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24_Stunden_Gastlichkeit_03_2016

Kassen in der Gastronomie Entspricht Ihre Kasse schon den Anforderungen der Finanzverwaltung an eine Kasse in der Gastronomie zum 01.01.2017? zierte Sicherheitstechnik nachweisen kann). Das Kassensystem sollte daher über eine Anschluss-möglichkeit für eine entsprechende Smart-Card verfügen. Genügend Hilfsmittel Der BVI hält eine weitere Verschärfung der Kassenvorschriften nicht für erforderlich. Nach unserer Auffassung sind derartige Verschärfun-gen nur eine „staatliche Lizenz zum Geldma-chen“ für Kassen- und Softwareunternehmen, die immer neue Kassensoftwaredienstleistungen anbieten, wenn alte Systeme nicht mehr genutzt werden können, oder aufwendig aufgerüstet werden müssen. Kein System ist unveränderbar, auch INSIKA nicht. Ein Blick über den Atlantik zu Apple mag hilfreich sein. Wer ein Sicherheits-system entwickelt, kann auch das „Gegengift“ entwickeln. Eine Verschärfung ist unseres Erach-tens auch deshalb nicht erforderlich, weil die Prüfer genügend Hilfsmittel, wie die Heranziehung des Warenwirtschaftssystems und die Lesbarkeit der Kassenvorgänge in den letzten zehn Jahren, an der Hand haben, um Besonder-heiten aufzudecken. Jürgen Kasper 2019 greifen. Die Verschärfungen sind eine Reak-tion auf den angeblich weit verbreiteten Betrug mit sogenannten Zappern-Computerprogram-men, die meist auf einem USB-Stick gespeichert sind. Schließt man diesen an eine Kasse an, erscheint ein Eingabefeld, in dem der Unterneh-mer seinen Umsatz auf jeden beliebigen Prozent-satz des tatsächlichen Wertes senken kann. 2012 wurde von der physikalisch-technischen Bundesanstalt das INSIKA-System entwickelt. Mit Hilfe einer in der Kasse integrierten Smart-Card wird mit spezieller Verschlüsselungstechnik dafür gesorgt, dass jeder Einzelumsatz fälschungssicher registriert wird und Zapper nicht mehr funktio-nieren. In dem zur Zeit diskutiertem Gesetzesentwurf soll INSIKA nicht vorgeschrieben werden, wohl aber soll es den Kassenanbietern vorgegeben werden, eine verwendete Sicherheitstech-nik zertifizieren zu lassen. Kassen, die eine Unveränderbarkeit nicht sicher-stellen können, müssen also umgerüstet bzw. neu angeschafft werden. Bei einer geplanten Neuanschaffung eines Kassensystems ist also darauf zu achten, dass das neue System z. B. auf das INSIKA-Verfahren nach-rüstbar ist (oder der Anbieter bereits eine zertifi- Um es vereinfacht auszudrücken, müssen elek-tronische Kassen so beschaffen sein, dass eine nachträgliche Manipulation von einzelnen Einnahmen nicht möglich ist. Von den neuen Vorschriften nicht erfasst wer-den sog. offene Kassen, also eine Schublade oder Geldkassetten. Diese dürfen weiter benutzt werden. Offene Ladenkassen werden von der Finanzverwaltung, insbesondere in Fällen, in de-nen sie für nicht notwendig erachtet werden, besonders kritisch unter die Lupe genommen. Kann die Kassenführung verworfen werden, er-folgen nicht unerhebliche Zuschätzungen. Ab Januar 2017 müssen Daten, die mit Hilfe ei-nes elektronischen Kassensystems erstellt worden sind, während einer Aufbewahrungszeit von zehn Jahren jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar aufbewahrt werden. Es soll verhindert werden, dass in Kassen Tagesumsätze gelöscht werden und ein niedrigerer Betrag eingegeben wird („Storno-Trick“). Alte Kassen, die nicht jede einzelne Einnahme, sondern lediglich starre Summen speichern, sind nur noch bis Ende Dezember 2016 erlaubt. Derzeit wird noch über eine Verschärfung der Kassenregeln nachgedacht. Diese könnten nach Ja, ich unterstütze die Arbeit und Initiativen des BVI und möchte nähere Informationen. Ich bin an weiteren Informationen über den BVI interessiert. BVI Bundesverband Schnellgastronomie und Imbissbetriebe e. V. Klettenberggürtel 51 50939 Köln Name, Vorname Betrieb Straße/ Nr. PLZ Ort Tel./ Fax Ort, Datum 7Unterschrift Einsenden an oder per Fax: (0221) 46 58 82 E-Mail: bvi-imbiss@gmx.de www.bvi-schnellgastronomie.de BVI Foto: Archiv


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