Interview: Nährwerte per Klick

GVmanager_12_2016

Foto: privat Mit Ausnahme der Bestim-mungen über die Nähr-wertkennzeichnung für vorverpackte Lebensmittel gilt die Lebensmittelinformationsverord-nung (LMIV) seit dem 13. Dezem-ber 2014. Nun, zwei Jahre später, werden auch die Bestimmungen zur Nährwertkennzeichnung ver-bindlich. Als „vorverpackt“ gelten Lebensmittel, wenn diese bereits vor dem Verkaufsangebot verpackt wurden. „Nicht erfasst werden Lebensmittel, die auf Wunsch des Verbrauchers am Verkaufsort ver-packt oder im Hinblick auf ihren unmittelbaren Verkauf vorverpackt werden“, räumt Marlies Richter, Geschäftsführende Gesellschafte-rin bei ROP-IT, ein. Der unmittel-bare Verkauf bezieht sich auf eine Zeitspanne von ca. 24 Stunden. Demzufolge würde für den Groß-teil des Angebots, von Backwaren bis Salaten, noch keine Nährwert-kennzeichnung benötigt. Ledig-lich für die vorverpackte Ware, die nicht direkt verkauft wird, müssten auch die Nährwerte gekennzeich-net werden. Wie sich diese Her-ausforderung meistern lässt, hat Marlies Richter verraten. Frau Richter, vor welche Herausforderung stellt die verpflichtende Nährwertkennzeichnung Küchenleiter von Betriebsrestaurants, Cafeterien oder Mensen? Schon die verpflichtende Allergen-ausweisung bei vorverpackter und loser Ware hat die Branche vor große Herausforderungen gestellt. Die Nährwertkennzeichnung bei vorverpackter Ware kommt jetzt noch hinzu. Die größte Herausfor-derung liegt sicher darin, dass die Gemeinschaftsverpfleger nicht nur Rezepturen schriftlich bereithalten müssen, sondern die Küche diese Rezepturen auch einhalten muss. So müssen z. B. auch die Portions-größen eingehalten werden. Darüber hinaus müssen sämtliche Produktdatenblätter der Lieferan-tenartikel von Herstellern und Lie-feranten eingeholt werden: ent-weder manuell auf Papier oder als elektronische Dateien, die in Wa-renwirtschaftssysteme eingespielt werden können. Dieser Prozess ist leider noch nicht bei allen Liefe-ranten reibungsfrei. Summa summarum erfordert die LMIV durchaus zusätzlichen Ver-waltungsaufwand und genaue Arbeitsprozesse, die in der GV-Branche nicht immer einfach um-zusetzen sind. Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen? Sind Küchenverantwortliche auf die Nährwertkennzeichnung gut vorbereitet? Die weitaus größere Welle wurde vor zwei Jahren durch die ver-pflichtende Allergenkennzeich-nung ausgelöst. Auch Kunden, die bis dahin keine Rezepturen ge-pflegt haben, sind nach und nach in diese Thematik eingestiegen. Für diese ist jetzt die Nährwert-kennzeichnung das geringere Pro-blem – sozusagen ein Klick mehr. Für Gemeinschaftsverpfleger und Gastronomen, die bis dato noch keine softwareseitige Unterstüt-zung haben, stellt die LMIV grund-sätzlich eine große Herausforde-rung dar. Die manuelle Ermittlung von Zusatzstoffen, Allergenen und Nährwerten ist äußerst mühsam, zeitaufwändig und letztendlich auch ungenau. Zusammenfassend hat die LMIV die Branche vor große Herausfor-derungen gestellt, die die kleinen Unternehmen von der Praktika-bilität an ihre Grenzen bringen können. Die größeren Gemein-schaftsverpfleger und Caterer haben zwar in der Regel software-seitige Unterstützung, aber aus einer Software kommen auch nur die validen Daten heraus, die zu-vor eingepflegt wurden. Bei der Entscheidung für und wider eine F&B-Management-Software soll-ten somit neben der Lebensmit-telkennzeichnung auch Gründe wie verbessertes Controlling, ge-steuerter Einkauf und eine inte-grierte ERP-Unternehmenslösung im Vordergrund stehen. Wie unterstützen Sie die Küchenverantwortlichen dabei? Unsere Softwarelösung ROP-R8 Irma® bietet mit dem Zusatzmo-dul Diätetik die Ermittlung von Allergenen, Nährwerten und Zu-satzstoffen. Nach Hinterlegung dieser Informationen bei den Einkaufsartikeln erfolgt über Re-zepturen die entsprechende Aus-weisung der angebotenen Ware. Mit Hilfe von Schnittstellen zum Datenimport von Diätetik-Daten kann die mühsame Datenpflege in diesem Bereich wesentlich ver-einfacht werden. Den Kunden, die mit der Nähr-wertkennzeichnung von vorver-packter Ware auf Nummer sicher gehen möchten, empfehlen wir Produktetiketten aus ROP-R8 Irma zu erstellen, z. B. für vorver-packte belegte Semmeln, Wraps, Salate oder selbst hergestellte Smoothies, auf welchen die ge-setzlich geforderten Informatio-nen – u. a. Nährwerte, Allergene, Zusatzstoffe – ausgewiesen wer-den können. Danke für das Gespräch! sar Marlies Richter von ROP-IT berichtet über die neue Branchenherausforderung: die Nährwertkennzeichnung von vorverpackter Ware ab 13.12.2016. UNTERNEHMEN IM NETZ Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG www.transgourmet.de • kontakt@transgourmet.de Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG ist führender Zustellspezialist für alle Großverbraucher aus den Bereichen Hotellerie/ Gastronomie, soziale Einrichtungen und Betriebsverpflegung. Mit seinem Online-Informations- und Bestellsystem bietet er eine schnelle und unkomplizierte Bestellung rund um die Uhr. Alle Artikel werden mit detaillierten Produktinformationen präsen-tiert und sind über eine einfache Suchfunktion jederzeit abrufbar. Neben der Bestellplattform bietet die Seite auch Interessantes und Informatives aus den Bereichen Ernährung, Hygiene und Lebensmittelrecht, ein Forum für Küchenprofis, aktuelle Brancheninfos sowie Wissenswertes aus dem Unternehmen. 12 /2016 GVmanager 21 Nährwerte per Klick


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