Heimische Superfoods

GVmanager_12_2016

Heimische Superfoods Können Superfoods auch die vitale GV-Küche bereichern? Theoretisch ja, praktisch sind die regionalen Alternativen die bessere Wahl. Foto: © stevem – Fotolia.com Der Begriff Superfoods ist weder wissenschaftlich noch gesetzlich definiert. Eine Ori-entierung gibt das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel, das dazu Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse zählt, die aufgrund ihres Nährstoffge-halts einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Lebensmittel haben. „Exotische Superfoods wie Gojibeeren, Chiasamen oder Matchatee sind für den Großverbrau-cher oft zu teuer und nicht in den benötigten Mengen beim normalen Großhänd-ler zu bekommen“, schränkt die Oecotrophologin Iris Lange-Fricke die Eignung der Zutaten für GV-Betriebe ein. Hinzu kommt, dass die exotischen Zutaten nicht unumstritten sind. Lange Trans-portwege und eine industrielle Aufbereitung werfen die Fra-ge auf, wie viel der kreativ be-worbenen ressante Kombinationen dieser ,alten‘ Gemüse sind tolles heimisches Super-food.“ Inhaltsstoffe über-haupt übrigbleiben – vor allem in Relation zur üblichen Verzehr-menge. „Optisch attraktive, geschmacklich inte- Angela Clausen Dennoch sei der Begriff Superfood positiv belegt, wie die Oecotrophologin Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW bestätigt: „In Kombination mit den Begriffen ‚heimisch’ oder ‚regional’ weckt er positive Assoziationen, auch in Hin-blick auf die Gesundheit.“ Allerdings sollten die Superfoods auch wirklich aus der Umgebung (regional) oder zumindest aus Deutschland (heimisch) stammen. „Spargel ist zwar im Prinzip ein heimisches Gemüse, nicht aber, wenn er aus Peru kommt“, bringt sie es auf den Punkt. Auch Iris Lange-Fricke empfiehlt, den Trend zu nutzen und in der Großküche auf heimische Superfoods zurück-zugreifen. „Diese können die Gemeinschaftsverpflegung bereichern und die Nährstoffbilanzen mit Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzen-stoffen optimieren. Sie sind preislich gut einsetzbar, beim Großhändler gut zu bekommen und haben kurze Trans-portwege, da sie aus der Region stammen“, erläutert die Als Kooperationspartner des GVmanager vermittelt der Berufs- Verband Oecotrophologie e.V. (VDOE) Experten für redaktionelle Beiträge, um das er-nährungs- und haushaltswissenschaftliche Fachwissen seiner Mitglieder in die GV zu tragen. Für die Richtigkeit der Beiträge übernimmt der VDOE keinerlei Gewähr. Der Verband vertritt die berufspolitischen Interessen seiner rund 4.200 Mitglieder aus allen Fachbereichen der Oecotrophologie, Haus-halts- und Ernährungswissenschaft. Er arbeitet unabhängig und ohne Verfolgung wirtschaftlicher Zwecke. www.vdoe.de Vitale Küche


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