TÜV Süd: (Miss-)Verständnis?

GVmanager_01_02_2017

Das Verständnis des Kürzels „Bio“ auf der Verpackung ist unter den Deutschen nicht einheitlich. Nach einer Umfrage von TÜV Süd findet ein Fünftel der Befragten, dass der Be-griff keine klaren Kriterien hat. Am häufigsten wird „Bio“ mit einem geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Tiermedikamenten in der Lebensmittelerzeugung in Verbindung gebracht. Außerdem werden traditionelle An-bauformen bei Pflanzen bzw. Haltungsformen mit einer Bio-Kennzeichnung assoziiert. 13 % der Befragten verbinden mit ihr eine geringere Belastung der Umwelt. Nur 11 % denken an besondere gesetzliche Grenzwerte für Rück-stände, die das Bio-Produkt einhalten muss. Der Begriff „Bio“ kennzeichnet den Ergebnis-sen der Umfrage nach eher die Art und Weise der Produktionsprozesse als die Einhaltung gesonderter Grenzwerte. Bio ist nicht gleich Bio Die Umsetzung der bisherigen EU-Öko-Verord-nung aus dem Jahr 1992 ist in den Mitglieds-ländern sehr unterschiedlich. Das betrifft u. a. zahlreiche Ausnahmen von Produktionsvor-schriften wie die Versorgung von Betrieben mit Futtermitteln und Saatgut. Bisher ist der öko-logische Landbau als Prozess definiert, der für eine nachhaltige Form der Landwirtschaft mit genauen Regeln vor Ort steht und mindestens Branchenblick (Miss-)Verständnis? Was verstehen die Deutschen unter dem Begriff „Bio“, wenn er auf der Verpackung eines Lebensmittels prangt? Die aktuelle Umfrage von TÜV Süd gibt Aufschluss darüber. einmal jährlich überprüft wird. Die ursprüng-lich im Entwurf von 2014 vorgeschlagenen biospezifischen Grenzwerte in der neuen EU-Verordnung hätten den Begriff „Bio“ wesentlich stärker über Produkteigenschaften definiert. „Doch das Einhalten der Rückstandgrenzen für Lebensmittel zeigt nicht, dass die Vorgaben der Öko-Verordnung im Produktionsprozess einge-halten wurden. Und dies ist dem Verbraucher sehr wichtig“, sagt Dr. Andreas Daxenberger, Lebensmittelexperte bei TÜV Süd, mit Verweis auf die aktuelle Umfrage. Stand der Verhandlungen Nach erneuten Verhandlungen im Juni 2015 wurde der Verordnungsentwurf aufgrund der zahlreichen Einwände erneut überarbeitet. Dabei wurde festgehalten, dass auf EU-Ebene keine bio-spezifischen Rückstandsschwellen eingeführt werden sollen. An speziellen Rege-lungen zu Bio-Kontrollen und zur Einhaltung der Produktionsstandards wird jedoch festge-halten. Es werden zudem für Bio-Betriebe jähr-liche Kontrollen vor Ort vorgeschrieben sein. Außerdem sind im neuen Verordnungsentwurf neue praxisgerechte Umstellungs- und Produk-tionsregelungen für die Öko-Betriebe vorgese-hen. Die Verhandlungen für den Kompromiss-vorschlag sollen bis Ende 2016 abgeschlossen sein. Über diesen müssen anschließend das EU-Parlament und der EU-Rat entscheiden. www.tuev-sued.de SÖBBEKE Bio-Qualität im Großgebinde! Quark, Schlagsahne, Kochsahne, H-Milch, Creme Fraîche und Naturjoghurt in bester Bio-Qualität und verschiedenen Gebinden. Weitere Produkte liefern wir auf Anfrage. Sprechen Sie uns an! Natürlicher, unverfälschter Bio-Genuss für Ihre Gäste OHNE KONSERVIERUNGSSTOFFE & ANDERE ZUSÄTZE AUS ARTGERECHTER TIERHALTUNG OHNE GENTECHNIK Söbbeke · Lieferant von IKEA Deutschland. DE-ÖKO-OO6 Molkerei Söbbeke GmbH · Amelandsbrückenweg 131 · D-48599 Gronau-Epe · vertrieb@soebbeke.de · Tel. 02565 9303-0


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