Management - Junge Kräfte finden & binden

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Management Fotos: Colourbox.de, © auremar – Fotolia.com Fachkräfte fehlen in der GV-Branche – nichts Neues? Doch immer noch hält der Mangel an. Wie man diesem entgegentreten kann? Hier gibt es Lösungsansätze. Vermutlich gibt es in der Gemeinschafts-verpflegung Es ist aber sicherlich nicht optimal auf der Stelle zu treten, wenn in ei-nem GV-Betrieb „die Leute fehlen“ und man z. B. einen regionalen und rentablen Catering-Kunden nicht betreuen kann, der einen Event mit über 1.000 Gästen plant. Oder wenn die Übernahme einer externen Schul- oder Heimverpflegung nicht etwa an technischen Kapazitäten oder Know-how scheitert, sondern ausgerechnet an Personal-mangel. Schon längst reichen „Pflichtstandards“ und begleitende Hilfsinstrumente für unterneh-merisches Handeln nicht mehr aus, wie sie vor allem von der Bundesagentur für Ar-beit, den Industrie- und Handelskam-mern und den jeweiligen Branchen-verbänden angeboten werden. Aber es sind und bleiben wichtige Informa-tionsquellen und Empfehlungen; die Lektüre muss also sein! Dabei geht es z. B. insbesondere um Azubi-Initi-ativen und Lehrstellenbörsen, Wei-terbildungsangebote für Nach-wuchskräfte, ordentliche Ausbil-dungs- und Arbeitsverträge, spezielle Beratung für Aus-bildungsbetriebe und Aus-zubildende oder Seminare zur Prüfungsvorbereitung. Ein Gesamtüberblick zur weite-ren, auch regionalen Orientie-rung findet sich im Internet unter kein Thema, das sich kom-plexer präsentiert als die Aus- und Wei-terbildung. Die jeweils notwendige betriebsin-terne Erarbeitung von Antworten ist aufwändig und leider nicht selten unterhalb der Schwelle angesiedelt, die als optimal einzustufen ist. Die direkten Folgen dieser Situation: Ausbildungs-plätze bleiben unbesetzt; immer noch zu viele junge Leute brechen die Ausbildung vorzeitig ab bzw. wechseln in andere – vermeintlich attraktivere – Branchen- oder Berufsbereiche. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften spe-ziell für die GV wird da-durch noch stärker, eine zu hohe Fluk-tuation bei jun-gen Arbeitneh-mern (oft wegen nicht erkennbarer Zukunftsperspektiven) gefährdet Kom-petenz und Umsatz. www.ihk.de/ausbildung. Außerdem bieten un-zählige Websites der Branchen- und Berufsor-ganisationen (vom Dehoga über verschiedene GV-Gruppierungen und den Gewerkschaften bis hin zum Verband der Köche oder der Zeit-arbeitsbranche) einschlägiges Basiswissen. Ebenso sinnvoll ist die Durchsicht der Infor-mationsangebote des Bundes und der Länder. Zusätzliche Orientierung leisten außerdem ei-nige meiner Einschätzung nach sehr zu emp-fehlende Fachinitiativen, wie das Onlineportal Ausbildung.de, das Karriereportal Aubi-plus.de, mit dem junge Menschen kosten- und regis- trierungsfrei Ausbildungs- und (duale) Stu-dienplätze sowie Praktika, Studentenjobs und Traineestellen finden. Viele Möglichkeiten also, nicht nur eigene Probleme aufzuarbeiten, sondern über die Standardlinien hinauszu-wachsen. Defizite und Lösungswege Wichtige Defizitbereiche und ihre Auswirkun-gen, die sich aus den Erfahrungsberichten von Ausbildungsexperten und Prüfern der IHK und von Personalberatern ergeben, sind meist schnell benannt und durchaus relativ wirksam zu beeinflussen:  Theorievermittlung und Praxisphasen im Betrieb stehen zu oft unvereinbar nebenein-ander und wirken deshalb auf Auszubilden-de demotivierend. Lösungsansätze: Abstimmung mit Berufs-schule intensivieren; Zusatzseminare mit Erlebnischarakter, z. B. beim Zulieferer; sog. Chef-Tage für Azubis sowie eigenverant- Junge Kräfte finden & binden 40 GVmanager 12 /2016


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