Jahresrückblick: „Wir blicken zufrieden auf gute Mitarbeiter“

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Illustration: © MH – Fotolia.com Marktforschung „Wir blicken zufrieden auf gute Mitarbeiter“ Das personelle Glück war aber nicht allen hold. So berichtet ein Leser aus dem Bereich Pati-entenverpflegung von Kosten-steigerungen bei Personal und Lebensmitteln: „Durch ständige Anpassungen und Reformierun-gen konnten diese beiden Seg-mente aber schmerzfrei bewältigt werden.“ Umstrukturierungen stehen 2017 auch bei Jörg Jendrny ins Haus – „in den Küchen der statio-nären Altenpflege, die vom Pflegestär-kungsgesetz betroffen sind“. Ein Kollege aus der Betriebsgastronomie, der ebenfalls umstrukuriert, sieht dem positiv entgegen: „Die Anpassung der Personalstruktur sorgt für einen flexibleren Personaleinsatz. Damit können wir dem, bedingt durch Saisonzeiten, schwankenden Bedarf Rechnung tragen.“ Mit einem weinenden Auge blickt dagegen ein an-derer Betriebsverpfleger zurück, der Preise erhöhen und das Personal reduzieren sowie umstruktu-rieren musste, um wirtschaftlich zu bleiben – eine der größten Herausforderungen sei-ner Laufbahn. Nachhaltig verpflegt Was die Verpflegung anbelangt, standen oft Projekte rund um Nachhaltigkeit, Regionalität & Co. im Fokus, wie bei Wolfgang Leber, Küchenleitung/Einkauf, St. Josefsheime München: „Wir haben auf regional-bayerische Produkte umgestellt, ohne das Budget zu überziehen und hof-fen, das auch mit Bio-Produkten weiter ausbauen zu können.“ Auch der Anteil oder die Qua- Wenn wir Klassiker wie das Verpflegungsangebot und die Küchentechnik erstmal außen vor lassen, fällt im Jahres-Resümee unserer Leser eines auf: die Personalsituation stand bei vielen auf der Agenda – mit meist positivem Ergebnis. So antwortete ein Schulverpfleger auf die Frage, worauf er dieses Jahr zu-frieden zurückblickt, schlicht: „Gute Mitarbeiter.“ Mathias Manfred Meyer, Leiter Hoch-schulgastronomie und kommissarischer Ge-schäftsführer des Studentenwerks Erlangen- Nürnberg, wird etwas konkreter: „Auf ein tolles Managementteam, das wir teilweise selbst nachge-bildet haben, und einen sehr guten Küchenpersonaler. Drei Ex-Azubis haben dieses Jahr erfolgreich ihre Kü-chenmeister- bzw. Foodservice Manager-Prüfung (IHK) bestanden und stehen mir in mittleren Führungsposi-tionen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.“ Zufrieden mit der gesamten Personalsituation ist auch ein Kol-lege aus der Seniorenverpflegung: „Wir konn-ten das bestehende Personal halten, schulen und weiterbilden und als Team stärken. Auf neue Suche mussten wir, zum Glück, nur im Ausnahme- und Vertretungsfall gehen und das ist uns recht gut gelungen.“ Jörg Jendrny, Leiter Küchenbetriebe des St. Augustinus-Service in Neuss, wertet es ebenfalls als Erfolg, die Ta-lente ausgewählter Mitarbeiter ge-fördert zu haben. Ein GV-Manager aus der Studentenverpflegung, der sich von extern aufgestockt hat, ist auch damit zufrieden: „Wir haben mehrere neue Führungskräfte inte-griert und die Personalstruktur gut weiterentwickelt.“ Es müssen nicht immer Herkulesaufgaben wie eine neue Küche sein. Auch auf kleine Aufgaben und das Halten des Ist-Zustands blicken unsere Leser – zu Recht – zufrieden zurück. Was war, was kommt? 16 GVmanager 12 /2016


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