Page 15

GVmanager_10_2016

Foto: Vivanti entsprechenden Zutaten direkt digital abge-zogen und ggfs. auf die „Einkaufsliste“ gesetzt. So wird u. a. auch die Erfassung aller vorhan-denen Bestände deutlich erleichtert. Was ist, wenn doch einmal etwas übrig bleibt oder z. B. die vegane Variante nicht gut läuft? W. E.: Grundsätzlich wollen wir nichts unter Wert verkaufen. Gute und hochwertige Qua-lität hat ihren Preis. Biete ich z. B. eine Enten-brust am Dienstag für 5,90 € an, kann ich sie am Freitag nicht für 12,90 € verkaufen. Lieber locke ich die Gäste mit einem zusätz-lichen Highlight in der Menü-Komposition: Statt Karotten gibt es dann Spargel als Beilage. So wird das Menü offensichtlich aufgewertet, ohne durch eine Preissenkung abgewertet zu werden. Darüber hinaus wird alles frisch zu- bereitet. Zutaten, die für ein Gericht ein- geplant waren, können im Bedarfsfall also anderweitig verwendet werden. Wie viele Mitarbeiter brauchen Sie, damit die-ses Projekt funktioniert? W. E.: Für einen reibungslosen Ablauf haben wir 28 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit ein- gestellt. Den kulinarischen Kern bilden dabei zwei ausgebildete Köche. Generell ist aber auch ein Quereinstieg möglich, denn durch unsere umfangreiche Einarbeitung und die prozess-geführten Abläufe können z. B. auch Studen-ten auf 450-€-Basis im „FreshINN“ arbeiten. Das Thema Ausbildung ist ein ebenfalls zen-traler Aspekt. Schließlich spielt der Fachkräfte- mangel in unserer Branche eine wichtige Rolle. Ich will jungen Leuten ohne Qualifikation auch eine Chance geben. Vorstellbar wäre demnach auch die Integration von Flüchtlingen. Ist der Fachkräftemangel dann überhaupt ein Thema? M. B.: Bislang sind alle Stellen besetzt. Der Vorteil von Vivanti und unserem „FreshINN“- Konzept ist aber auch, dass die Arbeitnehmer trotz eines Gastronomie-Jobs Tages-Arbeitszei-ten haben. Das kommt nicht nur der Attrakti-vität unseres Unternehmens, sondern auch der des Berufsbildes zugute. Welche Pläne gibt es für die Zukunft? W. E.: Für den Standort Mönsheim haben wir noch einige Ideen. So sollen z. B. die Räumlich-keiten konsequent genutzt werden: Freitag-abend könnte es regelmäßig eine After-Work- Party geben. Auch ein Brunch am Wochen- ende ist vorstellbar. Zudem soll das Angebot Manager im Gespräch um einen Lieferservice erweitert werden. Prin-zipiell wollen wir mit dem Konzept ein neues Segment erschließen. Dementsprechend ist eine Ausweitung durchaus geplant. Zwei bis drei neue Objekte pro Jahr sind realistisch. Vielen Dank für das freundliche Gespräch! jel Standort: Mönsheim Küchenkapazität: 3.000 Essen Zahl der Mitarbeiter: 28 in Voll- und Teilzeit Sitzplätze: 456 (innen) Öffnungszeiten: 7 bis 17 Uhr Investitionsvolumen: 1,5 – 1,8 Mio. € „Das Projekt finanziert sich allein durch die Einnahmen, also die verkauften Speisen und Getränke.“ Matthias Burkhart 10 /2016 GVmanager 15


GVmanager_10_2016
To see the actual publication please follow the link above