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GVmanager_03_2017

wegbecher summieren, sieht Johnson & Johnson eine sinnvolle Investition in die Mitarbeiterge-sundheit. Die Hauptstrategie des Verpflegungsteams, um Gäste zu einer gesünderen Ernährung zu verführen, ist jedoch ein qualitativ hochwertiges Angebot. „Wir ver- Gesundheitsmanagement Seit Beginn des Jahres gibt es auch kostenloses Obst für die Mit-arbeiter, appetitlich arrangiert an einem Marktstand. Bisher werden etwa 100 kg Äpfel und Möhren, Mandarinen und Bananen täg-lich verteilt, das Unternehmen lässt sich das 2.500 E pro Monat kosten. Um Mitarbeiter zu ge-sundem Trinken zu motivieren, wird an zahlreichen Wassersta-tionen auf dem Unternehmens-gelände kostenlos Trinkwasser ausgeschenkt. In den 80.000 bis 100.000 E, die sich jährlich für Wasser, Betriebskosten und Mehr-spendiert.“ Die Strategie scheint nachhaltig zu motivieren. Inzwi-schen gibt das Verpflegungsteam jährlich 950 bis 1.000 kostenlose Vitalessen aus. Ein Lockmittel ist auch der Preis: Die Gerichte der Vitallinie sind mit 3,30 E günsti-ger als die der anderen Linien. SMARTER LUNCHROOMS – IMPULSE FÜR DIE ESSENSWAHL Wie Gäste – ohne Bevormundung – eher zu einer gesundheitsförderlichen Alternative greifen, zeigt die neue Broschüre „Smarter Lunchrooms – Impulse für die Essenswahl“. Sie veranschaulicht in acht Handlungsemp-fehlungen, wie eine vorteilhafte Essenswahl unterstützt werden kann. Die Broschüre fußt auf einem Projekt der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber (bayme vbm) sowie des Kompetenzzen-trums für Ernährung (KErn), einer Einrichtung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Mitgewirkt haben außerdem Prof. Dr. Gertrud Winkler von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen sowie Praktiker aus der Betriebsgastronomie. Die Broschüre ist zum kostenlosen Down-load unter www.KErn.Bayern.de zu finden. SO WIRD IHR LUNCHROOM SMART: Tipp 1: Gestalten Sie die Umgebung attraktiv! LED- oder Halogenspots betonen Frische und Farben der Spei-sen. Spiegel steigern den Effekt. Auch Musterteller können geschickt ausgeleuchtet werden, um Gäste bei der Wahl eines vegetarischen Gerichtes zu unterstützen. Kräutertöpfe und kna-ckiges Gemüse zu Dekorationszwecken verleiht der „gesunden“ Speisenausgabe Attraktivität und Frische-Appeal. Tipp 2: Bieten Sie bei gesunden Speisen einen Zusatznutzen! Wenn Geschmack, Geruch, Aussehen oder Mundgefühl anzie-hend wirken, kommen gesunde Speisen noch besser an. Top-pings wie Sonnenblumenkerne, spezielle Gewürze oder Salatöle unterstützen Gäste dabei, die „richtige“ Wahl zu treffen. Eine To-go-Option von Obst, Säften und Salaten forciert die Nach-frage für ausgewogene Speisen, ebenso wie ein Bonusangebot (z. B. 1 Apfel gratis). Tipp 3: Loben Sie gesunde Speisen bevorzugt aus! Ein für den Körper vorteilhaftes Menü kann als Musterteller an exponierter Stelle selbst für sich werben. Auch eine attraktive Namensgebung wirkt verlockend. Eine z. B. grüne Banderole kennzeichnet Speisen mit idealen Nährwerten und ist eine ideale Orientierungshilfe. Tipp 4: Präsentieren Sie gesunde Speisen attraktiver! Keramikgefäße und formschöne Porzellanschüsseln erhöhen die Attraktivität von Gemüse und Salaten in der SB-Theke. Zusätz-liche größere Portionsschalen erleichtern die Wahl von Salat oder Gemüse als Hauptgang. Die attraktive Optik ist auch beim Anrichten von Tellergerichten ein wichtiges Kriterium. Farbige Akzente mit Gemüse oder Kräutern werten auf. Tipp 5: Machen Sie gesunde Speisen besser verfügbar! Obst, Säfte, Salate – all das sollte nicht nur zur Mittagszeit an-geboten werden, sondern auch in der Zwischenverpflegung, und zwar gut sichtbar im Blickfeld der Gäste. Wovon man reichlich essen sollte – Gemüse und Obst, das sollte auch in großer Viel-falt und üppiger Fülle im Angebot sein. Tipp 6: Rücken Sie gesunde Speisen in den Fokus, und machen Sie’s Ihren Gästen bequem! Die Salat- und Gemüsetheke nahe am Eingang, Obst an der Kasse, Körbe mit Wasserflaschen an mehreren Stellen – all dies sind Tipps, um den Absatz von bestimmten Speisen und Geträn-ken zu forcieren. Obst an vorderster Stelle in der Dessert-Theke sowie Wasser in Griffhöhe im Kühlschrank sind weitere Nudging- Maßnahmen. Tipp 7: Unterstützen Sie die „gesunde“ Wahl unauffällig durch gezielte Hinweisreize! Dauerhaft platzierte Bilder von gesundheitsförderlichen Speisen machen Lust auf Genuss. Peppige Aufsteller mit Zusatzinfor-mationen sorgen für Aha-Effekte. Wer weiß schon, dass man 30 Min. lang Rad fahren muss, um sich die Kalorien von einem Glas Cola abzutrainieren? Tipp 8: Steuern Sie das Auswahlverhalten mit Empfehlungs-marketing! Die mündliche Empfehlung an der Theke oder beim Bezahlvor-gang („Noch einen Apfel dazu?“) unterstützt die Entscheidung für „gesundes“ Essen. Das Fitness-Menü gleich am Eingang zu be-werben, schürt die Nachfrage, ebenso wie eine Kostprobe. Auch die Empfehlung per E-Mail oder Info-Monitor sowie die geschick-te Platzierung an erster Stelle auf dem Speiseplan wirken. Eine grüne Banderole kann besonders „gesunde“ Speisen kennzeichnen und die Nachfrage gezielt erhöhen. Fotos: KErn 20 GVmanager 3 /2017


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