GV-Manager des Jahres - Mathias M. Meyer, Studentenwerk; Erlangen-Nürnberg: Sozialer Überzeugungstäter

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Sozialer Überzeugungstäter Eine optische Mischung aus Peter Lustig und Kiez-Türsteher: Mathias M. Meyer, GV-Manager des Jahres 2016, ist ein vielschichtiger Chef im Studentenwerk Erlangen-Nürnberg. Alleine steht Julia vor dem 2,12 m gro-ßen läuft und für seine Mitarbeiter einen auf Erklär-bär macht. Nach Dienstschluss mit Motorrad-jacke wirkt er dagegen optisch wie ein Türste-her auf dem Hamburger Kiez. Vielleicht macht es diese Mischung aus – Kumpeltyp und starke Persönlichkeit – dass ihm seine Mitarbeiter folgen und mit ihm zusammen erfolgreich in der Gemeinschaftsverpflegung arbeiten. Da-bei hilft u. a. ein breites Kreuz, um auch mal ungeliebte Dinge aus dem Weg zu räumen, da ist sich der GV-Manager sicher. Zur GV kam Mathias M. Meyer 1995, ur-sprünglich um ein wenig mehr Zeit für die Familie zu haben. „Heute bin ich Überzeu-gungstäter, da die Tätigkeit meines Erachtens genau so anspruchsvoll ist, wie die in der Gas-tronomie“, resümiert der 2-m-Mann. „Mit Blick auf das oft kleine Budget, vielleicht sogar noch herausfordernder.“ Für Mathias M. Meyer steht der Mensch im Mittelpunkt. Er nimmt sich Zeit für sogenann-te Problemfälle, wie Mitarbeiter in einer finan-ziellen Notlage. Arbeitsleistung wird bei ihm honoriert. Eine lange Krankheit ist für ihn kein Grund, einen Arbeitsplatz in Frage zu stellen. Für den Leiter der Gastronomie steht fest, dass ohne ein en-gagiertes, gut aufge-stelltes Führungsteam wenig geht. Aber viel wichtiger: Ohne einen guten Unterbau geht gar nichts. Also gilt es, jeden mitzunehmen, auch die kleine Küchenfee kurz vor der Rente. „Das ist eine besondere Herausfor-derung“, verdeutlicht er. Rebellion für Traumberuf Der Vater von vier Kindern wusste schon im-mer, dass er Koch werden wollte. Mit drei Jahren sind alle als Cowboy zum Fasching gegangen, der kleine Mathias als Koch. Ein Bild von damals steht heute noch auf sei-nem Schreibtisch. „Egal wo ich beruflich hin-gehe, dieses Bild begleitet mich. Es ist mein Stolzbild“, erklärt er. Vielleicht auch, weil es ihn daran erinnert, dass sein Vater nicht da-mit einverstanden war, dass er Koch werden wollte und geworden ist – das Abitur sollte es sein. „Darauf hatte ich keinen Bock. Mich hat Hünen. Mathias M. Meyer atmet tief durch und guckt sie ernst an. „Ich glaube, das packst du nicht. Wenn du we-nigstens den Qualifikationsvermerk hättest.“ Julia war ein Jahr auf der Förderschule und hat schlechte Noten. Doch Noten sind für Mathias M. Meyer nicht alles. Also schiebt er nach: „Beweis mir, dass du die Ausbil-dung willst.“ Diese Worte spornen Julia an – ein halbes Jahr später hält sie ihren Ausbildungsvertrag in den Händen. Mathias M. Meyer ist Leiter der Gastronomie und kommissa-rischer Geschäftsführer des Studentenwerks Erlangen- Nürnberg. In der Gastrono-mie trägt er die Verantwor-tung für 26 Betriebe und 247 Mitarbeiter. Er pflegt einen Führungsstil nach dem Motto „fordern und fördern“. Dabei sind ihm Mitar-beitergespräche und Feedback wichtig, denn nur wenn Mit-arbeiter wissen, wo sie stehen, können sie sich weiterentwi-ckeln, ist sich der GV-Manager sicher. „Teamplayer“ ist für ihn kein Fremdwort, er sieht sich aber eher als einen „Teambuil-der“. Er ähnelt Peter Lustig, wenn er mit Dreitagebart und runder Brille durch die Gänge GV-Manager des Jahres 2016 Foto: Studentenwerk Erlangen-Nürnberg


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