Manager im Gespräch - Andreas Dubiel, Krankenhaus Hetzelstift, Neustadt: Pro Fortbildung

GVmanager_08_2016

Foto: privat Pro Fortbildung Andreas Dubiel ist hungrig – nach neuem Wissen und nach Fortschritt in seiner Küche. Der Leiter Verpflegung im Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt verrät im Gespräch, welche Bedeutung Weiterbildung und Cook & Freeze für ihn haben. Manager im Gespräch Mit 32 Jahren ist Andreas Dubiel noch eher ein „Frischling” in der GV-Bran-che und doch hat er in seiner Funktion als Leiter Verpflegung, die er seit 2014 inne hat, bereits einiges im Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt erreicht. Etwa 370 Essen werden vor Ort täglich für Patienten und Mitarbeiter zubereitet – welche Herausforderungen es dabei zu meistern gilt und wie Weiterbildun-gen dabei helfen, hat Andreas Dubiel im Ge-spräch verraten. Herr Dubiel, wie sind Sie zum Kochen gekom-men? Über eine klassische Kochausbildung in einem À-la-carte-Restaurant. Koch lernen wollte ich unbedingt. Ich wollte aber gerne noch etwas Zusätzliches machen und hätte es schade ge-funden, wenn der Koch gar keine Anwendung mehr gefunden hätte. Der Diät- assistent erschien mir als eine schöne Mischung aus Essen, Trin-ken und Medizin. Was verbindet Sie mit der Medizin? Zwischen der Zeit als Koch und meiner Anstel-lung als Diätassistent habe ich noch im Ret-tungsdienst gearbeitet und eine Ausbildung zum Rettungssanitäter gemacht. Wie ging es dann weiter? 2013 habe ich im Krankenhaus als Diätassis-tent angefangen. Relativ schnell wurde die Stelle des stellvertretenden Verpflegungsleiters vakant. Der damalige Leiter fragte, ob ich die Stelle übernehmen möchte und ich habe zu-gesagt. Ende 2014 wollte der Leiter sich dann beruflich verändern. In die erste Reihe vorrü-cken wollte ich eigentlich nicht. Ich muss aber sagen, dass ich die Entscheidung nicht bereut habe, obwohl das erste Jahr hart war. Haben Sie ein Koch-Vorbild? Am meisten hat mich schon immer Dieter Müller fasziniert, ein Drei-Sterne-Koch aus Bergisch-Gladbach. Er hat mich mit seiner Kochphilosophie sehr geprägt, ähnlich wie mein Chef, zu dem ich auch sehr aufgesehen habe. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag heute aus? Meine Stelle ist eine reine Bürostelle. Mein Stellvertreter – auch ein ganz junger Küchen-meister, der gerade 30 Jahre alt ist – sorgt im operativen Tagesgeschäft dafür, dass alles, was wir absprechen, so umgesetzt wird, wie wir uns das vorstellen. Ich bearbeite z. B. Lieferschei-ne und Rechnungen oder mache ein Eigen- Controlling, das ich mir aufgebaut habe, oder schreibe Dienstpläne. In den letzten Jahren hat sich das Berufsbild des Küchenchefs doch extrem gewandelt. Mein Ansatz ist, die Küche so zu planen, dass alles da ist, was die Küche braucht und dass alle Geräte, die ausfallen, sofort ausgetauscht werden. Was waren bisher Ihre größten Projekte? Wir haben vergangenes Jahr eines unserer größten Projekte überhaupt abgeschlossen. Dabei haben wir eine neue Spülstraße etab-liert. Das war ein Mammutprojekt, denn die Spülstraße musste komplett abgebaut werden, ohne den Klinikbetrieb zu beeinträchtigen. Die Planungsphase hat ein Jahr gedauert, im End-effekt hat sich „das Chaos“ aber auf zwei, drei Tage beschränkt. Wie kam dieses Mammutprojekt bei Ihren Mit-arbeitern an? Veränderungen werden bei uns eher kritisch gesehen – das liegt in der Natur der Sache. Etwas, das man Jahrzehnte lang gemacht hat, möchte man nicht aufgeben. Wir versuchen deshalb, sehr viel zu kommunizieren und wie bei diesem Projekt die Vorteile aufzuzeigen. Im Fall der Spülstraße war dann auch relativ schnell die Zustimmung da. Gibt es weitere Projekte, an denen Sie arbeiten? Wir haben das Druckmuster unserer Speise-pläne geändert, das sich mittlerweile etabliert hat. Eine richtig große Aktion war ebenso das neue Update unserer Küchen-Software, die auch kräftezehrend war. Aber auch das läuft mittlerweile gut und wir sind froh, dass wir die neue Web-Applikation haben. Mit dieser Umstellung haben wir die Abfrage der Essens- „Der Personalmangel trifft uns genauso wie alle anderen Großküchen auch – das braucht man nicht klein zu reden.“ 16 GVmanager 8 /2016


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