LSG Sky Chefs, Frankfurt am Main: Trocken von Bord gesaugt

GVmanager_10_2016

Foto: Busch Von Rücklauframpe Sortierung Spüle Rohrleitungen, maximal 300 m lang Vakuumanlage Trocken von Bord gesaugt Wo gegessen wird, fallen Reste an – auch im Flugzeug. Am Frankfurter Flughafen hat sich ein trockenes Vakuumsystem für den Abfalltransport bewährt und spart nun Platz, Strom und Kosten. Wenn das Essen in die Luft geht, steckt womöglich eines der 133 Unterneh-men der LSG Sky Chefs dahinter. Zwei Betriebe der Deutschen-Luft-hansa- Tochter stillen am Flughafen Frankfurt den Hunger der Flug-gäste: Einer der Betriebe beliefert täglich im Schnitt 420 Flüge der Lufthansa und deren Partner. Im Drei-Schicht-Betrieb produzieren dafür etwa 2.000 Mitarbeiter je nach Saison zwischen 90.000 und 120.000 Mahlzeiten am Tag. Der zweite Betrieb versorgt am Stand-ort andere Fluggesellschaften. Tonnenweise Abfall Auch wenn Speisen auf Reisen gehen, sind Lebensmittelabfälle nicht aus der Welt: 26 t Abfälle werden täglich aus den Flugzeu-gen in Frankfurt entgegengenom-men, sortiert sowie der Reinigung, Verwertung oder Entsorgung zu-geführt. In dem Gebäude, in dem für Lufthansa produziert wird, und das zur Verarbeitung der Bordab-fälle mit moderner Logistik arbei-tet, saugt eine zentrale Vakuum-anlage die Abfälle ab. Von der Entgegennahme der ab-fallgefüllten Bord-Trolleys bis hin zur Müllentsorgung, der Reini-gung des Geschirrs und Bestecks und dessen Wiederbereitstellung geschieht alles größtenteils auto-matisiert. Lediglich die eigentliche Trennung der Abfälle erfolgt ma-nuell. Alle Arbeitsplätze, an denen Restmüll anfällt, sind mit Müll-schütten ausgestattet. Über Rohr-leitungen mit bis zu 300 m Länge sind sie mit den Müllcontainern verbunden. Dorthin gelangen die Abfälle über eine pneumatische Saugförde-rung. Bislang erzeugten drei Flüs-sigkeitsring- Vakuumpumpen das dafür notwendige Vakuum. Sparvariante gesucht Nachdem eine anstehende Repa-ratur bei einer der drei Pumpen wirtschaftlich nicht mehr vertret-bar war, entschied Peter Salbreiter, Leiter Facility Management der LSG Sky Chefs Frankfurt ZD, ei-nen anderen Anbieter zu suchen. Dieser sollte näher am Standort sein, um die Reparatur- bzw. An- und Abfahrtszeiten zu verkür-zen und um einen kompetenten Ansprechpartner zu haben. Die Vakuumspezialisten von Dr.-Ing. K. Busch empfahlen ihm anstelle von Flüssigkeitsring-Vakuumpum-pen den Einsatz eines Tyr Dreh-kolben- Gebläses. Dieses arbeitet ohne Betriebsmittel und ist weit-gehend wartungsfrei. Zudem nimmt es bei vergleichba-rer Saugleistung nur 26 kW Strom auf, während eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe bei 80 kW Leis-tungsaufnahme liegt. Grund da-für ist, dass die Tyr Drehkolben- Gebläse nur dann in Betrieb sind, wenn tatsächlich abgesaugt wer-den muss. Dazu werden die Ab-fälle in Müllschütten gegeben, die durch einen Hydraulikschieber zur Rohrleitung hin verschlossen sind. Erst wenn die Müllmenge ein ge-wisses Niveau erreicht hat, wird das Gebläse eingeschaltet und baut den zum Absaugen notwendigen Unterdruck auf. Dann öffnet das Ventil (Hydraulikschieber) und die Müllschütte wird leergesaugt. An-schließend schließt das Ventil wie-der, und das Gebläse schaltet ab. Technisch bedingt hatten die zu-vor eingesetzten Flüssigkeitsring- Vakuumpumpen eine längere An-lauf- und Auslaufphase und ver-brauchten deshalb durchschnitt-lich schon mehr Strom. In trockenen Tüchern Um dem Facility Management die Skepsis zu nehmen, bot Busch ein Tyr Drehkolben-Gebläse zum kostenlosen, viermonatigen Test an. Dort bewiesen diese ihr hohes Energiesparpotenzial und ihren geringen Wartungsbedarf und das Gebläse zeigte weder Verschleiß noch Beschädigungen durch Le-bensmittelsäuren. Nach der Test-phase übernahm das Unterneh-men das Gebläse. Da der Wasservorratsbehälter ent-fällt, ist der Platzbedarf wesentlich geringer als bei der ursprünglich verwendeten Flüssigkeitsring-Va-kuumpumpe. Ein separater Schall-dämpfer sorgt außerdem für ein ruhigeres Betriebsgeräusch. Peter Salbreiter möchte seine Anlage komplett auf trockene Vakuum-technik mit Tyr Drehkolben- Gebläsen von Busch umstellen, umso Kosten zu sparen. Kiesling Fahrzeugbau GmbH D-89160 Dornstadt-Tomerdingen 07348.2002-0 * info@kiesling.de Schnell beladen schnell entladen www.kiesling.de 10 /2016 GVmanager 37


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