Nachgehakt - Nachhaltigkeit: Nachhaltige Geschirrwahl

GVmanager_05_2017

Nachgehakt Nachhaltige Geschirrwahl Lässt sich durch den geschickten Einsatz von Geschirr, dessen Farben, Formen und Größen, ein Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten? Wo sind „versteckte“ Potenziale? Laura Kopp, Vertriebsleiterin Gemeinschafts-verpflegung, Ornamin: Viele GV-Betriebe realisieren, dass die Flut der Einwegbe-cher nach Lösungen verlangt. Auch die Gäste gehen immer bewusster mit dem Thema Nachhaltigkeit um und fragen nach Alternativen, die die Umwelt schonen. Mehrweg- becher bieten hier eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Antwort. Entsprechend stehen individuell dekorierte Coffee to go-Mehrweg-becher aktuell hoch im Kurs. Wir bieten die Möglichkeit, individuelle, spülmaschinenfeste und kratzbe-ständige Dekoration auf Coffee to go-Bechern anzubringen. Das ist ab einer Abnahmemenge von 50 Stück möglich. Die neutralen Becher ge-hören zum Standardsortiment und sind permanent verfügbar. Auf An-frage gibt es auch individuelle For-men. Ein Referenzbeispiel ist der MensaCup des Studierendenwerks Aachen. Was den Einfluss von Geschirr auf das Essverhalten angeht: Breite Tel-lerfahnen wirken hochwertig und lassen Portionen trotz kleiner Teller-spiegel größer wirken. Um den Ap-petit anzuregen, empfiehlt sich Ge-schirr in der Farbe Rot. Insbesondere Senioreneinrichtungen raten wir zu rotem Geschirr bzw. Geschirr mit roten Akzenten, da der Appetit im Alter nachlässt. Blau hingegen wirkt eher appetitzügelnd und eignet sich bei Diätverpflegung. Bei Kitas kom-men Dekore im Tellerspiegel gut an, weil die Kleinen dann den Teller bes-ser leer essen, um das Dekor sehen zu können. Manuela Küfner, Leiterin Marketing, Bauscher: Studien zeigen, dass die Größe und Farbe der Teller und die Essensmengen durchaus miteinander in Verbindung stehen: Je kleiner und roter der Teller, desto weniger essen wir. Das Bauscher- Sortiment bietet GV-Betrieben eine umfangreiche Auswahl an Artikeln, um auch kleinere Portionen oder Probier- größen anbieten zu können – und somit Food Waste zu vermeiden. Gleichzeitig helfen Systeme wie Pabis dabei, die Speisenzubereitung sinnvoll und ökonomisch zu kalkulieren: Für die Küche wird sowohl die Nachproduktion als auch die künftige Planung einfacher, weil automatisiert abrufbar ist, wie viele Gerich-te ausgegeben wurden. Sandra Adam, Marketing, Kahla/Thüringen Porzellan: Die Nachfrage nach Mehrwegbechern für Coffee to go ist gerade im Moment sehr groß. Mit unserem neuen Produkt Cupit bieten wir unseren Kunden eine perfekte Alternative zum Einwegbecher an. Referenzen hier sind die Kaffeeverpflegung in Betrieben durch den Coffee Point-Spezialisten chicco di caffè sowie zahlreiche Cafeterien in Universitätsmensen, wo bei Betreibern und Publikum gleichermaßen das Interesse für nachhaltige Produkte groß ist. Auch das Verlagshaus Burda in Offenburg hat seine Mitarbeiter mit individualisierten Cupit- Bechern ausgestattet, um dem Müllberg durch Einwegbecher entgegenzuwirken. Stephan Schmuck, Product Manager Hepp Hospitalia: Hier sind kleinere Systemgeschirre von Vorteil, denn sie er-möglichen eine bessere Kontrolle und Reduzierung des Wa-reneinsatzes und somit des Speisenabfalls. Gleichzeitig sorgen kompakte Geschirrteile mit großer Spiegelfläche für eine op-tisch schöne Präsentation der Speisen. Gerold B. Welz, Leiter Marketing, Seltmann Weiden: Tatsächlich findet eine Anpassung der Größen von u. a. Suppen-, Salat- und Dessertschalen statt, die sich auch hier den sich stets wandelnden Essgewohnheiten und Bedürfnissen ableitet. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über das Steuern des Appetits – über Farben/Dekore – sind uns nicht in einer Form bekannt, die eine Umsetzung rechtfertigen würde. Fotos: privat 42 GVmanager 5 /2017


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