Lebensmittelverschwendung: Reste essen

GVmanager_05_2016

Foto: © Gerhard Seybert – Fotolia.com Reste essen In der Uni-Mensa in Freiburg haben es einige Studenten satt, dass Kommilitonen die Teller nicht leer essen. Die Studenten nehmen sich dem Thema Lebensmittelverschwendung daher selber an. Statt sich den Appetit von der Verschwen-dungssucht beim Lebensmittelkonsum verderben zu lassen, essen manche Stu-denten in der Uni-Mensa Freiburg lieber die Speisereste ihrer Kommilitonen auf, nachdem diese bereits auf dem Förderband Richtung Spülküche unterwegs sind. Obwohl sich die selbsternannten „Bänderer” für einen gerin-gen Geldbetrag frische Mahlzeiten kaufen könnten, essen sie lieber das, was auf den Tel-lern ihrer Mitstudenten übrig bleibt, wie Spie-gel Online berichtete. Zu Aktivisten werden die Studenten sobald an-dere ihre Teller auf das Geschirrband abgestellt haben. Was sonst in der Speiseresteentsorgung der Uni-Mensa landen würde, wird nun von den ethisch verantwortungsbewussten Studie-renden gegessen. Ekel empfinden die vier Bio-logiestudenten Sheila, Jan, Georg und Martin dabei nicht, wie sie UniSpiegel-Autor Sebastian Bargon verraten haben. Mehr als drei Dutzend Freiburger Studenten „bändern” bereits. Abläufe nicht gestört? Renate Heyberger, Pressesprecherin des Stu-dierendenwerks Freiburg, relativiert die Be-richterstattung des Spiegels gegenüber un-serer Redaktion: „Das Thema ist seit ein paar Wochen virulent und wir wollen erst einmal abwarten, wie sich dieser Aktivismus in der Uni-Mensa weiter entwickelt.” Die Zahl sei mit 30 bis 40 Studierenden angesichts der täglich im Schnitt 4.000 Besucher aber noch margi-nal. „Falls die Betriebsabläufe irgendwann dennoch massiv gestört werden sollten, müss-ten wir eingreifen”, erklärt Renate Heyberger weiter. „Die ‚Bänderer‘ besetzen während der Öffnungszeiten der Mensa zwei große Tische und greifen in diesem Zeitraum immer wie-der die Tabletts ab.” Nicht nur wegen des ausgereizten Sitzplatzangebots, sondern auch hinsichtlich der technischen Gewährleistung der Förderbänder sei dieses Aufkommen pro-blematisch. Spiegel Online berichtete zudem von Stellwänden, die dafür aufgestellt worden wären, um es den „Bänderern” schwerer zu machen, an die Speisereste zu kommen. Dies bestätigt Renate Heyberger in dieser Darstel-lungsform nicht. Vielmehr wären die Stellwän-de aufgestellt worden, um die Rückgabe der Tabletts besser zu kanalisieren, „weil es in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass die Stu-dierenden ihre Teller von drei Seiten aus auf das Förderband gestellt haben und somit die Störanfälligkeit der Anlage erhöht haben.” Auch wenn das Studierendwerk der Uni Frei-burg die „politisch motivierte Aktion” kritisch im Auge behält, kann sie ihr dennoch einen positiven Aspekt abgewinnen. „Ökologisch betrachtet ist die Intention der ‚Bänderer’ nicht verwerflich, sondern prinzipiell ein ethisch verantwortungsbewusstes Denken. Wirtschaftlich betrachtet sparen wir bei der Speiseresteentsorgung und beim Spülvorgang der Teller geringfügig Kosten ein”, erklärt Renate Heyberger weiter. lau Die Profiküche der Zukunft! Sie wollen in Ihrem Betrieb nachhaltig und zukunftsorientiert handeln? Statt der üblichen „Floskeln und Allgemeinheiten“ steckt unser Buch „Die nachhaltige Profiküche in Theorie und Praxis“ auf 266 Seiten voller: yx umsetzbarer Tipps yx Best Practice Beispiele yx Hintergrundinformationen yx Checklisten yx Rezepte die Ihnen helfen, im Umgang mit Food und Technik nachhaltig zu agieren. Das kommt Ihrem Budget, Ihrer Qualität, Ihren Mitarbeitern und nicht zuletzt der Umwelt zugute. NEU: yx Glossar schafft schnellen Überblick yx 30 Seiten mehr als die 1. Auflage ISBN 978-3-928709-17-0 39 E* BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/profikueche/ B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstraße 37  80339 München * inkl. MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten.


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