Streetfood: Streetfood à la GV

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Fotos: Colourbox.de, Studentenwerk Marburg Streetfood à la GV Streetfood Streetfood-Märkte gehören in Großstädten quasi schon zum Stadtbild, auch Kleinstädte haben sie bereits erobert und auch im TV kommt man am Thema nicht vorbei – GV-Betriebe sind da keine Ausnahme. Mobil und temporär sind Schlagworte, die das „Streetfood Business“ einfach und präzise auf den Punkt bringen. Denn hinter Streetfood verbergen sich trendige Gastronomie-Konzepte mit kreativen und außergewöhnlichen Angeboten, die sich mit ihren Speisen auf den Weg zu ihren Kunden machen sowie nur zeitlich begrenzt an einem Ort ein bestimmtes Speisenangebot für Kunden bereithalten. Die bekanntesten Vertreter sind dabei Foodtrucks sowie Streetfood-Märkte, die oftmals „Scharen“ an Menschen anlocken. Was als Ableger der klassischen Gastronomie funktioniert, das klappt längst auch in GV-Betrieben – wie unsere vier Beispiele auf unterschiedliche Weise zeigen. Darüber hinaus haben wir online noch ein-mal zusammengestellt, welche verschiedenen Wege es gibt, Streetfood in GV-Betriebe zu integrieren: www.gastroinfoportal.de/streetfoodgv Studentenwerk Marburg: Mensa-Mobil Seit zwölf Jahren bringt das Studentenwerk Marburg mit dem Mensa- Mobil das Frühstück direkt zu den Kunden. Damit ist es „quasi die Mut-ter, wenn nicht sogar die Oma allen Streetfoods“, wie Martin Baum-garten, Leiter Hochschulgastronomie des Studentenwerks Marburg, betont. Das Speisenangebot hat das Team nach und nach erweitert, sodass neben dem vorher schon umfangreichen und vollwertigen Früh-stück aus belegten Brötchen, Bagels, saisonalem Kuchen, Muffins, Obst und Co. mittlerweile auch selbst gemachte Schnitzel und Frikadellen sowie Suppen angeboten werden. Produziert werden die Speisen in der Mensa, in einer Cafeteria und dem Auto; nach Bedarf werden Snacks nachproduziert. Ausgestattet ist die „rollende Cafeteria“ mit Kühleinhei-ten, einer Kaffeemaschine, einer Mikrowelle und einem Wasserbad für die Suppe. Unterwegs ist das Mensa-Mobil nach einem festen Fahrplan werktags von 9 bis 15 Uhr und fährt in dieser Zeit zehn Standorte an; am letzten, der Uni-Bibliothek, füllt das Team des Mensa-Mobils noch die Automatenstationen mit Snacks auf. Marburg is(s)t mobil Etwa 250 bis 300 Kunden zählt das Mensa-Mobil täglich, wobei diens-tags und donnerstags die stärksten Tage sind. Die Nachfrage war von Anfang an hoch. Das liegt u. a. an der Versorgungssituation: „Marburg hat eigentlich kein Campusgelände. Mehr als 100 Universitätsgebäude sind über das Stadtgebiet verteilt, da ist es schwierig, in jedem Gebäu-de auch noch eine Cafeteria oder Kaffeebar unterzubringen“, nennt Martin Baumgarten den Hauptgrund für die Einführung des mobilen Frühstücksangebots, das Studierende wie auch Hochschulmitarbeiter wahrnehmen. Kleine Verzögerungen aufgrund der Verkehrslage können den Erfolg nicht trüben, was einerseits an den Mitarbeitern liegt, „die mit Herzblut dabei sind“. Andererseits beobachtet Martin Baumgarten, dass immer weniger Gäste zum Essen in die Mensa kommen, was u. a. den kurzen Pausen zwischen den Vorlesungen geschuldet ist. „Wenn die Studierenden und Hochschulmitarbeiter also ,verzweifelt‘ auf der Suche nach Essen sind, kommen wir mit dem Mensa-Mobil gerade richtig“, bemerkt der Leiter Hochschulgastronomie. Dennoch sieht er die „rol-lende Cafeteria“ nur als ein Ergänzungsangebot. Denn ihm ist es wich-tig, dass sich die Gäste in allen Einrichtungen wohlfühlen und dort eine kleine Auszeit vom Stress des Tages bekommen. 34 GVmanager 5 /2017


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