Interview: Coffeeshop auf 1 m²

GVmanager_05_2016

KaffeeTeeKaffeeTee Coffeeshop auf 1 m2 Der Trend zum Coffee to go sei ungebrochen – so das Fazit von Hansjürg Marti, Geschäftsführer bei Schaerer Deutschland, der erklärt: „Mit der Pre-mium Coffee Unit erhalten die Betreiber die Gelegenheit, Kaffeespezialitäten direkt dort zu verkaufen, wo die Nach-frage am stärksten ist.“ Auf etwa 1 m² Fläche lassen sich mit der Vending-Lösung Kaffeegetränke auf Knopfdruck herstellen. Wie sich das Konzept in GV-Betriebe integrie-ren lässt und sich von gängigen Heißgetränkeautomaten unterscheidet, hat Hansjürg Marti im Gespräch verraten. Herr Marti, Sie haben die Premium Coffee Unit erstmalig auf den Frühjahrsmessen vorgestellt. Welches Feedback haben Sie dazu erhalten? Die Reaktionen waren positiv. Wir, in der D-A-CH-Region, kennen eigentlich nur das klassische Kaffeegeschäft, bei dem man sich im Betriebscasino oder der Mensa einen Kaffee gönnt oder diesen als Coffee to go mitnimmt. Die Idee, hochwertige Kaffeespezialitäten aus dem Automaten anzubieten, die auf Basis von Frischmilch und frisch ge-mahlenen Bohnen zubereitet werden, kam sehr gut an. Stichwort: „Automaten-Kaffee“ – was unterscheidet Ihren Kaffee von dem aus gängigen Automaten? Gängige Vending-Automaten arbeiten mit Instant-Pulver, das in heißem Wasser aufgelöst wird, und so in wenigen Sekunden einen Kaffee im Becher bereitstellen. Die Coffee Unit ist hingegen ein reines „Bean to Cup“- Konzept. Das heißt, wir nutzen ausschließlich frische Boh-nen, die nach der Wahl des Kunden am Display gemahlen, gepresst und gebrüht werden. Dass dieser mechanische Prozess eine gewisse Zeit benötigt, ist klar. 43 bis 60 Sek. sind eine reelle Zeit, die es braucht, bis an der Coffee Unit die gewünschte Kaffeespezialität ausgegeben wird. Neben den frischen Bohnen verwenden wir darüber hin-aus ein System, das vorzugsweise mit Frischmilch arbeitet, um u. a. Latte Macchiato oder Cappuccino zuzubereiten. Je nach Kundenwunsch ist es aber auch möglich, die Cof-fee Unit mit einem Milchpulver-System auszustatten. Soll die Coffee Unit das klassische Kaffeegeschäft in GV-Betrieben ersetzen? Wo sehen Sie die Einsatzmöglichkeiten? Ersetzen wollen wir das klassische Kaffeegeschäft damit nicht. Vielmehr möchten wir den Betreibern der GV-Ein-richtungen die Möglichkeit geben, Kaffee direkt dort zu verkaufen, wo die Nachfrage dafür besteht und den Kaf-feeverkauf entzerren. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um den Automaten in Betrieb zu nehmen? Die Coffee Unit kann eigentlich überall dort eingesetzt werden, wo ein Wasser- und ein Stromanschluss vorhan-den sind; eine 230-V-Steckdose muss dafür mindestens ge-geben sein. Somit ist die Platzierung sehr flexibel, sodass im Falle einer zu geringen Frequenz im Vergleich zu den Erwartungen, ein Standortwechsel relativ einfach ist. Was war ausschlaggebend für Ihre Neuentwicklung? Die Idee dazu basiert auf der Anregung eines Kunden aus England: Er hatte sich damit beschäftigt, wie er Kaffee mit überschaubarem logistischem und infrastrukturellem Auf-wand anbieten kann, ohne eine große Ladenfläche anmie-ten zu müssen. Nach und nach ist aus der Idee das Konzept der Coffee Unit entstanden, deren Basis Brüher, Mühle, Boiler und Dampfkessel sowie die Steuerung bilden. Weitere Kompo-nenten können modular hinzugewählt werden, z. B. ein herkömmliches Milchsystem oder Best Foam sowie das Sirupsystem Flavour Point. Auch der Korpus ist individuell gestaltbar. Zum Abschluss: Welche technischen Features unterstützen den Betreiber im Handling? Die externe Überwachung mittels der Schaerer-eigenen Telemetrie-Lösung M2M Coffee Link ist für das Konzept zwingend notwendig. Dadurch kann zentral überblickt werden, an welchen Automaten, wann Bohnen oder Frischmilch nachgefüllt werden müssen, sodass Ausfallzei-ten durch eine zu geringe Befüllung ausbleiben. Daten für den Servicetechniker sind ebenfalls zentral abrufbar. Herr Marti, danke für das Gespräch! sar Getreu dem Motto „Bean to Cup“ präsentiert Schaerer mit der Premium Coffee Unit ein modulares SB-Konzept, das Kaffee in Barista-Qualität bietet. Foto: Schaerer


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