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GVmanager_05_2017

Erfolgsrezepte von heute hängen nicht mehr großartig von Salz oder Pfeffer ab. Den Appetit weckt bereits die Story drum-herum. Beispiel Streetfood: Es ist noch nicht so lange her, da hießen Foodtrucks noch Imbisswagen; statt „Mrs Schickeria mit Blattgold“ kaufte man dort schlicht eine „Currywurst“ und statt Clean Food regierten dort fettiger Frittendunst und blauer Brat-wurstqualm. Die rollenden Küchen haben sich kulinarisch, aber vor allem optisch und marketingtechnisch abgestaubt. Man mag vom Streetfood-Hype halten, was man will, aber abschauen kann man sich davon auch als GV-Verantwortlicher einiges. Viele Foodtrucker spinnen um ihr Produkt eine kleine Geschichte, die das Ganze au-thentisch- sympathisch macht – und genau das trifft den Zeitgeist der Verbraucher, die vermehrt industriell verarbeiteten Lebens-mitteln skeptisch gegenüberstehen. Für weitere Beispiele müssen wir gar nicht über den Tellerrand schielen: Das Studierenden-werk Karlsruhe hat mit dem koeriwerk®, einem Currywurst-Konzept mit selbst entwickelten Produkten und passendem Marketing, ein stationäres und GV-taug-liches Exempel statuiert. Hintergrund und Erfolgsrezept zugleich: weder Chichi noch Blattgold, sondern ein ehrliches Produkt und eine Botschaft, mit der sich die Klientel identifiziert. Mehr dazu lesen Sie exklusiv in dieser Ausgabe ab S. 38. Wenn sich selbst beim klassischen Imbiss Currywurst, der längst Kultstatus erreicht hat, derartige Potenziale eröffnen – wie sieht es dann erst mit dem aktuellen Kult-objekt Burger aus? Warum das Geschäft mit den „Homemade-Burgern“ allein der Gastronomie und Foodtrucks überlassen? Editorial Vor allem da die Klientel auch hier kein großes Chichi braucht. Neben Salz und Pfeffer reichen meist eine ordentliche Qua-lität und eine ansprechende Präsentation aus. „Burger-Trucks müssen sich nicht mal groß vom Standard abheben, um erfolg-reich zu sein“, weiß Jochen Manske von der Lunch-Karawane aus Erfahrung (s. S. 36). So kann man sich von Streetfood auch schlicht die Philosophie dahinter zunutze machen und erstens authentisch-ehrlich-hochwertig kochen sowie zweitens die Speisen selbstbewusst-offensiv präsentie-ren. Darüber hinaus kann das neue Image eines „Imbisswagens“ aber auch die eigene mobile Versorgung aufwerten, z. B. in Form eines Foodtrucks für die Schichtmitarbeiter. Weiteren Input finden Sie ab S. 34. Es liegen also einige Ideen auf der Straße, nun ist es an Ihnen, sich diese abzustauben. Kulinarisch abgestaubt Claudia Kirchner Chefredakteurin Haben oder kennen Sie einen beliebten GV-Chef? Sind Sie selbst eine herausragende Führungskraft, welche die GV-Branche nachhaltig prägt? Dann reichen Sie einen Vorschlag bzw. eine Bewer-bung für den „GV-Manager des Jahres 2017“ ein! GV-Manager des Jahres 2017 Wer? Gesucht sind Persönlichkeiten, die sich mit ihrem Engagement und Charisma sowie mit ihren Ideen, Pioniergeist, Führungsqualitäten und Leistungen hervorheben. Managerinnen und Manager, die seit vielen Jahren für ihren Job brennen, aber auch mit ihren Mitarbeitern „können“. Wie? Es gibt erstmals zwei Wege: • Die GV-Manager können von Kollegen, Branchenkennern oder ihren Tisch- gästen per Nominierungsformular vorgeschlagen werden. • Die GV-Manager können sich selbst bewerben, indem sie einige von uns vorgegebene Fragen beantworten. Die jeweiligen Vorlagen gibt es unter: www.gastroinfoportal.de/GVM GV-Manager des Jahres 2017 Bewerbungsschluss: 30. Juni 2017 GV-Manager des Jahres 2017 Termin der Preisverleihung: Donnerstag, 12. Oktober 2017 GV-Manager des Jahres 2017 GV-Manager des Jahres 2017 GV-Manager des Jahres 2017 GV-Manager des Jahres 2017 GV-Manager des Jahres 2017 Foto: © Paul Bojba Gesucht: GV-Manager des Jahres 2017


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