Food - Frühstück: Erstklassiger Start

GVmanager_12_2016

Foto: © eyetronic – Fotolia.com Erstklassiger Start Für den einen sind Wahlleistungspatienten Fluch, für den anderen Segen. Da ein lu-kratives Geschäft dahintersteckt, entfacht sich aber immer mehr ein hotel-mäßiges Auf-rüsten, um die Zielgruppe ins eigene Haus zu holen. „Für Wahlleistungen rechnet das Uni-versitätsklinikum Düsseldorf im Jahr insgesamt ca. 1,8 Mio. E ab“, berichtet Peter Schröder, Leiter des dortigen Verpflegungsmanage-ments. Patienten, die auch die Wahlleistung Verpflegung bekommen, machen hier ca. 12 bis 15 % der Belegung von 1.400 Patienten aus. Gegenbeispiel ist das Klinikum Neumarkt mit einem Anteil von (noch) nur etwa 10 %. „Unsere Patienten kommen vorrangig, weil sie eine Krankheit haben und nicht wegen des Hotelcharak-ters“, bringt es der Küchenleiter Johann Hiller auf den Punkt. Im Ev. Kranken-haus Wesel sind im Schnitt 50 Wahlleistungs-patienten im Haus. Die Nachfrage übersteigt aber bereits das Zimmerangebot, weshalb nächstes Jahr angebaut wird. Qualität 2. Klasse? Wie sieht es dabei mit der Verpflegung aus? Der Verband der Privaten Krankenversicherung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft lie-fern eine relativ schwammige „Gemeinsame Empfehlung zur Wahlleistung Verpflegung.“ Allerdings implizieren Stichworte wie „hö-herwertig“ und „deutlich erkennbarer Unter-schied in Qualität“, dass der Regelleistungs-patient nicht nur zweitklassig kuriert, sondern auch verpflegt werden soll. Die individuellen Verhandlungen liefern aber einen gewissen Gestaltungsspielraum, den manche Küchen-leiter entsprechend nutzen. „Die Grundpro-dukte und die Qualität sind für alle Patienten gleich, wir unterscheiden in der Ausfertigung“, berichtet Johann Hiller vom Klinikum Neu-markt. Auch Martin Weever vom Ev. Kranken-haus Wesel betont, dass er keine Abstriche in der Qualität mache, sondern den geforderten Unterschied über eine etwas größere Vielfalt erfülle. Bei den Backwaren ist der Unterschied minimal: Alle Patienten können aus drei Bröt-chen- und fünf Brotsorten wählen, welche die Weseler Küche vom heimischen Bäcker kauft. Wahlleistungspatienten können sich darüber hinaus noch ein Buttercroissant oder ein Milch- Mit 13 E pro BKT Wahlleistung kann ein Koch anders arbeiten als mit 4 E. Für manche Klinikküchen trotzdem kein Grund konsequent den Zwei-Klassen-Teller zu servieren, vor allem beim Frühstück ist Qualität oft Standard. PKV Markenprodukte Marketing kostenpflichtige Extras Auswahl Frühstück


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