Seniorenheim: „Obwohl der Verpfle- indem alle an einem Strang ziehen. Auch die Küche leistet gungssatz dort 20 Franken pro Tag betrug, hier viel kreativer kochen – u. a. aufgrund Foto: Kirchner dazu einen engagierten Beitrag. ein Vielfaches von dem jetzigen, kann ich unserer weltoffenen Bewohner und unserer anspruchsvollen Geschäftsleitung“, erläu- 32 GVmanager 8/2012


GVmanager_08_2012
To see the actual publication please follow the link above