Truppenverpflegung: Gesund beim Bund

GVmanager_08_2016

Truppenverpflegung Gesund beim Bund Fotos: Marcus Rott/Bundeswehr, © Aloksa – Fotolia.com Wer ein betriebliches Gesundheitsmanagement etablieren will, muss sich mit einer ausgewogenen Ernährung und den Anforderungen seiner Gäste auseinandersetzen. Wie dieser gesunde Weg unbewusst beschritten werden kann, zeigt ein Projekt der Bundeswehr in Kaufbeuren. Bundesweit investieren 65 % aller Un-ternehmen in die Gesundheit ihrer Mit-arbeiter, wie die Studie „Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016“ der pronova BKK zeigt. Das Marktforschungsinstitut Toluna hat in deren Auftrag 1.660 Arbeitnehmer be-fragt. Mitarbeiter der Otto Group in Hamburg z. B. nehmen in ihrer Mittagspause an einem Zumba-Kurs teil, die Adidas-Angestellten in Herzogenaurach nutzen für einen Monatsbei-trag von 25 E ein 4.000 m² großes Fitnessstudio und Hen-kel beschäftigt ein 22-köpfiges Gesundheitsteam inklusive Werksarzt, das sich um Bewe-gungsförderung, Raucherprävention, regelmä-ßige Vorsorgeuntersuchungen und eine gesun-de Ernährung kümmert. Auf die richtige Ernäh-rung legt auch der Produzent von Babynahrung Hipp viel Wert. Deshalb ist seit Mai eine vitale Menülinie auf dem Speiseplan zu finden (http:// bit.ly/29UdR3U). „Unser Ziel war und ist es, mit der neuen Menülinie eine gesunde Balance in der Mitarbeiterverpflegung zu finden, um so einem übermäßigen Fleischkonsum, Übersäue-rung, Übergewicht und möglichen schlechten Blutwerten entgegenzuwirken“, betont Josef Holzer, Leiter Betriebsgastronomie bei Hipp. Leistungsfähig bleiben Gerade die richtige Ernährung spielt im profes-sionellen Gesundheitsmanagement eine wich-tige Rolle: Schon die alten Römer wussten, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohnt. Diese einfache Weisheit hat der mo-derne Arbeitsmensch allerdings zum größten Teil vergessen. Durch die Globalisierung und das digitale Zeitalter, in dem jeder zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar sein muss, sind Stress und Hektik vorprogrammiert. Das Frühstück fällt also von vornherein aus – die Zeit dafür fehlt, deshalb muss ein schnel-ler Kaffee, am besten to go, ausreichen. Zum Mittagessen ist dann ein Schnitzel mit Pom-mes ein gern gesehener Gast auf dem Teller und zwischendurch stillt ein Schokoriegel den Heißhunger. Dass diese Ernährung auf Dauer nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand. Das Resultat einer solchen Ernährung können Über-gewicht, Konzentrationsprobleme und gesund-heitliche Beschwerden sein. Deshalb bieten die Betriebsrestaurants in 27 % der Unternehmen neben Currywurst mit Pommes gezielt auch eine gesunde Ernäh-rung für ihre Mit-arbeiter an. Damit bedienen sie eine große Nachfrage, Bundeswehr Gesundheit ausgewogen Testphase Nudging 8 /2016 GVmanager 25


GVmanager_08_2016
To see the actual publication please follow the link above