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GVmanager_06_07_2016

Produkte mit Mehrwert „Convenience ist mehr als das Produkt“, sagt Markus Müller, Brand-Manager Food Service bei Hügli, und ergänzt: „Heutzutage gehört auch die Inspiration, die Anwendungsidee, dazu.“ Das könne etwa ein Rezept oder eine gute Idee für das Marketing zu den Gästen oder eine technologische Hilfe sein, z. B. bei Cook & Chill, führt er ein Beispiel auf. „Wenn beides gegeben ist – gute Produkte und krea-tive Ideen dazu – dann ist auch die Wertschät-zung „Wir sprechen nicht mehr von der Industrie, die für das Gesamtpaket sicher“, resümiert der Brand-Manager. Die zunehmende Wert-schätzung hat aus Sicht von Thorsten Dam-mert von Dr. Oetker Professional ebenfalls mit der zusätzlichen Unterstützung zu tun, die den Anwendern angeboten wird. „Schließlich ken-nen wir unsere Produkte genau und können den Kunden den richtigen Umgang mit ihnen und die passenden Handgriffe möglichst pra-xisnah vermitteln.“ Auch bei FrieslandCampi-na Foodservice gibt es mit den sogenannten Culinary Advisors Experten, die im Umgang mit den Produkten schulen. Zeiten ändern sich Das Image der Convenience-Produkte hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert – und so werden diese als eine gute Hilfe-stellung akzeptiert, statt deren Einsatz von vornherein zu verteufeln. „Auch die Zahl der Kunden, die nach maßgeschneiderten, auf ihre jeweiligen Anforderungen zugeschnitte-nen Convenience-Produkte fragen, hat stark zugenommen. Hier stehen wir erst am An-fang einer positiven Entwicklung, verbunden mit vielen Chancen und Möglichkeiten für Convenience-Hersteller“, ist Thorsten Dam-mert überzeugt. Für Sander Gourmet bedeu-tet diese Entwicklung, sich immer wieder neu auf die Anforderungen der Märkte einzustellen und als gastronomischer Partner individuelle Lösungen und Konzepte einzubringen, die dem Kunden Qualität und Wirtschaftlichkeit sichern. Für das Unternehmen ist der Einsatz von Convenience-Produkten deshalb längst keine Frage des Images mehr, sondern eine Notwendigkeit in der gesamten Außer-Haus- Branche. Außer Frage stehe dabei, dass man sich bei der Produktion auch in Zukunft auf die wachsenden individuellen Anforderungen der Kunden einstellen muss. Immer mehr Kunden erkennen, dass der Einsatz von vorgefertigten Menükomponenten nicht bedeutet, dass man sein Handwerk nicht beherrscht. Während in den 1980er-Jahren Convenience verstärkt dazu eingesetzt wurde, die Speise-karte zu vergrößern und so auch bei kleinen Küchen eine große Vielfalt anbieten zu kön-nen, ist derzeit der Übergang zu einer neuen Rolle von Convenience zu spüren: „Die Pro-dukte sind erstklassig geworden und von ih-rer ,Entweder-oder-Rolle‘ weggerückt“, erklärt Sebastian Beckert von Unilever Food Solutions und führt fort: „Doch es gibt immer noch die Produkte für den preissensiblen Bereich, die – im falschen Haus eingesetzt – für den Fortbe-stand der Vorurteile sorgen.“ sar Fotos: privat „Seit praktisch keine Zusatz- stoffe mehr verwendet werden, haben Convenience-Produkte ein besseres Image als in der geschmacksverstärkten Vergangenheit.“ Markus Müller, Hügli Food Service Convenience ist nicht gleich Convenience: Maßgeschneiderte Produkte sorgen für ein Alleinstellungsmerkmal. Lesen Sie mehr dazu ➘ unter: http://bit.ly/25Mmeq2 Produkte aus dem Chemie-baukasten zusammenstellt.“ Sebastian Beckert, Unilever Food Solutions


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