Klinik & Heim - Wohn- und Pflegeheime Osttirol, Lienz/A:Heimat auf dem Teller

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Fotos: Kirchner Klinik & Heim Heimat auf dem Teller Hausmannskost hat in den Wohn- und Pflegeheimen Osttirol einen hohen Stellenwert – und wird mit einem Fachkräfteanteil von 80 % aus Qualitätsgründen überwiegend selbstgemacht. Qualität spielte auch bei der Auswahl der passenden Speisenverteilung eine Rolle. Schlipfkrapfen, Speckknödel und andere Spezialitä-ten der Küche Tirols und Österreichs schätzen nicht nur Touristen; auch für die Einhei- mischen, wie die Bewohner der Wohn- und Pflegeheime Osttirol, ist diese Hausmannskost ein Stück Heimat, auf das sie in ihrem ex-ternen Zuhause nicht verzichten Zum Wohl unserer Bewohner haben wir uns aber geschlossen gegen eine Umstellung und für die Beibehaltung der Frischküche entschieden“, berichtet Werner Greil, Wirtschaftsleiter der Wohn- und Pflegeheime Lienz. „Viele Spezialitäten sind damit einfach nicht gut auf den Teller zu brin-gen, einen halbierten Knödel wür-de z. B. keiner akzeptieren, beim Schnitzel leidet die Kruste usw.“ Mit dem Beispiel unterstreicht der Wirtschaftsleiter welch ho-hen Stellenwert die Verpflegung in den vier Osttiroler Senioren-heimen hat und legt ein weiteres nach: „Vor zwei Jahren haben wir unseren acht- bis zehnwöchigen Speiseplan komplett überarbeitet, die beliebte Hausmannskost auf eine ausgewogene Basis gestellt und dabei viele Anregungen der Bewohner berücksichtigt.“ Was nicht heißt, dass diese fortan nichts mehr dazu zu sagen hätten. Bei den regelmäßigen Treffen des Heimrates mit den Abteilungslei-tern, u. a. von Pflege-, Hauswirt-schafts- und Wirtschaftsbereich, ist das Essen stets Thema; ebenso bei den Besuchen der Küchen-leiter auf den Wohnbereichen. Individuell zur Sprache kommen die Essensvorlieben zudem bei jedem Aufnahmegespräch. Im Rahmen der Essbiografie sind pro Bewohner schon mal 30 Posten wollen. „Vor zehn Jahren stand unser Speisenverteil- und damit einhergehend auch unser Produk-tionssystem zur Debatte. Cook & Chill war damals groß in Mode. Im „Wagenbahnhof“ werden die angelieferten Speisenverteilwagen an den kompakten Andockstationen bis zur Mittagszeit auf Temperatur gebracht, dann auf Station transportiert und dort in farblich an die Wohnbereiche angepasste Wagen verteilt. 28 GVmanager 4 /2017


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