Rolle vorwärts!

GVmanager_04_2016

Fotos: Blanco Professional, privat Damit Speisen sicher und fristgerecht ans Ziel gelangen, muss nicht nur die Technik der Speisentransportwagen an sich stimmen. Auch die Rolle der Rolle ist entscheidend – auch wenn sie bei der Wagenwahl meist eher Marc Donners, Electro Calorique Rolle vorwärts! 34 GVmanager 4 /2016 Sie sind selten auf dem Schirm, wenn es untergeordnet ist. um die Speisenqualität unterwegs geht – aber ein maßgeblicher Faktor dafür, dass die Tabletttransportwagen und deren Inhalt, also die Speisen, gut ankommen: Der Markt hält Dutzende von Rollen für Transport-geräte bereit und es ist fast schon eine kleine Wissenschaft für sich, die richtige Variante für die sehr unterschiedlichen Aufgaben auszusu-chen – heißt es aus dem Hause Hupfer. Deshalb widmet sich der Logistik-Spezialist bereits seit vielen Jahren dieser Thematik. „Wir produzie-ren zwar keine Rollen, aber wir wollen, dass unsere Transportgeräte optimal für die indivi-duellen Aufgaben unterwegs, in Kliniken, auf dem Gelände oder auf der Rampe ausgerüstet sind“, erklärt Günter Schröder, Prokurist und Vertriebschef bei Hupfer, das Engagement. In enger Zusammenarbeit mit seinem Liefe-ranten prüft das Unternehmen die Tauglichkeit der Rollen für die unterschied-lichen Aufgabenbereiche. Auch bei Blanco Professional steht je nach Gerät eine Auswahl an Rollensätzen bereit, die sich im Material des Rollengehäu-ses – stahlverzinkt, Edelstahl, Kunststoff – bei der Lauffläche oder generell beim technischen Aufbau der Rollen unterscheiden. „Sollen die Wagen z. B. in einer Wagenwaschanlage gerei-nigt werden, so müssen die Rollen speziell ab-gedichtet sein“, nennt Oliver Müller, Produkt-manager der Geschäftseinheit Catering bei Blanco Professional, ein Beispiel und resümiert: „Eine gute Beratung im Vorfeld ist hier allemal sinnvoll.“ Andreas Weiß, Geschäftsführer des Unternehmens Iseco, verweist in diesem Zuge darauf, dass besonders auf die Kugellager der Rollen Rücksicht genommen werden muss. Diese müssen laut ihm gegen eindringende Feuchtigkeit abgedichtet sein sowie einen leichten Lauf garantieren. Die Grundausstattung bei temp-rite sieht üblicherweise ein Fahr-werk aus verzinktem Stahl vor, bestehend aus zwei Lenkrollen mit Feststeller und zwei Blockrol-len. „Selbstverständlich bieten wir darüber hinaus eine Vielzahl von Alternativen“, erklärt der Prokurist Armin Westendorf. So sei es z. B. möglich, sechs statt vier Rollen zu verwenden, Rollen mit einem größeren Durch-messer oder Anti-Statik-Rollen einzusetzen. Mit Fleiß kein Verschleiß Fakt ist: Rollen sind Verschleißteile – ein Aus-tausch der Rollen bei Bedarf ist aber einfach und mit nur geringem Aufwand möglich. Im Fall von temp-rite müssen z. B. lediglich vier Schrauben gelöst, das Rad ersetzt und die vier Schrauben wieder angezogen werden. Welche Zeitspanne für die Lebensdauer der Rollen zutrifft, lässt sich nicht pauschalisie-ren. „Das ist schwer zu beantworten“, bringt es Oliver Müller von Blanco Professional auf den Punkt. Der Verschleiß sei von etlichen Faktoren abhängig, darunter auch die regel-mäßige Wartung, Reinigung sowie Pflege der Speisenverteilwagen. Auch der gewissenhafte Umgang mit den Speisentransportwagen ist essenziell. Befragt nach Fehlern, die im Umgang mit den Trans-portwagen auftreten und die Lebensdauer negativ beeinflussen, sind sich alle Hersteller einig. „Wenn die Speisentransportwagen in einem LKW transportiert werden, dann sollte „Ein Betätigen der Bremse während des Transports sorgt für einen deutlich schnelleren Verschleiß der Lauf-fläche der Rolle.“ Klinik & Heim


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