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GVmanager_05_2016

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Im Februar 2015 ist diese nach zwei Jahren Planung und Bau in Betrieb gegangen. Unterstützung erhielt das Unternehmen dabei von der Giel Planungs-gesellschaft. Moderne Beratung Seit der Inbetriebnahme produzieren die 30 Vollzeitkräfte täglich bis zu 2.000 Essen. Diese werden portioniert und im Anschluss in Speisenverteilwagen tablettiert ausgelie-fert bzw. in Gebinden für Seniorenheime mit Wohngruppenkonzept. Versorgt werden zur Zeit sieben Krankenhäuser und fünf Altenhei-me mit Frühstück, Mittag- und Abendessen, in einem Umkreis von maximal 80 km. Mittags liefert das Unternehmen drei Standard-Menüs zur Auswahl sowie verschiedene Sonderkost-formen, wie Menüs für Dysphagie-Patienten. Die Erfassung der Menüs für den nächsten Tag übernimmt eine Menüassistentin vor Ort mit-hilfe eines Tablets. Sie übermittelt die bestell-ten Menüs inklusive Sonderwünschen elektro-nisch an das Unternehmen. Dennoch soll keine stumpfe Abfrage erfolgen. Die speziell ausge-bildeten Kräfte sollen den Patienten beratend zur Seite stehen und eine mögliche Umstellung in der Verpflegung empfehlen. „Zudem kön-nen sie auf spezielle Sonderkostformen hinwei-sen und diese erklären. Das wird nicht in allen Krankenhäusern konsequent so umgesetzt. Wir machen dies aber ganz gezielt, da es für eine qualitativ hochwertige Verpflegung von Patien-ten notwendig ist“, betont Markus Volpers. Die Krankenhäuser profitieren hier von den regel-mäßigen Schulungen und Fortbildungen, die den Mitarbeitern angeboten werden. Selbstbedienung Frühstück und Abendessen werden dabei nicht tablettiert geliefert. Hier entschied man sich für eine Buffetwagenlösung, bei der sich die Patienten ein eigenes Menü zusammenstellen können. „Wir haben uns viele Verpflegungslö-sungen in Krankenhäusern angeguckt und das, was uns am wenigsten gefallen hat, waren die pappigen Scheiben Brot, der billige Käse und die billige Wurst, die den Patienten auf einem Tablett serviert wurden. Insofern haben wir die meisten der von uns versorgten Krankenhäuser davon überzeugen können, ein Buffetwagen-konzept zu etablieren“, erklärt Markus Volpers die Entscheidung. Die mobile Verpflegungssta-tion bietet 40 Produkte zur Auswahl und wird von einer Servicekraft bedient. Der Patient kann so selbst spontan entscheiden, was er auf dem Teller haben möchte. Speisen, die keine Verwendung finden oder auf dem Teller gelassen werden, führt Gour-metplan zurück und entsorgt diese über eine Anlage von Biotrans, die im Monat bis zu 20 m3 Nassmüll verarbeitet. Die anfallenden Speise-reste werden am Tablettförderband in eigens dafür von Biotrans entwickelten Sammelroll-wagen eingegeben und anschließend in der Eingabestation, dem BioMaster, entsorgt. Der BioMaster ist hier in einer Hygienestation integ-riert und homogenisiert jegliche Küchenabfälle und Speisereste zu einer fließfähigen und stör-stofffreien Biomasse. Während der Homogeni-sierung wird ein Volumen von ca. 40 l verar-beitet und anschließend in einen Lagertank ge-pumpt. Der Lagertank wird monatlich einmal an der Außenfassade durch einen regionalen Biogasanlagenbetreiber mittels Saugfahrzeug entleert. „Es ist ein in sich geschlossenes, ge-ruchloses System und wir haben mit den Spei-seresten keinen Berührungspunkt mehr, nach-dem wir sie dem BioMaster zugeführt haben. Gerade in Bezug auf die Hygiene ist dies ein wichtiger Aspekt“, betont Markus Volpers. Auf-merksam auf diese Systemlösung sind die Ge-schäftsführer auf einer Messe geworden. „Nach einem Jahr Nutzung hält das System wirklich das, was es verspricht, vor allem bezüglich der Zuverlässigkeit. Zudem ist es in der Anschaf-fung um einiges günstiger als vergleichbare Systeme“, resümiert Markus Volpers. Mit die-ser automatisierten Speiseresteentsorgung hat Gourmetplan nicht nur eine saubere, sondern auch eine nachhaltige Lösung gefunden, die zudem einen energetischen Nutzen birgt.dan AUF EINEN BLICK Gourmetplan, Bergisch-Gladbach Investitionssumme: ca. 10 Mio. E€ Planung: Giel Planungsgesellschaft Fläche: 4.000 m2 Kapazität: 10.000 Essen Mittagessen pro Tag: 2.000, davon 80 % Krankenhäuser und 20 % Alten-heime (Stand: Mai 2016) Produktionssystem: Cook & Chill Mitarbeiter: 30 VZ, 20 % Fachkräfte AUSSTATTER Thermische Geräte: Frima, Rational Lüftung: Halton Foodservice Chiller/Schockfroster: Forster Kühlzellen/-räume: Pfeuffer, GEA Portionierband: Rieber Speiseresteentsorgung: Biotrans Speisenverteilung: Electro Calorique Tellerspender: Hupfer Geschirr: Schönwald Spültechnik: Hobart


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