Alexianer Waschküche, Münster: Waschen und wohlfühlen

24_Stunden_Gastlichkeit_04_2012

ab 7:00 Uhr D Wohlfühlen wie Rentner oder Firmen-ie Kundschaft ist vielfältig: Studentenkommen ebenso zum Waschen und kunden. Entweder wäscht man seine Wä- sche selbst, oder lässt sie bügeln oder man- geln. Uta Deutschländer, Geschäftsführerin der Alexianer Integrationsunternehmen, ist ein Fan der Kult-Comedy „Nightwash“ und begeisterte ihren Chef für die Idee eines Waschsalon-Cafés. Sie besichtigten ein ähnliches Objekt in Dortmund, doch bei ih- nen sollte alles noch etwas anspruchsvoller und gemütlicher werden. Die Planung ent- stand nach eigenen Ideen der Geschäfts- führerin, die Einrichtung wurde zusammen mit der Stuhlfabrik Schnieder konzipiert und realisiert. Maßgeblich finanziert wurde das gemeinnützige Projekt von der „Aktion Mensch“, der Stiftung Wohlfahrtspflege so- wie dem Landschaftsverband Westfalen- Lippe. Neben der Waschküche, die zum Betrieb der Alexianer Textilpflege zählt, gehören ein Restaurant und Tagungshaus in Dülmen sowie die Alexianer Logistik zu den Integrationsunternehmen der Alexia- ner Holding. Das Rückgrat aller Firmen ist die Alexianer Brüdergemeinschaft, ein ka- tholischer Orden. Glückliche Mitarbeiter In den vier Integrationsunternehmen der Alexianer haben 50 % der Menschen eine Schwerbehinderung sowie ein zusätzliches Vermittlungshemmnis, z. B. das Alter. Das ist die Voraussetzung dafür, um als als Inte- grationsunternehmen anerkannt und geför- dert zu werden. Ziel der Alexianer ist es, diesen Menschen zu helfen und ihnen eine selbstbestimmte, langfristige Perspektive zu geben. Die Behinderungen sind unter- schiedlich: Gehörlose arbeiten hier ebenso wie Geh- oder Sehbehinderte, geistig Be- hinderte oder Menschen mit Lernhandicap. Es gibt z. B. Mitarbeiter, die so perfekt von den Lippen ablesen können, dass sie sehr Waschen und Dass die Mitarbeiter glücklich sind, einengut im Service einsetzbar sind. Derzeit ar-beiten sechs Vollzeitmitarbeiter und Aushil-fen im Serviceteam. Ziel ist es, die Beleg-schaft auf zwölf Mitarbeiter aufzustocken. wohlfühlen führerin ist es sehr wichtig, dass die Mitar-festen Job zu haben, bemerkt man an ihrerAufmerksamkeit und Freundlichkeit. Siesind stolz, gebraucht zu werden und sich ihrGeld selbst zu verdienen. Der Geschäfts- beiter den Gast trotz ihres Handicaps von der Begrüßung bis zur Verabschiedung Seit Oktober 2011 ist die „Alexianer Waschküche“ am Bahnhof in komplett bedienen. Sehbehinderten Mitar- mit Eventgastronomie können sie ihre Wäsche reinigen sowie einen ner kleinen Kiste übergeben wird, um sie Foto: Alexianerbeitern wird die Abrechnung im Café da-durch erleichtert, dass die Rechnung in ei-danach mit dem Geld wieder abzuholenund es dann am Tresen in aller Ruhe zuKaffee trinken oder gemütlich etwas essen.Münster ein Ort für Waschfreudige und Genießer. Im Waschsalon 28 24 Stunden Gastlichkeit 4/2012


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