Food - Clean Label: Natürlich ohne

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Fotos: Colourbox.de, Studierendenwerk Essen-Duisburg Natürlich ohne Clean Label Natürlichkeit ist nicht nur in puncto Schönheit gefragt, auch beim Thema Essen stehen Verbraucher auf „Natur pur“, weshalb sie im Privaten gerne auf Pro-dukte mit sauberen Etiketten zurückgreifen. Clean Label – also der Verweis auf die Nichtver-wendung von bestimmten, nicht als natürlich empfundenen Zutaten – ist bei einer Vielzahl „Ohne“ ist in der Gemeinschaftsverpflegung in. Denn egal ob z. B. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Allergene – auf die Natürlichkeit des Produkts und auf den Geschmack kommt es an. an Verbrauchern ein Kaufargument. Generell betrifft das in der Regel sol-che Stoffe, welche die Verbraucher als ungesund einschätzen oder aus anderen Gründen ablehnen, wie Geschmacksverstärker oder künst-liche Aromastoffe. Ist Clean Labeling aber auch ein Kaufargument, mit dem GV-Betriebe bei ih-ren Tischgästen punkten können und Speisen leichter an ihre Gäste verkaufen? Laut einer europäischen Studie von Kampffmeyer Food Innovation gaben z. B. 80 % der Studienteil-nehmer an, dass sie auch beim Essen in der Gemeinschaftsverpflegung natürliche Produk-te im Angebot finden wollen. GV-Verantwort-liche wissen um diesen Gästewunsch und setzen immer mehr auf Produkte mit saube-ren Etiketten, welche die Lebensmittelindus-trie umfangreich bereit hält. „Clean Labeling gewinnt nach wie vor an Bedeutung in der Nachfrage unseres Kundenstammes“, sagt Gerd Schulte-Terhusen, Abteilungsleiter Hochschul-gastronomie im Stu- dierendenwerk Essen- Duisburg, und ergänzt: „Wir möchten den Bedürfnissen unserer Kundschaft gerecht wer-den, die auf bestimmte Inhalts-stoffe verzichten wollen und möchten dies kundenfreundlich in der Lebensmitteldeklara-tion darstellen.“ Dass das Clean Labeling im Studierendenwerk Essen-Duisburg eine große Rolle für die Speiseplangestaltung und das Angebot in den Mensen und Cafeterien spielt, liegt ihm zufolge daran, dass die Studieren-den sowie die Angestellten der Hochschule eine überwiegend junge, ernährungsbewusste und kritische Kundschaft darstellen, die sich nachhaltig ernähren möchte. Darüber hinaus bestehe bei diesen ein hohes Bedürfnis nach Informationen und sie folgen oft speziellen Ernährungsweisen oder möchten einfach auf Zusatzstoffe verzichten. Mehr Einsatz, weniger Zusatz Deshalb achtet das Studierendenwerk beim Einkauf allgemein sehr kritisch darauf, Zuta-ten und weitere Einsatzwaren einzukaufen, die möglichst wenige bzw. keine vermeidbaren Zusatzstoffe beinhalten. „Das gilt insbeson-dere für Farb- und Konservierungsstoffe sowie Süßungsmittel“, konkretisiert der Abteilungs-leiter Hochschulgastronomie. Zudem verzich-tet das Team aus Essen-Duisburg grundsätzlich auf Waren mit Geschmacksverstärkern und setzt nur Produkte ein, die GVO-frei sind. Ortswechsel ins niederrheinische Wesel, wo Martin Weever die Küche des Evangelischen Krankenhauses leitet. „Bei Basisprodukten wie Saucenpulver usw. spielen Clean Label- Produkte ein wichtige, ansonsten aber eine eher untergeordnete Rolle. Entscheidend ist in erster Linie der Geschmack“, erklärt er. Das sehen vor allem auch die „Im Einkauf wird allgemein und sehr kritisch darauf geach-tet, Zutaten und weitere Einsatzware zu beziehen, die möglichst wenige bzw. keine vermeidbaren Zusatzstoffe beinhalten.“ Gerd Schulte-Terhusen, Studierendenwerk Essen-Duisburg Tischgäste so, denn „es sind sehr wenige Gäs-te – egal ob Patienten oder Kasinobesucher, die sich nach genauen Inhaltsstoffen erkundi- ohne Geschmacks-verstärker allergenfrei ohne künstliche Farbstoffe cholesterinfrei ohne Gen- technik ohne künstliche Aromen 14 GVmanager 5 /2017


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