Zahnloser Tiger

GVmanager_10_2016

Fotos: © Edler von Rabenstein – Fotolia.com, © Julydfg – Fotolia.com, privat Kühltechnik Herr Hammer, was bedeutet die neue Energieklassifizierung für Kühlgeräte in der Gemein-schaftsverpflegung? Müssen ältere Geräte sofort ersetzt werden? Nein, es muss keiner fürchten seine älteren Geräte, die die Anfor-derungen nicht erfüllen, sofort ersetzen zu müs-sen. Dies regelt die EU-Verordnung 2015/1094. Danach müssen keine älteren Geräte abgeschal-tet oder ersetzt werden. Dennoch gibt es zur Zeit das Gerücht, dass Geräte der EEC (energy efficiency class) F und G nach 2019 nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dür-fen. Dies ist allerdings nur in der Schweiz vorgesehen, in Deutsch-land (bislang) jedoch nicht. Hier erweitert sich das allgemeine Label lediglich um die Klassen A+/A++/A+++. Was bewirkt die Klassifizierung denn dann eigentlich? Im Grunde appelliert die Verord-nung an das Gewissen oder den Geiz der Verbraucher. Genau ge-nommen ist es aber eigentlich ein „zahnloser Tiger“, da kei-nerlei Sanktionen drohen, wenn MARKENSCHAUFENSTER Zahnloser Tiger Küchenfachplaner und Dipl.-Ing. Architekt Alexander Hammer von der Ingenieurgesellschaft für Verpflegungstechnik (IVT) erklärt, welche Auswirkungen die neue Energieklassifizierung auf die Planung hat und was hinter der Verordnung steckt. „Energieschleudern“ hergestellt, verkauft oder gekauft werden. Nur für die Hersteller könnten Probleme entstehen, wenn ihre eigene Einstufung der Geräte in das Klassifizierungssystem – bei einer Überprüfung durch die Be-hörden – abweicht. Wird bereits auf Aspekte, wie Ener-gieeffizienz bei Kühlgeräten ge-achtet? Wird sie in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen? Auf jeden Fall! Energieeffizienz wird in Zukunft noch mehr an Kühl-/Tiefkühlzellen Spitzenpreis durch Direktvertrieb - Prospekt anfordern Fon 07475/451101, Fax 451102, W.Balling, 72393 Burladingen, www.kuehl-balling.de Bedeutung gewinnen. Im Alltag mache ich immer wieder die Er-fahrung, dass viele GV-Verant-wortliche darauf achten, aber in vielen Fällen die Investitionskos-ten dann leider ein K.-o.-Krite- rium sind. So werden oft zu-künftige Einsparpotenziale nicht genutzt, da vor einer höheren Investition zurückge-schreckt wird. Worauf sollten GV-Verant-wortliche mit Blick auf die Klassifizierung achten? Wird es überhaupt einen Einfluss auf die Planung geben? Einen Einfluss auf die Planung hat diese Verordnung definitiv. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure sieht bereits vor, dass eine „Wirtschaftlichkeits-vorbetrachtung“ Verband der Fachplaner Gastrono-mie – Hotellerie – Gemeinschafts-verpflegung e.V. (VdF) Die Planer- Experten für das System Gastrono-mie & Küche – Die Fachplaner und Berater nehmen als Spezialisten für das System von Großküchen in Gas-tronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung stets das Ganze in den Blick: Auf Basis von Wirtschaftlichkeitsanalysen und Machbar-keitsstudien erarbeiten sie individuelle, gastronomische Lösungen. Mit Fullservice und passgenauen Lösungen überall dort, wo außer Haus eine hochwertige Speisen-versorgung gewünscht ist. Für die Eigenregie oder im Catering. Für Betriebsrestaurants, Altenheime, Kran-kenhäuser, Schulen, Mensen, Hotels, Kitas, Stadien, auf Kreuzschiffen oder im Flugverkehr. Im Fokus stehen die Faktoren Wirtschaftlichkeit, eine hohe Produkt- und Ser-vicequalität der Küche, die Optimierung des Workflows unter Berücksichtigung der Senkung von Personal- und Betriebskosten sowie eine hohe Energieeffizienz. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im VdF ist eine min-destens fünfjährige Berufstätigkeit sowie ein regelmäßiger Qualifizierungsnachweis. www.vdfnet.de bereits zu den Grundleistungen unserer verschie-denen Leistungsphasen gehört. GV-Verantwortliche sollten bei der Planung ihren Planer in die Pflicht nehmen und proaktiv Energieeffi-zienz einfordern. Danke für das Gespräch! dan 36 GVmanager 10 /2016


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