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24_Stunden_Gastlichkeit_04_2016

gibt es eine extra Speisekarte und auch vegeta-rische Liebhaber kommen auf ihre Kosten. „Die Leute denken, ein Restaurant, das zu einem Fünf- Sterne-Hotel gehört, ist besonders teuer, das Essen nicht gut und die Atmosphäre steif“, resümiert der 62-Jährige. Genau das Gegenteil sei der Fall. Die Küche ist gehoben, es gibt viele Bioprodukte und der Businesslunch wird sehr gut angenom-men. Im Sommer sitzen die Gäste draußen auf der Außenterrasse, die kürzlich noch um neun Tische erweitert wurde, und genießen einen Drink. Jeden Monat gibt es eine Empfehlung für einen beson-deren Cocktail, im Monat Mai war das der „Aged Negroni“, bestehend aus Campari, Del Professore Vermouth und Gin Bombay Sapphire. Mal kann der Gast zwischen einem gebratenen Zander, po-chiertem Lachsfilet, „gezupftem Schweinefleisch“ oder einem Hamburger wählen. „Wir wollen mit dem Business-Lunch den Gästen Appetit auf mehr machen und sie abends ins Restaurant locken“, sagt Klaus Dieckerhoff. Die Weingüter, von denen er den Wein bezieht, sind demeterzertifiziert. Rund 450 Flaschen Wein aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien hat das Restaurant. Viele la-gern gut sichtbar in einem eingebauten Weinklimaschrank. Brot und Brötchen bezieht er von ei-nem Bäcker, der noch handwerklich arbeitet. Viele Produkte bezieht er von regionalen Anbietern, wie Wildspezialitäten, Back- und Wurstwaren. Transparenz Im September 2014 wurde Mary`s Restaurant umgestaltet, um es als eigene Marke unabhängig vom Hotelbetrieb aufzubauen. Es wurde kom-plett entkernt, ein neuer Weinschrank längs der Wand eingebaut, der Parkettfußboden neu ver-legt, eine moderne Klimaanlage eingebaut, eine faltbare Tür nach außen eingerichtet, alles hell und cremig weiß gestrichen und rote Kronleuch-ter an den Decken aufgehängt. „Wir wollten uns nach außen öffnen, transparenter und moderner wirken und eine hochwertige Küche anbieten“, erläuterte Michael Rupp, Hotelchef des Luisen-hofes. Das Restaurant biete regionale sowie in-ternationale Küche. Der Name stamme von der Eigentümerin Mary Sdralek, die 60 Jahre aktiv die Geschicke des Hauses bestimmte. Sie war eine der letzten privaten Hotelbesitzerinnen in Han-nover und hatte großen Anteil daran, dass sich der Luisenhof aus einer Trümmerwüste wieder zu einem Haus mit internationalem Renommee entwickelte. Das Konzept von Mary`s Restaurant geht auf: Es ist zu rund 70 % ausgelastet und das Publikum ist deutlich jünger geworden. „Wenn wir ein Vier- Gänge-Menü mit einem speziellen Sekt anbieten, ein Sieben-Gänge-Menü mit Tee oder den ABC-Brunch organisieren, dann ist das Haus voll“, freut sich der Restaurant-Chef. Familien seien ihre wichtigste Zielgruppe, daran werde sich auch in naher Zukunft nichts ändern. Ingrid Hilgers www.marys-hannover.de ERFOLGSFAKTOREN ➙➙ Nähe zum Gast ➙➙ Gute Qualität der Produkte ➙➙ Regionaler Bezug ➙➙ Langjährige Mitarbeiter, gutes Fachpersonal KONZEPT MARY’S RESTAURANT – HANNOVER Eigenständiges Hotelrestaurant mit gehobener, moderner Küche Betreiber (Hotel): Michael Rupp Mitarbeiter: 20 Plätze: 36 (innen), 30 (außen) 24 Stunden Gastlichkeit 4/2016 35 Fotos: Daniel Möller, Hilgers


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