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GVmanager_04_2016

das Feedback der Angehörigen ist sehr positiv. Manche haben uns sogar gefragt, ob wir Fotos von der Aktion gemacht haben, da sie z. B. ihre Väter glücklich gestimmt hat. Gibt es bereits Pläne, wie Sie den Kochwagen ab sofort im Alltag einsetzen? Wir haben einen Plan entwickelt, sodass es keine Überschneidungen bei der Verwendung des Kochwagens geben sollte. Darüber hinaus gibt es eine Checkliste für die Bestückung des Wagens und eine Rezeptbroschüre. Die Mit-arbeiter aus dem sozialen Dienst können so eigenständig mit den Bewohnern Gerichte für das Frühstück oder Mittagessen zubereiten. Für die Küche selbst entsteht kein Mehrauf-wand. Zudem ist es möglich, den Kochwagen in Gruppenarbeit einzusetzen, z. B. wenn man eine Art „Schnippelgruppe“ ins Lebens rufen möchte. Inwieweit können interessierte Küchenverant-wortliche individuelle Kundenwünsche umset-zen lassen? Individuelle Kundenwünsche lassen sich na-türlich umsetzen, z. B. hinsichtlich des Mate-rialeinsatzes. Diese werden dann mit meinem Partner Christian Bock besprochen. Wer Inte-resse an einem Kochwagen hat, wendet sich in erster Linie aber zunächst an mich. Herr Dornsiepen, danke für das Gespräch! sar Foto: Altenpflege Messe Einsatz bei uns geeignet sind. Schließlich muss der Kochwagen durch die Türen passen und in die Fahrstühle. Ebenfalls kamen bei den ersten Einsätzen Fra-gen auf, ob wir z. B. eine kleine Einkerbung in die Tischplatte machen, um darin Tassen oder Gläser sicherer abstellen zu können, oder ob wir die Kanten der Tischplatte z. B. farbig markieren. Das würde helfen, damit die Bewohner diese besser erkennen. Sol-che Aspekte fallen tat-sächlich oftmals erst im Einsatz auf, aber nicht in der Planung. Welche Aspekte muss-ten darüber hinaus be-dacht werden? Neben der Verwendung hygienischer Materialen, die einfach zu reinigen und desinfi-zieren sind, musste der Kochwagen einen ge-wissen Stauraum für die Utensilien bieten, wie Pürierstab, Küchenmaschine und Mixer. Um diese verwenden zu können, ist eine Strom-quelle in den Wagen integriert. Zudem ist noch eine Spülschüssel enthalten, da es für die Generation, die wir heute im Seniorenheim vorfinden, üblich war, mit einer Schüssel am Tisch zu spülen. Oftmals ist dies ein Aspekt der z. B. demenziell er-krankte Bewohner in Erinnerungen an früher versetzt. Genau das ist es, was wir mit dem Koch- wagen erreichen wollen: Wir möchten den Bewohnern ein Stückweit mehr Selbstständig-keit geben, indem sie beim Kochen mitwirken können, außerdem sollen dadurch ihre Sinne „Wir möchten den Bewohnern ein Stückweit mehr Selbstständigkeit geben, indem sie beim Kochen mitwirken können, außerdem sollen dadurch ihre Sinne stimuliert werden.“ stimuliert werden – egal, ob Tast-, Geruchs- oder Geschmackssinn – und Erinnerungen an früher wecken. Auf diese Weise steigt die Lebensqualität. Sie hatten den Kochwagen bereits im „Live“-Ein-satz. Welche Reaktionen zeigen die Bewohner? Gibt es auch ein Feedback der Angehörigen? Ich würde sagen, dass das Konzept bei etwa 96 % unserer Bewohner gut ankommt. Auch BUNT ISST BESSER. Die Frühjahrs-Neuheiten von BLANCO Professional bringen Schwung in Ihre Verpflegung, mit farbenfrohen und praktischen Lösungen für Tellerspender, Frontcooking und Speisenausgabe – ausgezeichnet mit dem „Best of Market 2016“. www.blanco-professional.de Klinik & Heim


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