Starthilfe - Karlheinz Reindl, Rubenbauer Genusswelten: Mädchen für alles

24_Stunden_Gastlichkeit_05_2016

Herr Reindl, Sie sind mit den Donisl Gaststätten und den Rubenbauer Genusswelten gastronomisch breit und vielseitig aufgestellt. Haben Sie das zu Beginn Ihrer gastronomischen Karriere angestrebt? Nein. Nach meiner Ausbildung zum Koch und der Weiterbildung zum Küchenmeister wollte ich eigentlich auf Sterneniveau weiter kochen. Tatsächlich habe ich das auch einige Zeit getan. Doch dann kam, wie so oft im Leben, alles anders als gedacht. Wie schaffen Sie es die ganzen „Projekte“ zu stemmen? Schlafen Sie überhaupt? Ersteinmal: Ja, ich schlafe und das auch noch sehr gut. Möglich wird das durch meine guten Mitarbeiter, die in die Projekte involviert sind und selbstständig arbeiten. Ganz wichtig: die Kommunikation. Wir reden fast täglich über unsere Projekte und ich übergebe ihnen die Verantwortung und mein Vertrauen. Was ist Ihrer Meinung nach das Geheimnis Ihres Erfolges? Meine Mitarbeiter und der Zusammenhalt in der Familie. Dazu meine Frau, die mich in allem unterstützt und auch selbst im Unternehmen arbeitet. Mit welchen gastronomischen Konzepten hat man in der heutigen Zeit überhaupt noch eine Chance? Ich empfehle ein Studium im Ausland – speziell in Cornell (USA). Denn für das Fachgebiet Gastronomie und den Aufbau des Studiums zählt die Universität mir ihrer Reputation für mich zu einer der Top-Adressen. Natürlich gibt es weltweit noch weitere sehr gute und anerkannte Hotelfachschulen, aber für den Bereich den wir gastronomisch abdecken, ist Cornell führend. Zudem kann man schon während der Studienzeit ein gutes Netzwerk aufbauen. Grundsätzlich ist für jedes Konzept entscheidend, ob man mit Leib und Seele dahinter steht. Jede Zeit hat ihre Konzepte, man muss einfach die Augen offen halten. Was raten Sie Newcomern? Welche Fähigkeiten braucht ein Gastronom? Ausdauer, Geduld und Feingefühl. Gleichzeitig müssen Sie aber auch Entertainer, Coach und Mädchen für alles sein. Wie sieht ein „normaler“ Arbeitstag aus? Was finden Sie an Ihrem Beruf so spannend? Ich versuche täglich alle unsere Münchner Betriebe persönlich zu besuchen. Das gelingt mir zu 95 %. Dafür checke ich ab 7 Uhr meine Mails, sehe mir die Umsätze vom Vortag an und erledige Telefonate. Ins Büro komme ich dann gegen 11 Uhr. Und ab 18 Uhr fahre ich wieder in die Betriebe. Nach Hause komme ich in der Regel zwischen 20.30 und 22 Uhr. Der Job ist hart, keine Frage. Aber die Vielschichtigkeit und der Kontakt zu den verschiedensten Menschen ist interessant. Und was tun Sie, um einen Ausgleich zum stressigen Gastronomie-Alltag zu bekommen? Was ist das Erste das Sie tun, wenn Sie nach Hause kommen? Wenn ich nach Hause komme, suche ich als erstes das Gespräch mit meiner Familie. Danach gehe ich mit unserem Bully noch Gassi. Ansonsten versuche ich zweimal die Woche Sport zu treiben. Und am Sonntag setze ich mich direkt in der früh auf mein Rennrad und fahre zwischen 60 und 80 km. Vielen Dank für das Gespräch! jel Mädchen für alles Seit mehr als 35 Jahren ist Karlheinz Reindl im Gastro-Business. Als gelernter Koch hat er das Handwerk von Grund auf gelernt und weiß, worauf man achten muss. KONZEPT RUBENBAUER GENUSSWELTEN Von Restaurants, über Take away- Konzepte, Sportgastronomie bis hin zum Convenience-Store – für jede Zielgruppe ist etwas dabei. l Mitarbeiter: 550 l Standorte: 8 Standorte, darunter München und Nürnberg l www.rubenbauer.com starthilfe 24 Stunden Gastlichkeit 5/2016 9 Foto: Rubenbauer Genusswelten


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