Technik - VdF-Fachtagung: Planbare Wechselwirkung

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der Planungs-schnittstellen für die Tagung auserkoren hatte. In die Tagung starteten Mario Sommer von Sopro Bauchemie und Stephan Bongartz vom Unternehmen Gerd Weber, indem sie den Blick nach unten richteten. „Küchenbö-den – alte Schäden und neue Normen“ lau-tete der Titel ihres Vortrags. Mario Sommer widmete sich dabei insbesondere den Fliesen-belegen, die wasserdurchlässig und somit an-fällig sind. Gerade bei älteren Böden „lebt es manchmal unter den Fliesen, weil sich Wasser auf dem Abdichtungsbelag sammelt“. Diese durchfeuchteten Böden würden wiederum ein hygienisches Problem und eine Schädigung der Konstruktion bedeuten. Aktuell liegt der Entwurf einer neuen DIN zu Bodenbelägen vor, deren Veröffentlichung für 2017 geplant ist (vgl. auch S. 30f). Stephan Bongartz zeigte u. a. „Negativ- Beispiele“ auf, anhand derer er verdeutlichte, welche Fehler beim Boden in Profiküchen auftreten können. So berichtete er von einer Küche, deren Boden in sechs Jahren zweimal erneuert werden musste, da dieser nicht ver-nünftig abgedichtet war. Wechselwirkung Fotos: VdF, © jameschipper – Fotolia.com Technik Wie der Küchenkreislauf das Laufen lernt – diesem Thema gingen die Referenten und Teilnehmer der 33. VdF-Fachtagung nach, die Mitte Juni im Maritim Hotel Bonn stattfand. Aus Schnittstellen machte der VdF-Vorstandsvorsitzende Cars-ten Zellner auf der Fachtagung des Verbands der Fachplaner Hotellerie – Gastronomie – Gemeinschaftsverpflegung e.V. (VdF) kurzerhand Nahtstellen. Denn um eine Küche erfolgreich zu planen, in åBetrieb zu nehmen und darin auf Dauer ohne Einschränkungen arbeiten zu können, müss- ten alle beteiligten Planungsfaktoren berücksichtigt werden. In seiner Begrüßung ging er auf die Themen der vergange-nen Fachtagungen ein, die alle in einer Wechselwirkung zueinander stehen und sich beeinflussen würden: Die Faktoren Personal, Lebensmittel, Technik 3.0 und Ge-bäudeschnittstellen könne man ähnlich be-trachten wie den Sinnerschen Kreis, der einen Wirkungsmechanismus für Reinigungsabläufe beschreibt. Würde also z. B. der Faktor Perso-nal etwas kleiner, müsste dies ein anderer Fak-tor ausgleichen, z. B. die Technik 3.0. Wie aber wirkt sich die Planung auf die Schnitt-stellen der einzelnen Faktoren aus – diese Frage stellte Carsten Zellner gleich zu Beginn und gab damit den „Startschuss“ in die Vor-träge. Da ein Bauprozess immer verschiedene Beteiligte einschließe, müsse das Miteinander funktionieren – sonst laufen Zeit und Baukos-ten davon. Ein ganzheitliches Betrachten ist da-her unumgänglich, weshalb man die Thematik Planbare Neue Normen Im Anschluss an den Vortrag gaben Bernd Helfer, Dr. Peter Rietschel und Ralf Lentwojt Einblicke in neue Normen und Richtlinien und damit verbunden in die Arbeit der Arbeitsgruppen oder der Berufsgenossen-schaft. Bernd Helfer ging dabei auf die Ergeb-nisse der VdF-Arbeitsgruppe Boden ein. Dieser sei ein wichtiger Bestandteil der Küche, da an dieser Nahtstelle so viele Personen beteiligt sind, dass diese definiert werden muss, um Handlungsempfehlungen daraus abzuleiten. Dr. Peter Rietschel von der Berufsgenossen-schaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) referierte über die VDI 2052, in der es um die Behandlung der Luft geht. Teil dessen wird u. a. die Reinigung der Luftleitungen sein, welche der Arbeitskreis in den kommenden drei Jahren erarbeiten wird. Ralf Lentwojt gab einen Bericht zum aktuellen Thema BIM (Building Information Modelling) ab. Noch sei es nicht der Fall, dass Unterneh-men das Einbinden von BIM bei der Planung fordern, aber dennoch sollten die Planer darauf vorbereitet sein – so sein Resümee. Die Schritte bei der BIM-Einführung seien nahezu identisch mit der Einführung von CAD-Programmen. Mindestlohn und Trends Chancen und Risiken für Planer und Berater betrachtete Mario Pick, Geschäftsführer der 32 GVmanager 8 /2016


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